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97:84 - Rasta gewinnt das Kellerduell

Aufatmen beim heimischen Basketball-Bundesligisten: Durch den Erfolg gegen die Gießen 46ers gab Rasta den letzten Tabellenplatz ab.

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Matchwinner: Jean Salumu, der 26 Punkte machte. Foto: Schikora

Matchwinner: Jean Salumu, der 26 Punkte machte. Foto: Schikora

Große Erleichterung bei Rasta Vechta: Der heimische Basketball-Bundesligist hat am Samstagabend das Kellerduell gegen die Gießen 46ers mit 97:84 (43:41) gewonnen und damit den letzten Platz an die Hessen abgegeben. Überragender Akteur bei Rasta war Jean Salumu mit 26 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten Jordan Barnett (16), Josh Young (13), Robin Christen (11) und Dennis Clifford (10), der auch zehn Rebounds holte und damit sein fünftes Double-Double in dieser Saison verbuchte. Das Kellerduell und seine Etappen:

Die Ausgangslage: Mehr Kellerduell geht nicht. Hier Rasta Vechta, Tabellenletzter mit 2:22 Punkten; dort die Gießen 46ers, Vorletzter mit 4:20 Punkten. Kein Wunder also, dass Rastas Trainer Thomas Päch dem Spiel eine „gewisse Wichtigkeit und Bedeutung“ attestierte und feststellte: „Beide haben Druck“. Die letzten fünf Pflichtspiele gegen die Hessen hatte Rasta gewonnen, zuletzt im Oktober im Pokal mit 99:85.

Das Personal, Teil eins: Zwei Neuzugänge standen unter besonderer Beobachtung. Bei Rasta feierte der australische Power Forward Jesse Hunt sein Debüt; der 23-Jährige war vor einer Woche vom zypriotischen Champions-League-Teilnehmer Keravnos Stovolou gekommen. Bei den Gießen 46ers feierte unterdessen Ex-Kapitän John Bryant (33) sein Comeback nach seinem Abschied im Sommer (nach drei Jahren und 86 Spielen) sowie einem Abstecher in die 2. Liga ProA (sieben Spiele für Paderborn). Sein bislang letztes Spiel für die 46ers hatte der 2,11 m großeUS-Center mit deutschem Pass am 29. Februar 2020 gemacht - beim 72:73 in Vechta. 

Nur Zuschauer: Der verletzte Philipp Herkenhoff sowie Ikenna Iroegbu und Will Vorhees (von links). Foto: SchikoraNur Zuschauer: Der verletzte Philipp Herkenhoff sowie Ikenna Iroegbu und Will Vorhees (von links). Foto: Schikora

Das Personal, Teil zwei: Rasta hat nach der Verpflichtung von Hunt acht ausländische Profis im Kader, aber nur sechs dürfen spielen. Wer setzt aus? Die Wahl fiel diesmal auf den vor Weihnachten nachverpflichteten Ikenna Iroegbu sowie Will Vorhees. Stefan Peno, der vor einer Woche beim ersten Saisonsieg gegen Bamberg pausiert hatte, stand wieder im Kader. Auch Gießen hat nach der Verpflichtung von Center Chad Brown, der vor einer Woche sein Debüt gab, einen Ausländer zu viel im Kader; bei den 46ers setzte Liam O'Reilly aus, der im Pokalspiel gegen Rasta 16 Punkte gemacht hatte.

