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Alarmsignale beim VfL Oythe: Es wird Zeit für einen Ruck

Beim Fußball-Landesligisten läuft's nicht rund. Und ausgerechnet jetzt geht's zum Spitzenreiter SC Melle.

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Leicht angeschlagen: Oythes Nico Emich (links), hier im Spiel gegen Voxtrup, musste in Holthausen verletzt raus. Foto: Schikora

Leicht angeschlagen: Oythes Nico Emich (links), hier im Spiel gegen Voxtrup, musste in Holthausen verletzt raus. Foto: Schikora

Wie geht's den Fußballern des VfL Oythe gerade? Vielleicht hilft ein Vergleich mit dem Boxen, um diese Frage anschaulich zu beantworten. Oythe, vor der Saison und auf dem Papier ohne Frage ein Kandidat für einen Top-4-Platz, wankt in diesen Tagen durch den Landesliga-Ring. Schwer gezeichnet und irgendwie auch schlapp auf der Brust. Erst gab's eine Tracht Prügel vom VfR Voxtrup (1:4), ehe der SV Holthausen/Biene kräftig austeilte und beim 1:5 sogar noch gnädig war. Oythes Deckung? Sträflich offen, freie Bahn für volle Breitseite. Der Angriff? Kein Punch, leicht zu durchschauen, leicht zu verteidigen. Die Folge: vorletzter Platz in der Staffel II.

Jetzt sind Nehmerqualitäten gefragt, um nicht komplett auf die Bretter geschickt zu werden. Oder wie Coach Raphael Dornieden es formuliert: „Wir müssen wieder mehr als Mannschaft arbeiten und verteidigen.“ Zuletzt war sein Team beim ersten Tiefschlag in seine Einzelteile zerfallen. Und ausgerechnet jetzt geht's zum nächsten Schwergewicht, zum neuen Spitzenreiter SC Melle. Am Freitag um 20.00 Uhr läuft Oythe beim Aufstiegsrunden-Anwärter auf – verbunden mit der Hoffnung, mal wieder konkurrenzfähig zu sein.

Was passieren kann, wenn man Melle gewähren lässt, bekam GW Mühlen am vergangenen Sonntag zu spüren. Mit 0:7 gingen die Grün-Weißen unter. Ein Ergebnis, das auch in Oythe die Alarmglocken schrillen lässt. Dornieden mahnt eindringlich: „Es geht nur über den Willen. Wie wollen wir uns präsentieren? Wie bringt sich jeder ein? Es geht im Moment nur über den Kampf, über die Laufbereitschaft.“ Dass er das derzeit einfordern muss, sei bedenklich, aber auch unvermeidbar. „Wir haben in den letzten zwei Spielen die einfachen Sachen, die grundlegenden Sachen vermissen lassen. Und so holst du dann in der Landesliga keinen Punkt“, so Dornieden.

Natürlich sei der Kader klein, natürlich sei der Konkurrenzkampf „viel zu gering“, natürlich sei der Fitnesszustand innerhalb des Teams auch durch die vier Corona-Quarantänen „sehr unterschiedlich“, doch all das seien unterm Strich „billige Ausreden“. Mehr Gegenwehr ist gefragt. Dornieden hofft, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht: „Wir tun gut daran, uns anders zu orientieren. Wir sollten die Tabelle mal zur Seite legen, Platz vier ist gerade utopisch. Es geht jetzt erst mal darum, Leistung zu bringen und Punkte zu sammeln.“

Ein Unterfangen, für das am Freitag in Melle neben Felix Schneppe auch Markus Lübberding (Muskelfaserriss) und Lukas Büssing (Leiste/Studium) nicht zur Verfügung stehen. Ob Nico Emich (dicker Knöchel) mitwirken kann, ist noch offen.

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