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92:77 - Rasta sendet starkes Lebenszeichen

Der Basketball-Bundesligist besiegt nach zuvor acht Niederlagen in Serie den Playoff-Kandidaten Ulm und verlässt den letzten Platz.

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Duell der Guards: Rastas Stefan Peno (links) gegen Ulms John Petrucelli. Foto: Schikora

Duell der Guards: Rastas Stefan Peno (links) gegen Ulms John Petrucelli. Foto: Schikora

Rasta Vechta hat im Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga ein starkes Lebenszeichen gesendet: Der bisherige Tabellenletzte feierte am Samstagabend nach zuvor acht Niederlagen in Folge einen überraschenden 92:77 (41:35)-Sieg gegen Ratiopharm Ulm und gab den letzten Platz wieder an die Gießen 46ers ab. Für Rasta war's im zehnten Anlauf der erste Sieg gegen Ulm. Topscorer bei Rasta war der Ex-Ulmer Edgar Sosa mit 20 Punkten, gefolgt von Tim Hasbargen (17), Will Vorhees (13), Robin Christen, Jesse Hunt (je 11) und Dennis Clifford (10). Das Spiel und seine Etappen:  

Die Ausgangslage: Acht Niederlagen in Serie, letzter Tabellenplatz, acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer - Rasta stand als krasser Außenseiter abermals mit dem Rücken zur Wand, zog aber einiges an Zuversicht aus dem Hinspiel (73:74) sowie aus dem guten Auftritt gegen Bayern München am vergangenen Sonntag. Ulm befindet sich indes mit 28:16 Punkten klar auf Playoff-Kurs. Sportdirektor Thorsten Leibenath sprach vor der Partie von einem "soliden sechsten Platz", den man in Vechta weiter absichern wolle. Patzer verboten! "Wir wollen nicht die vierte Mannschaft sein, die gegen Vechta verliert", sagte Leibenath. Ulm verlor zuletzt gegen Alba Berlin, feierte davor aber vier Siege in Serie. 

Das Personal: Können Josh Young und Dennis Clifford wieder spielen? Das war die große Frage vor dem Spiel. Die Antwort: Clifford war zurück auf dem Parkett, Young verlor derweil den Wettlauf mit der Zeit, der Kapitän muss sich noch ein wenig gedulden. Und Ulm? Der Kader des Vizemeisters von 2012 und 2016 war komplett. Anfang März hatte US-Guard John Petrucelli sein Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause (Rücken) gefeiert.

Ex-Ulmer gegen zwei Ulmer: Rastas Edgar Sosa (links) gegen Thomas Klepeisz (Mitte) und Dylan Osetkowski. Foto: SchikoraEx-Ulmer gegen zwei Ulmer: Rastas Edgar Sosa (links) gegen Thomas Klepeisz (Mitte) und Dylan Osetkowski. Foto: Schikora

Das 1. Viertel: Rasta erwischte einen Start nach Maß. Der Ex-Ulmer Edgar Sosa, Robin Christen per Dreier und Jesse Hunt sorgten mit ihren Punkten für eine 7:0-Führung. Aber: Wie gewonnen, so zerronnen. Ulm konterte mit einer 12:0-Serie; in dieser Phase traf Rasta zwei offene Dreier nicht und leistete sich drei Turnover. Auf einen 10:17-Rückstand antwortete Vechta dann mit sechs Punkten in Serie von Will Vorhess. 16:17, 19:21, 22:24 - Rasta war wieder voll drin im Spiel.

Das 2. Viertel: Der gute Eindruck vom ersten Viertel bestätigte sich im zweiten Abschnitt. Rasta spielte eine starke Defense und führte mit 27:24. Es dauerte exakt drei Minuten bis zu den ersten Ulmer Punkten im zweiten Viertel. Rasta warf alles in die Waagschale. Offensiv klappte zwar nicht alles, aber in der Defense packte der Tabellenletzte gut zu. Angeführt von Clifford und Sosa, die sich nach dem 27:27 die 14 Rasta-Punkte zur 41:35-Pausenführung teilten (6 von Clifford, 8 von Sosa), packte der krasse Außenseiter seine Chance beim Schopfe.

Das 3. Viertel: Unmittelbar nach dem Seitenwechsel folgte die mit Abstand beste Rasta-Phase seit Wochen. Vechta setzte sich mit starker Defense und guten Quoten im Angriff auf 55:38 ab. Plus 17 - der Glaube an die Überraschung wurde von Minute zu Minute größer. Rasta steckte auch eine klitzekleine Schwächephase am Ende des dritten Viertels weg. Und dann kam das Highlight der Partie: Jannes Hundt traf mit der Schlusssirene aus der eigenen Hälfte zum 70:55. Ein irres Ding - perfekt für die "Top 10" der Woche.

Das 4. Viertel: Mit der satten Führung im Rücken spielte Rasta mutig und entschlossen weiter. 76:59, 80:61, 87:66 - der Tabellenletzte hatte alles im Griff, während Ulm mehrfach mit den Schiedsrichtern haderte und keinen Zugang mehr in die Partie fand. 

Mitspieler gesucht: Rastas Robin Christen (rechts) gegen Ulms Troy Caupain. Foto: SchikoraMitspieler gesucht: Rastas Robin Christen (rechts) gegen Ulms Troy Caupain. Foto: Schikora

Der Ausblick: Für Rasta Vechta geht's mit dem Derby bei den EWE Baskets Oldenburg weiter. Das Weser-Ems-Duell steigt am kommenden Freitag (19. März, 19.00 Uhr) in Oldenburg.


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Rasta Vechta - Ratiopharm Ulm 92:77 (41:35)

  • Viertel: 22:24, 19:11, 29:20, 22:22.
  • Punkte Vechta: Edgar Sosa (20), Tim Hasbargen (17), Will Vorhees (13), Jesse Hunt, Robin Christen (je 11), Dennis Clifford (10), Stefan Peno (7), Jannes Hundt (3).
  • Punkte Ulm: Troy Caupain (22), Andreas Obst (11), Dylan Osetkowski (8), Per Günther (7), Cameron Clark (6), Aric Holman (6), Demitrius Conger (5), John Petrucelli (5), Thomas Klepeisz (4), Isaiah Wilkens (3).

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