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89:94 - Rastas Negativserie hält an

Die Basketballer von Rasta Vechta haben ihre sechste Niederlage in Folge kassiert. Bei den Telekom Baskets Bonn gab's am Samstagabend ein 89:94 (48:48). Rasta fiel auf den letzten Platz zurück.

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Duell der Big Men: Rastas Will Vorhees (rechts) gegen Bonns Leon Kratzer. Foto: nph/Meuter

Duell der Big Men: Rastas Will Vorhees (rechts) gegen Bonns Leon Kratzer. Foto: nph/Meuter

Die rote Laterne brennt wieder an der Pariser Straße: Die Basketballer von Rasta Vechta haben ihre sechste Niederlage in Folge kassiert und sind in der 1. Bundesliga auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen. Das Team von Trainer Thomas Päch verlor am Samstagabend bei den Telekom Baskets Bonn mit 89:94 (48:48). Da das bisherige Schlusslicht Gießen 46ers einen Heimsieg gegen Bayreuth feierte, ist Rasta wieder Tabellen-18. - der Weg zum Klassenerhalt wird immer steiniger. In Bonn feierte Edgar Sosa ein starkes Debüt im Rasta-Trikot, er war mit 30 Punkten der Topscorer des Abends. Ebenfalls bärenstark beim Verlierer: Tim Hasbargen mit 24 Punkten und einer tollen Dreier-Quote (5/9). Neben Sosa und Hasbargen punktete nur noch Robin Christen zweistellig (10). Bester Bonner war Chris Babb mit 18 Punkten. Das Spiel und seine Etappen:

Die Ausgangslage: Die Bonner hatten sich vor der Länderspielpause ein wenig von den Abstiegsplätzen entfernt. Drei Siege in Serie sorgten für eine gewisse Erleichterung am Hardtberg, wo Rastas heutiger Coach Thomas Päch fast auf den Tag genau vor einem Jahr entlassen worden war. Bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte war der Erfolgsdruck groß, denn der Rückstand auf das rettende Ufer war durch fünf Niederlagen in Serie größer geworden. Immerhin gab's vor dem Sprungball im Telekom-Dome eine gute Nachricht für Rasta: Der Kellerrivale Mitteldeutsche BC, der mitten im Abstiegskampf seinen Kapitän David Brembly an den polnischen Spitzenklub Enea Zastal BC Zielona Gora verloren hat, kassierte im 18.00-Uhr-Spiel mit dem 73:102 in UIm seine siebte Niederlage in Folge und bleibt Drittletzter. 

Das Personal, Teil eins: Dass Rasta in Bonn auf Philipp Herkenhoff und Jean Salumu verzichten musste, war bereits unter der Woche klar. Die große Frage lautete: Wie geht's Dennis Clifford und Josh Young? Können der zuletzt so schmerzlich vermisste Center und der angeschlagene Kapitän spielen? Die Antworten: Ja und Nein. Clifford feierte sein Comeback, Young war unterdessen aufgrund seiner Schulterprobleme nur Zuschauer. 

Rasta in der Defense: Robin Christen (rechts) gegen Bonns Neuzugang Jalen Hudson. Foto: nphMeuterRasta in der Defense: Robin Christen (rechts) gegen Bonns Neuzugang Jalen Hudson. Foto: nph/Meuter

Das Personal, Teil zwei: Bonn und Vechta hatten in den vergangenen Tagen insgesamt drei Spieler nachverpflichtet - und alle drei mischten mit. Bei Bonn waren Guard Alex Hamilton, der wenig Trainingseinheiten mit seinem neuen Team hatte, und Flügelspieler Jalen Hudson erstmals dabei. Und bei Rasta feierte der Ex-Ulmer Edgar Sosa sein Comeback in der BBL. Angesichts der Ausfälle von Salumu und Young hatte der erfahrene Spielmacher (33 Jahre, 17 Profi-Stationen in elf Jahren sowie in zehn Ländern auf vier Kontinenten) direkt eine Schlüsselrolle inne.

