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Abstiegsgefahr wird immer größer

Im Tiebreak lagen die Gastgeberinnen schon mit 12:7 vorne. Aber sie brachten den Vorsprung trotz zweier Matchbälle nicht ins Ziel. Am Ende triumphierte das Auswahlteam aus Westfalen mit 19:17.

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Lange auf Kurs, am Ende geschlagen: Ilona Dacevič nimmt es hier mit dem VCO-Block (links: Carlotta Klemm, rechts: Fiona Baker) auf. Der TVC verlor gegen Olympia Münster mit 2:3.	Foto: Langosch

Lange auf Kurs, am Ende geschlagen: Ilona Dacevič nimmt es hier mit dem VCO-Block (links: Carlotta Klemm, rechts: Fiona Baker) auf. Der TVC verlor gegen Olympia Münster mit 2:3. Foto: Langosch

Der Abstieg aus der Dritten Liga West nimmt für die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg immer konkretere Formen an. 14 Tage nach dem 0:3 beim direkten Konkurrenten TV Hörde verspielten sie gegen den VC Olympia Münster eine 2:0-Führung und hatten noch mit 2:3 (25:17, 25:23, 13:25, 20:25, 17:19) das Nachsehen.

„Da fehlen zwei Punkte“, meinte ein konsternierter TVC-Trainer Tomislav Ristoski. Denn zunächst hatte es nach einem klaren Erfolg für die Gastgeberinnen ausgesehen. Zwar waren die Cloppenburgerinnen zunächst mit 3:8 ins Hintertreffen geraten, aber vor allem dank einer starken Aufschlagserie von Ilona Dacevič von 7:9 auf 14:9 drehten sie das Spiel. Sie waren nun klar Chef im Ring, nach nur 19 Minuten war mit dem deutlichen 25:17 die 1:0-Führung perfekt.

Die Dominanz aus dem ersten Durchgang nahm der TVC zunächst mit. Aber er gab einen schnellen 9:3-Vorsprung wieder her. Nach einem 13:13 wogte die Partie hin und her. Aber es war wieder das Heimteam, welches das bessere Ende für sich hatte. Aus einem 20:20 machte es mit dem zweiten Satzball ein 25:23 zum 2:0.

Damit schien die Partie gelaufen, zudem die Mannschaft von Trainer Ristoski im dritten Abschnitt ein 3:0 vorlegte. Aber danach kam nicht mehr viel. Aus einem 6:6 und 9:12 wurde ein 10:20. Nicht einmal der Umstand, dass sich die Nachwuchsspielerinnen aus Münster (keine von ihnen ist im vergangenen Jahrtausend geboren) vier Fehlangaben leisteten, nutzte der TVC für sich. Vielmehr schaffte Olympia mit 25:13 den Anschluss und behielt auch anschließend die Zügel fest in der Hand. Nach Zwischenständen von 8:3 und 16:10 schrumpfte der Vorsprung der Gäste zwar noch zusammen, aber dichter als bis auf 19:21 kamen die Cloppenburgerinnen nicht mehr heran. Letztlich schaffte VCO mit 25:20 den Ausgleich.

Nun aber sollte wenigstens der Sieg im Tiebreak her. Diese Devise setzte Cloppenburg erst einmal gut um. Ein 4:1 und 7:3 gab aber nicht die erhoffte Sicherheit. Statt dessen kamen die Münsteranerinnen, die außer Konkurrenz in der Dritten Liga mitspielen, auf 7:8 heran. Das war aber kein Problem, denn der TVC sammelte sich wieder und legte ein 12:7 vor. Damit wähnten sich die Gastgeberinnen offenbar schon am Ziel, aber sie machten den Sack nicht zu.

Olympia witterte seine Chance und fasste beherzt zu. Den Rückstand hatte das Stützpunktteam beim 13:13 aufgeholt und damit ein packendes Finale eingeläutet. Beide Teams vergaben zwei Matchbälle, beim dritten Anlauf stand Münster das Glück zur Seite. Marianna Sharafutdinovas Aufschlag geriet zum Netzroller und tropfte als Ass ins TVC-Feld. Mit 19:17 holten sich die Gäste den Sieg.

„Wir haben wieder einmal in den entscheidenden Situationen Fehler gemacht“, meinte Cloppenburgs Coach Tomislav Ristoski. „Da fehlt einfach die Konzentration und außerdem haben wir in den wichtigen Phasen nicht das gespielt, was wir abgesprochen hatten. So wird es nicht für den Klassenerhalt reichen.“

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