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Als 40-jähriger Youngster Norddeutscher Meister

Aufatmen bei den Tennisspielern des TC Nikolausdorf-Garrel: Seit dem 6. Mai ist zumindest der Trainingsbetrieb im Freien wieder erlaubt.

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Norddeutscher Meister: Daniel Rolfes feierte im Februar in Celle seinen bislang größten Erfolg. Foto: Wulfers

Norddeutscher Meister: Daniel Rolfes feierte im Februar in Celle seinen bislang größten Erfolg. Foto: Wulfers

Es herrscht wieder reger Betrieb auf der Tennisanlage des TC Nikolausdorf-Garrel, der mit seinen sechs Außen- und zwei Hallenplätzen zu den größten Klubs im Kreis Cloppenburg zählt.

Sportwart Daniel Rolfes und der zweite Vorsitzende Dennis Willenborg sehen den Verein zwar vor manche Aufgaben gestellt, sind aber dennoch froh, den Trainingsbetrieb, wenn auch mit Einschränkungen, wieder durchführen zu können. Natürlich gelten die üblichen Hygieneregeln wie Abstand halten, Desinfektionsmittel verwenden und keine Nutzung der Duschen und Umkleidekabinen. Es dürfen nur zwei Leute plus einem Trainer auf dem Platz sein. Es darf nur Einzel gespielt werden, Doppel nur mit einem Familienmitglied, sind nur einige der im Hygienekonzept des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB) geforderten Maßnahmen.

„Es ist ja ein Klubraum und keine Gaststätte. Wir wissen gar nicht, zu was er zählt, also bleibt er vorerst geschlossen.“Daniel Rolfes, Sportwart TC Nikolausdorf-Garrel

„Ärgerlich ist es vor allem bei Regen, denn dann dürfen wir nicht in die Halle, weil Indoorsport noch verboten ist“, meint Rolfes. Auch der schmucke Klubraum fristet derzeit ein eher tristes Dasein. „Es ist ja ein Klubraum und keine Gaststätte. Wir wissen gar nicht, zu was er zählt, also bleibt er vorerst geschlossen“, sagt Willenborg.

Derzeit verfügt der Verein über sieben Mannschaften im Erwachsenenbereich und zwölf Jugendteams. Der am 17. Juni 1972 von einer Interessengemeinschaft mit Hermann Backhaus an der Spitze gegründete Klub erfährt vor allem im Nachwuchsbereich reichlich Zulauf. Unter der Leitung von Trainer Robert Presche jagen bis zu 90 Kinder der gelben Filzkugel hinterher. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir das in den Erwachsenenbereich transportiert bekommen“, setzt Sportwart Rolfes große Hoffnungen in die talentierten Nachwuchsakteure.

Ü30 Männer sind sportliches Aushängeschild

Sportliches Aushängeschild des Klubs ist das Männerteam der über 30-Jährigen. In der Wintersaison 2018/2019 spielte die Mannschaft in der Regionalliga Nord-Ost, der höchsten deutschen Spielklasse. Trotz zweier Unentschieden und einem Sieg reichte es nicht ganz zum Klassenerhalt, so dass in der neuen Serie die Nordliga angesagt war. In der Besetzung Daniel Rolfes, Christoph Bullermann, Marc-Oliver Cyganek, Marco Schlicker, Igor Grabowski und Dennis Willenborg verpasste die Mannschaft den Wiederaufstieg nur knapp und wurde hinter TC Alsterquelle Hamburg Vizemeister.

Herausragender Akteur im Team war wieder einmal Daniel Rolfes, der alle seine Einzel in jeweils zwei Sätzen gewann. Doch damit nicht genug. Im Februar feierte Rolfes seinen bislang größten Erfolg. Bei den Meisterschaften in Celle sicherte er sich mit einem 6:4 und 6:3-Finalerfolg gegen Percy Rowlin den Titel des Norddeutschen Meisters in der Altersklasse der über 40-Jährigen. Nur wenige Wochen nach seinem 40. Geburtstag hatte Rolfes die Erklärung für seinen Triumph parat. „Ich war ja noch der Youngster. Meine Gegner waren ja alle älter als ich“, schmunzelt er.

„Ich glaube nicht, dass in dieser Sommersaison noch gespielt wird.“Daniel Rolfes

Bleibt die Vorbereitung auf die Sommersaison, deren Austragung wie in vielen anderen Sportarten noch mit einem dicken Fragezeichen versehen ist. Rolfes, Willenborg und Co. gehen in der Oberliga an den Start. Der Auftakt war für den 2. Mai geplant. Ob überhaupt, und wenn, ab wann gespielt werden kann, steht noch in den Sternen. Eine endgültige Entscheidung des TNB ist für den 30. Mai anvisiert, der Start könnte dann ab Mitte Juni erfolgen. „Ich glaube nicht, dass in dieser Sommersaison noch gespielt wird“, meint Rolfes. Folglich ist bis dahin Training angesagt. Und da mangelt es dem Norddeutschen Meister an geeigneten Kontrahenten keineswegs.

Nachwuchs steht in den Startlöchern

Neben den Teamkollegen erwächst ihm Konkurrenz im eigenen Haus. Der neunjährige Sohn Ben ist aktuell bereits die Nummer eins in Norddeutschland. „Er will unbedingt Tennisprofi werden. Noch fünf oder sechs Jahre, dann hat er mich“, schmunzelt Vater Daniel.

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