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Als der BVC 1961 im Pokal triumphierte

Die Cloppenburg A-Jugendfußballer besiegten vor fast genau 60 Jahren Hannover 96 im Finale. Im Gespräch mit OM online erinnern sich zwei Spieler an einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte.

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Legendäres BVC-Team (hinten, von links): Karl-Heinz Gärtner (†), Herbert Sieling, Heinz Wegmann, Dieter Braun, Friedhelm Baum, Hans-Georg Wessels, Rainer Sieling, Gernot Latteck und Trainer Karl-Heinz Baro sowie (vorne, von links) Kurt Rüwe (†), Siegfried Malcherek und Gerd Gebel. Auf dem Bild fehlen Manfred Grott und Heinrich Marstall. Foto: ©Siegfried Malcherek

Legendäres BVC-Team (hinten, von links): Karl-Heinz Gärtner (†), Herbert Sieling, Heinz Wegmann, Dieter Braun, Friedhelm Baum, Hans-Georg Wessels, Rainer Sieling, Gernot Latteck und Trainer Karl-Heinz Baro sowie (vorne, von links) Kurt Rüwe (†), Siegfried Malcherek und Gerd Gebel. Auf dem Bild fehlen Manfred Grott und Heinrich Marstall. Foto: ©Siegfried Malcherek

Es sollte bis heute einer der größten Erfolge einer Nachwuchsmannschaft des BV Cloppenburg sein, den die A-Juniorenfußballer vor fast genau 60 Jahren feierten. Am 25. Juni 1961 trafen die jungen Männer an einem heißen Sonntag auf ein Team mit dem klangvollen Namen Hannover 96 – im Finale des Niedersachsenpokals. In Nienburg an der Weser lieferte der BVC dem Favoriten einen großen Kampf, zwang ihn in die Verlängerung und holte sich den den „Pott“ nach Treffern von Heinz Wegmann und Friedhelm Baum am Ende dank eines knappen 2:1-Sieges. „Das war damals eine herausragende Sache, an die ich noch heute gerne zurückdenke“, erinnert sich Siegfried „Malle“ Malcherek, der damals im Cloppenburger Gehäuse stand.

Schon einen Tag vor ihrem eigenen großen Finale waren die BVC-Jungs in den Genuss eines sportlichen Leckerbissens gekommen. Rainer Sieling, der wie sein Bruder Herbert in der Anfangself der A-Jugend stand, berichtet: „Der Verband hatte uns ins Hannoveraner Niedersachsenstadion zum Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem 1. FC Nürnberg und Borussia Dortmund eingeladen.“ Gemeinsam mit 82.000 weiteren Fans wurden sie Zeugen des 3:0-Erfolgs der Franken, für die seinerzeit auch die Fußballlegende Max Morlock die Schuhe schnürte. Nach der Partie ging es für die Cloppenburger Talente zurück nach Barsinghausen, wo die Mannschaft in einer Jugendherberge übernachtete.

Dann kam der Tag des Endspiels, das der BVC nach einem 3:1-Sieg gegen Kickers Emden und einem 1:1-Remis gegen „Weiße Elf“ Nordhorn erreicht hatte. Zwar war Hannover 96, wie erwartet, in technischer Hinsicht klar überlegen, doch das Team des Trainers Karl-Heinz „Charly“ Baro kämpfte leidenschaftlich um jeden Ball. Bereits nach sieben Minuten ging der Außenseiter überraschend in Führung: Heinz Wegmann tanzte zwei Gegenspieler aus und netzte zum 1:0 ein. Noch vor der Pause drängte 96 auf den Ausgleich, der dem Team nach 36 Minuten auch glückte.

Rainer Sieling. Foto: SielingRainer Sieling. Foto: Sieling

Im weiteren Spielverlauf hatten beide Mannschaften noch einige gute Chancen, jedoch kein Glück im Abschluss. So ging es in die Verlängerung. Hier avancierte Mittelstürmer Friedhelm Baum mit seinem Tor zum 2:1 zum Matchwinner. Der Jubel kannte keine Grenzen.

Wenig später begann die feucht-fröhliche Rückfahrt, auf der in der einen oder anderen Kneipe Station gemacht wurde. „Während einer Pause ist ,Malle' der Siegerpokal kaputt gegangen“, berichtet Rainer Sieling mit einem Augenzwinkern von einem Missgeschick seines Teamkollegen Siegfried Malcherek.

Das sollte die Freude aber natürlich nicht trüben. Beide erinnern sich noch heute gerne an den großen Triumph vor fast genau 60 Jahren, als ein verschworener Haufen junger Fußballer aus Cloppenburg die A-Junioren des BVC zum Niedersachsenpokal-Sieger machte und so für einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte sorgte.

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