Das 1. Viertel: Edgar Sosa legte gleich gut los. Assist für Clifford, Assist für Hasbargen, dazu drei blitzsaubere Dreier zum 8:4, 13:9, und 18:11 - der Guard lieferte die erhoffte Mischung aus Scoring und Kreativität. Ohnehin erwischte Rasta einen sehr guten Start. Die Defense stand gut und vorne traf der Tabellenvorletzte hochprozentig, vor allem die Dreier passten (6/8). Nach zwei Distanztreffern von Robin Christen führte Rasta sogar mit 25:13. Aber: Vechta konnte dieses Niveau nicht halten und kassierte am Ende des Viertels noch eine 0:10-Serie zum 25:23.

Das 2. Viertel: Der kleine Hänger hielt auch zu Beginn des zweiten Viertels an. Nach einer weiteren 0:7-Serie lag Rasta mit 27:30 zurück, kurz danach hieß es sogar 29:35 - viertelübergreifend war's also eine 4:22-Serie. Edgar Sosa beendete dann Rastas Durststrecke. Erst per Korbleger, dann mit zwei Freiwürfen, gefolgt von seinen Dreiern vier und fünf. 43:41 - Rasta lag wieder knapp vorne. Fortan ging es hin und her. Und für den Schlusspunkt der ersten Halbzeit sorgte erneut Sosa; nach einem starken Pass von Stefan Peno traf der ehemalige WM-Teilnehmer (2014 mit der Dominikanischen Republik) zum 48:48. Zur Pause hatte Sosa bereits 21 Punkte - und damit seine BBL-Bestmarke aus der Ulmer Saison (2013/14) eingestellt. 

Das 3. Viertel: Rasta legte gut los. Eine 7:0-Serie, begünstigt durch vier Bonner Fehlwürfe an der Freiwurflinie, bescherte dem Gast eine 55:48-Führung. Aber: Rasta verpasste es in dieser Phase, den Vorsprung noch weiter auszubauen. Sosa vergab drei freie Dreier, Hasbargen einen. Bonn kam wieder ran und ging dank Chris Babbs Dreier wieder in Führung (57:55, 61:57). Rastas Probleme: schlechte Entscheidungen im Angriff und schlechte Trefferquoten. Vechta war von Clifford und Sosa abhängig. Letzterer traf seinen sechsten Dreier zum 60:63 - mit diesem Ergebnis ging es in das letzte Viertel. 

Das 4. Viertel: Beim 62:69 verbuchte Rasta seinen größten Rückstand des Abends. Aber Vechta gab nicht auf - angeführt vom starken Tim Hasbargen und von Sosa glich Rasta zum 73:73 und 76:76 aus. Danach allerdings lief bei Vechta offensiv zu wenig zusammen. Beim 78:84 stand der Gast wieder mit dem Rücken zur Wand. Nur noch 52 Sekunden - die sechste Niederlage in Serie stand kurz bevor. Und wenige Momente später war sie dann auch amtlich.

Der Ausblick: Für Rasta geht's am kommenden Donnerstag (4. März, 19.00 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei den Skyliners Frankfurt weiter. Drei Tage später steigt dann das Kräftemessen mit dem EuroLeague-Schwergewicht Bayern München (Sonntag, 7. März, 15.00 Uhr).


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Telekom Baskets Bonn - Rasta Vechta 94:89 (48:48)

  • Viertel: 23:25, 25:23, 15:12, 31:29
  • Punkte Bonn: Chris Babb (18), T.J. DiLeo (16), Isaiah Philmore (13), Xavier Pollard (12), Alex Hamilton (9), Strahinja Micovic (8), Leon Kratzer, James Thompson (je 5), Kilian Binapfl, Jalen Hudson (je 4).
  • Punkte Vechta: Edgar Sosa (30), Tim Hasbargen (24), Robin Christen (10), Dennis Clifford (8), Will Vorhees, Jesse Hunt (je 7), Jordan Barnett (2), Stefan Peno (1).

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