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Alexander Kosenkow rast zum Weltrekord

Der Sprinter aus Steinfeld hat beim Leichtathletik-Meeting in Leipzig eine neue 200-m-Bestmarke in seiner Altersklasse 45-49 aufgestellt.

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Bereit für den Weltrekord: Sprinter Alexander Kosenkow aus Steinfeld bei seinen 200-m-Vorbereitungen in Leipzig. Foto: Christian Modla

Bereit für den Weltrekord: Sprinter Alexander Kosenkow aus Steinfeld bei seinen 200-m-Vorbereitungen in Leipzig. Foto: Christian Modla

Je oller, je doller: Sprinter Alexander Kosenkow hat einmal mehr für Furore gesorgt. Der Leichtathletik-Dauerbrenner aus Steinfeld, der im März 45 Jahre alt wird, hat am Mittwoch beim Hallenmeeting des SC DHfK Leipzig einen neuen 200-m-Weltrekord in seiner Altersklasse 45-49 aufgestellt.

Der viermalige Olympia-Teilnehmer und vierfache EM-Medaillengewinner, der fast zwei Jahrzehnte lang eine feste Größe in der deutschen 4x100-m-Staffel war, nutzte die Top-Bedingungen auf der Rundbahn der Arena Leipzig und den günstigen Kurvenradius auf Außenbahn sechs zu einem fantastischen Lauf. In 22,21 Sekunden blieb der 44-Jährige klar unter der alten Bestmarke von 22,46.

„Es hat alles gepasst“, freute sich Kosenkow über seinen Rekordlauf und ergänzte: „Diese Zeiten fixen mich einfach an.“ Das Ausreizen von Grenzen treibt den Routinier an. Ein Start bei einer Senioren-DM oder WM ist dagegen nichts für ihn: „Diese Titel interessieren mich eher weniger.“ DLV-Bundestrainer Ronald Stein sagte derweil über den Coup seines früheren Schützlings: „Für so einen verdienstvollen Mann haben wir gern die Außenbahn freigehalten.“

Als "Guide" ist die Para-WM 2023 in Paris das Ziel

Im Kurzsprint über 60 m verpasste Kosenkow den AK-Weltrekord nur ganz knapp. Er blieb in 7,00 Sekunden nur drei Hundertstel über der aktuellen Bestmarke (6,97). Die 7,00 Sekunden bedeuteten für Kosenkow aber die Einstellung des deutschen Rekordes in seiner Altersklassen, den er selbst am 8. Januar in Dortmund aufgestellt hatte.

Apropos deutscher Rekord: Wenige Tage vor dem Meeting in Leipzig hatte Kosenkow als „Guide“ des sehbehinderten Sprinters Marcel Böttger (27/ Kassel) bereits eine neue nationale Bestmarke feiern können. Das Duo verbuchte bei der Hallen-DM der Para-Leichtathletik in Erfurt eine 60-m-Zeit von 7,21 Sekunden – für Böttger war's ein neuer Rekord in seiner Schadensklasse T12.

Das nächste große Highlight für Böttger/Kosenkow, die im vergangenen Jahr bei den Paralympics in Tokio am Start warten, sind die Para-Weltmeisterschaften 2023 in Paris. Die geplanten Titelkämpfe 2022 in Kobe/Japan waren kürzlich coronabedingt abgesagt worden.

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