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93:87 - Rasta Vechta II schockt den Aufstiegsfavoriten

Der Aufsteiger in die 2. Bundesliga ProB Nord besiegt Wolmirstedt und macht dabei einen 19-Punkte-Rückstand wett. Der Trainer war danach mächtig stolz.

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Matchwinner bei der Defense-Arbeit: Rastas Kevin Smit (Mitte) gegen Wolmirstedts Topscorer Martin Bogdanov. Foto: Schikora

Matchwinner bei der Defense-Arbeit: Rastas Kevin Smit (Mitte) gegen Wolmirstedts Topscorer Martin Bogdanov. Foto: Schikora

Standing Ovations nach dem irren Comeback: Die Basketballer von Rasta Vechta II haben in der 2. Bundesliga ProB Nord für einen ersten Paukenschlag gesorgt. Der Aufsteiger setzte sich am Sonntagnachmittag gegen den ProA-Anwärter SBB Baskets Wolmirstedt mit 93:87 (33:48) durch und feierte damit eine gelungene Heimpremiere. Und: Das Team von Coach Hendrik Gruhn, das in der Vorsaison auf dem Weg zur Meisterschaft in der 1. Regionalliga alle 16 Heimspiele gewonnen hatte, untermauerte auch eine Etage höher seine Heimstärke.

Die 200 Besucher im Rasta-Dome, die das Vorspiel für die ProA-Partie gegen Bremerhaven verfolgten, sahen eine irre Aufholjagd der Gastgeber. Rasta II, das am ersten ProB-Spieltag bei den RheinStars Köln mit 63:78 verloren hatte, lag bereits mit 19 Punkten zurück (33:52) und gewann das furiose Schlussviertel mit 35:17. Sehr zur Freude der Fans, die für eine tolle Stimmung in der Halle sorgten.

„Riesenkompliment an die Jungs, dass sie nie aufgegeben haben“, sagte Gruhn nach der gelungenen Aufholjagd. Und er ergänzte: „So einen Comeback-Sieg gegen das vermeintlich beste Team der Liga einzufahren, macht mich stolz.“ Unglaublich: Rasta II traf im letzten Viertel acht Dreier bei nur zehn Versuchen. „Im vierten Viertel sind die Würfe endlich gefallen, gerade bei Kevin. Er hat uns am Ende wieder den Allerwertesten gerettet“, sagte Gruhn. Gemeint war Anführer Kevin Smit, der mit 23 Punkten nicht nur Topscorer beim Sieger war, der Spielmacher kam im letzten Viertel (4/5 Dreier) auf 18 Punkte. Ebenfalls zweistellig punkteten die Neuzugänge J.J. Culver (20) und Leon Okpara (17) sowie U-18-Nationalspieler Kilian Brockhoff (11).

Während die Gastgeber ihr finales Glück kaum fassen konnten, war der Frust bei Wolmirstedt groß. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt, angereist als Aufstiegsfavorit Nummer eins, haderten mit dem Einbruch auf den letzten Metern. „Wir müssen das Spiel klarmachen. Aber Respekt an Vechta, sie haben immer an sich geglaubt“, sagte Gäste-Trainer Eiko Potthast: „Wenn man den Deckel nicht draufmacht, dann passiert so etwas.“ Auch Wolmirstedt, das seinen Topscorer in Ex-BBL-Profi Martin Bogdanov (25 Punkte) hatte, sei noch in der „Lernphase“.

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