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Altenoyther Fußballer lassen sich in Cabrios feiern

Nach dem Sieg im Bezirkspokal-Elfmeterschießen ging's für die Fußballer im Autokorso durch Altenoythe. Auf Landesebene wartet nun ein interessanter Gegner.

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Triumphale Rückkehr: Kapitän Stefan Brünemeyer (Nummer 17) und Torwart Joscha Wittstruck kommen nach dem Bezirkspokal-Sieg an der SVA-Sportanlage an. Foto: Maik Koopmann

Triumphale Rückkehr: Kapitän Stefan Brünemeyer (Nummer 17) und Torwart Joscha Wittstruck kommen nach dem Bezirkspokal-Sieg an der SVA-Sportanlage an. Foto: Maik Koopmann

Joscha Wittstruck, der Torwart-Held des frisch gebackenen Bezirkspokal-Siegers SV Altenoythe, wird den Finaltag des Wettbewerbs nicht nur wegen des Titelgewinns und sieben gehaltenen Elfmetern in Erinnerung behalten. In Lastrup traf der Fußballer am Samstag schließlich auf einen Verwandten, den er nur höchst selten zu Gesicht bekommt: seinen Cousin Tobias Ahrens. „Er ist Redakteur beim Magazin 11 Freunde und hat über das Elfmeterschießen berichtet. Ich habe ihn zwar vergangenes Jahr beim 90. Geburtstag unserer Oma getroffen, davor aber fast zehn Jahre lang gar nicht gesehen“, sagt Wittstruck.

Dass sein Cousin aus Berlin aus beruflichen Gründen in den Kreis Cloppenburg gekommen war, lag nicht am SVA-Keeper. „Er wusste zunächst gar nicht, dass wir mit Altenoythe teilnehmen. Er war im Internet auf den Wettbewerb aufmerksam geworden und fand die Idee des Elferschießens kurios. Erst im Laufe seiner Vorbereitung hat er zufällig bemerkt, dass ich dabei bin“, sagt Wittstruck und schmunzelt. So wurde auch Tobias Ahrens Zeuge vom formidablen Auftritt des 30 Jahre alten Schlussmanns.

Fans jubeln Team vom Straßenrand zu

Keine Frage, dass Joscha Wittstruck und Co. den Titel ausgiebig feierten. „Schließlich war es ein Tag für die Geschichtsbücher“, sagt der Keeper, der nach dieser Saison eigentlich aufhören wollte, nun aber noch ein Jahr dranhängt. „So ein Erfolg sorgt natürlich noch mal für neue Motivation, auch wenn zwei Schulter-Operationen ihre Spuren hinterlassen haben.“

Seltenes Treffen: Joscha Wittstruck (links) und sein Cousin Tobias Ahrens. Foto: Georg LilienthalSeltenes Treffen: Joscha Wittstruck (links) und sein Cousin Tobias Ahrens. Foto: Georg Lilienthal

Nach dem Triumph am Samstagvormittag kehrte der Bezirksligist am frühen Nachmittag nach Altenoythe zurück. „An einem Supermarkt waren Cabrios für uns bereitgestellt, mit denen wir durch den Ort gefahren sind“, sagt Torwarttrainer Maik Koopmann, „es standen echt viele Leute an den Straßen.“ Angekommen an der heimischen Sportanlage auf dem Hohefeld wurde das Team von weiteren Fans begrüßt. Sogar ein Glückwunsch-Banner war quer über die Straße gespannt worden. Bei Grillwürstchen und Kaltgetränken wurde anschließend bis tief in die Nacht gefeiert.

Fußball-Obmann Herbert „Maga“ Rolfes hatte den Triumph übrigens kommen sehen. „Als ich vom Niedersächsischen Fußballverband gefragt wurde, ob wir wegen der Corona-Pandmie bei einem Elfmeterschießen mitmachen würden, sagte ich sofort zu: Wir haben den besten Torwart und die besten Schützen, wir gewinnen sowieso“, so Rolfes mit einem dicken Augenzwinkern.

Altenoythe könnte auf Emden oder Oldenburg treffen

Nun also darf der SV Altenoythe in der kommenden Saison am Verbandspokal teilnehmen und wird in Runde eins wohl einen Oberligisten aus der Region – zum Beispiel Kickers Emden oder den VfL Oldenburg – empfangen. „Allerdings muss man abwarten, ob dieser Wettbewerb wegen Corona in seiner üblichen Form stattfinden wird“, sagt Stefan Brinker, Vorsitzender des Bezirks-Spielausschusses.

Sollte der Verbandspokal wegen der Pandemie in der Spielzeit 2020/21 vielleicht sogar erneut im Elfmeterschießen ausgetragen werden, hätte der SVA ganz sicher nichts dagegen. Schließlich steht beim
SV Altenoythe der fliegende Physiotherapeut und Elfmeterkiller Joscha Wittstruck zwischen den Pfosten.

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