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90:82 - Rasta feiert seinen ersten Sieg

Aufatmen an der Pariser Straße: Vechtas Basketballer rangen Brose Bamberg nieder - angeführt vom überragenden Jean Salumu.

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Im Vorwärtsgang: Rastas Jean Salumu (links) gegen Bambergs Kenneth Ogbe. Foto: Schikora

Im Vorwärtsgang: Rastas Jean Salumu (links) gegen Bambergs Kenneth Ogbe. Foto: Schikora

Das Warten hat ein Ende, der erste Sieg ist da: Die Basketballer von Rasta Vechta haben ihre Durststrecke in der 1. Bundesliga beendet. Nach elf Niederlagen in Serie feierte Rasta am Freitagabend einen 90:82 (39:36)-Erfolg gegen Brose Bamberg und holte sich neues Selbstvertrauen für den Abstiegskampf. Rasta, das vor der Partie die Verpflichtung des australischen Power Forwards Jesse Hunt (23/von Keravnos Stovolou) bekanntgegeben hatte, hat nun 2:22 Punkte auf dem Konto. Überragender Akteur beim Sieger war Jean Salumu mit 25 Punkten, gefolgt von Josh Young (16), Dennis Clifford (14) und Robin Christen (12). Das Spiel und seine Etappen:

Das Personal: Beide Teams mussten erneut auf einen verletzten Stammspieler verzichten. Bei Rasta fehlte Philipp Herkenhoff aufgrund seiner Sehnenverletzung in der Fußsohle. Und bei Bamberg ist Guard Tyler Larson aufgrund von Achillessehnen- und Knieproblemen weiter außer Gefecht. Die Frage, wer bei Rasta als siebter Ausländer aussetzen muss, beantwortete Coach Thomas Päch diesmal mit „Stefan Peno“. Jordan Barnett, der dreimal in Folge zuschauen musste, war derweil nach einer starken Trainingswoche wieder im Kader.

Das 1. Viertel: Der Bann ist gebrochen: In den ersten elf Liga-Spielen hatte Rasta immer das erste Viertel verloren (im Schnitt mit acht Punkten Differenz), diesmal jedoch nicht. Nach einer Gedenkminute für den langjährigen Spitzenfunktionär Walther Tröger, der am 30. Dezember im Alter von 91 Jahren verstorben war, lieferte Rasta dem Favoriten sofort einen offenen Fight. Die Defense war verbessert – und vorne bildeten vier Dreier von Tim Hasbargen, Jean Salumu und Robin Christen (2) die Basis für das 20:19 nach zehn Minuten.

Zweikampf unter Brüdern: Der Bamberger Bennet Hundt (links) gegen seinen Bruder Jannes. Foto: Schikora Zweikampf unter Brüdern: Der Bamberger Bennet Hundt (links) gegen seinen Bruder Jannes. Foto: Schikora 

Das 2. Viertel: Rasta blieb mit dem Fuß auf dem Gas und erkämpfte sich mit einer 11:0-Serie eine 31:22-Führung, Christen traf in dieser Phase seinen dritten Dreier. Aber die Bamberger kamen zurück; angeführt von Kenneth Ogbe. Der zuletzt von seinem Coach heftig kritisierte und öffentlich an den Pranger gestellte Guard traf seine Dreier zwei und drei. 31:27, 34:32, 39:36 – es war eine enge Kiste mit knappen Rasta-Führungen. Ärgerlich für Vechta: Ein größeres Polster war möglich.

Das 3. Viertel: Nach Bambergs Ausgleich zum 42:42 drehte Salumu auf, der Belgier machte acht Punkte in Serie zum 50:42 – und nach Will Vorhees' Korbleger zum 54:44 führte Rasta erstmals zweistellig, gefolgt von einem 59:46. Aber: Die Gastgeber ließen vorne drei, vier gute Chancen liegen, was Bamberg mit drei Dreiern eiskalt bestrafte. Rastas bitteren 0:11-Lauf zum 59:57 beendete Jordan Barnett per Dreier zum 62:57. Und nach einem weiteren Dreier von Hasbargen ging es mit einem 65:59 ins Schlussviertel.

Das 4. Viertel: Wow, was für ein Schlussviertel! Rasta und der Ex-Abo-Meister lieferten sich in der Offense einen hochklassigen Schlagabtausch. Dreier hier, Dreier da – und Rasta hielt seine Führung bis zwei Minuten vor dem Ende konstant bei sieben bis neun Punkten (74:66, 78:71, 85:76). Aber dann wackelte der Außenseiter plötzlich. Eine 0:6-Serie zum 85:82 brachte den ersehnten Erfolg ins Wanken. Der defensiv wie offensiv überragende Salumu machte dann mit fünf Freiwurf-Punkten in Serie alles klar. 90:82 – endlich der erste Sieg.

Der Ausblick: Für Rasta steht am nächsten Samstag (16. Januar, 20.30 Uhr) das ultimative Kellerduell gegen die Gießen 46ers an. Die Hessen mussten am Freitag den Abgang von Leistungsträger Johannes Richter verkraften. Der Power Forward wechselt mit sofortiger Wirkung zu den Hamburg Towers.


Rasta Vechta - Brose Bamberg 90:82 (39:36)

  • Viertel: 20:19, 19:17, 26:23, 25:23.
  • Punkte Vechta: Jean Salumu (25), Josh Young (16), Dennis Clifford (14), Robin Christen (12), Tim Hasbargen, Jordan Barnett (je 6), Will Vorhees (5), Björn Rohwer (4) und Ikenna Iroegbu (2).
  • Punkte Bamberg: Devon Hall (18), Christian Sengfelder, Dominic Lockhart (je 14), Kenneth Ogbe (13), Michele Vitali (11), David Kravish (8) und Chase Fieler (4).

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