Das Personal, Teil drei: Für Rastas Robin Christen und Gießens Brandon Bowman war's ein Duell gegen den Ex-Klub. Christen, aufgewachsen in Lich rund 15 Kilometer von Gießen entfernt, spielte drei Jahre lang für das Farmteam der Hessen und absolvierte im vergangenen Jahr einen Großteil seiner Reha bei den 46ers. Er sagte vor dem Kellerduell: „Wir wollen allen beweisen, dass das Bamberg-Spiel kein Strohfeuer war. Aus den letzten Wochen müssen wir gelernt haben, dass die Energie, die wir brauchen, nicht vom Himmel fällt - die müssen wir selber kreieren.“ Gießen bot derweil in Bowman einen Ex-Rastaner auf. Der 36 Jahre alte Wandervogel - Gießen ist seine 24. Station seit seinem Europa-Debüt 2008 - absolvierte in Rastas erster BBL-Saison 2013/14 insgesamt 23 Spiele für das Pat-Elzie-Team. Sein Ausblick: „Ich erwarte eine Schlacht.“

Das 1. Viertel: Die ersten Rasta-Akzente im Angriff setzte Tim Hasbargen mit zwei Korblegern. Die nächsten zwölf Punkte der Gastgeber teilten sich dann Christen und Jean Salumu. Christen brachte Rasta insgesamt dreimal in Führung (11:9, 14:12, 21:19). Nach zehn Minuten lag Vechta mit 22:19 vorne.

Das 2. Viertel: Dank guter Defense setzte sich Rasta auf 29:19 ab, viertelübergreifend war's ein 11:0-Lauf. Diesen Vorsprung konnten die Gastgeber lange halten (31:22, 33:24, 38:29) - und nach den Punkten zehn, elf und zwölf von Salumu führte Rasta mit 41:30. Aber: Gießen ließ sich nicht abschütteln und glich mit einer eigenen 11:0-Serie zum 41:41 aus. In dieser Phase kam Rastas Defense zwei-, dreimal zu spät. Zur Pause führte Vechta dann mit 43:41, Josh Young war nach dem fünften Assist von Dennis Clifford per Korbleger erfolgreich.

Dribbling im Kellerduell: Rastas Jannes Hundt (links). Foto: SchikoraDribbling im Kellerduell: Rastas Jannes Hundt (links). Foto: Schikora

Das 3. Viertel: Rasta kam extrem bissig aus der Kabine und setzte sich mit einem 8:0-Lauf auf 51:41 ab. Stark in dieser Phase: Tim Hasbargen mit fünf Punkten und zwei Steals. Gießen verkürzte danach auf 50:55, weil Jonathan Stark heiß lief. Aber Rasta blieb cool und konterte mit einer 9:0-Serie zum 64:50, zu der Jordan Barnett sieben Punkte beisteuerte. Barnett schloss danach das dritte Viertel mit einem weiteren Dreier zum 69:55 ab.

Das 4. Viertel: Einmal „on fire“, legte Barnett den nächsten Dreier zum 72:55 nach. Plus 17 - Rastas größte Führung bis dato. Bis zum 78:63 und 80:65 hatte Rasta alles im Griff, ehe eine 0:8-Serie zum 80:73 wieder für neue Spannung sorgte. Als die Partie auf der Kippe stand, gab's wichtige Rasta-Punkte durch Young (zum 83:73), Christen (zum 86:76) und Salumu (zum 88:78). Und die letzten Zweifel räumte Rasta an der Freiwurflinie aus.  

Der Ausblick: Für Rasta geht's am kommenden Freitag (19.00 Uhr) mit dem nächsten Kellerduell bei der BG Göttingen weiter.


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Rasta Vechta - Gießen 46ers 97:84 (43:41)

  • Viertel: 22:19, 21:22, 26:14, 28:29
  • Punkte Vechta: Jean Salumu (26), Jordan Barnett (16), Josh Young (13), Robin Christen (11), Dennis Clifford (10), Tim Hasbargen (9), Jesse Hunt (5), Stefan Peno (4), Jannes Hundt (2), Björn Rohwer (1).
  • Punkte Gießen: Brandon Thomas (19), Jonathan Stark (15), Ferdinand Zylka (12), Chad Brown (10), Bjarne Kraushaar, Brandon Bowman (je 7), Alen Pjanic, Isaac Hamilton (je 5), Scottie James, John Bryant (je 2).

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