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87:99 - Rasta verpasst das "Final Four"

Vechtas Basketballer haben das zweite BBL-Pokalspiel gegen die BG Göttingen verloren. Göttingen löste damit das Ticket für das Finalturnier in München.

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Zug zum Korb: Rastas Jean Salumu (rechts) gegen Göttingens Center Tai Odiase. Foto: Schikora

Zug zum Korb: Rastas Jean Salumu (rechts) gegen Göttingens Center Tai Odiase. Foto: Schikora

Die Basketballer von Rasta Vechta haben im BBL-Pokal die Qualifikation für das Final-Four-Turnier verpasst. Der heimische Bundesligist verlor am Samstagabend im Rasta-Dome das zweite Spiel in der Gruppe B gegen die BG Göttingen mit 87:99 (38:62) und kann Platz eins nicht mehr erreichen. Eine Woche nach dem Start-Ziel-Sieg gegen Gießen lief Rasta im zweiten Pflichtspiel der Saison 2020/21 pausenlos hinterher. Topscorer bei Rasta war Will Vorhees mit 27 Punkten, gefolgt von Stefan Peno (18), Jean Salumu (12) und Jordan Barnett (10). Überragender Göttinger war Mathis Mönninghoff mit 22 Punkten, er glänzte mit einer 100-Prozent-Quote bei den Dreiern (6/6).  Das zweite Pokalspiel und seine Etappen: 

Die Ausgangslage vor dem Spiel:  Durch den Frankfurter Sieg am Nachmittag gegen Gießen (86:70) hatte die BG Göttingen am Abend die Chance, sich mit dem zweiten Erfolg vorzeitig den Gruppensieg und damit das Ticket für das "Final Four" in München zu sichern. Hätte Gießen das Hessen-Derby gewonnen, hätte Rasta diese Chance gehabt.

Die Ergebnisse vom Nachmittag: Parallel zum Frankfurter Sieg erlebten die EWE Baskets Oldenburg die nächste Pokal-Enttäuschung. Eine Woche nach der Niederlage gegen Bonn unterlagen die Oldenburger den Löwen Braunschweig mit 88:97. Oldenburg, Pokalfinalist in der Vorsaison und einer der Titelkandidaten in der neuen Spielzeit, kann damit das Finalturnier nicht mehr erreichen. Zum Braunschweiger Coup steuerte der Ex-Rastaner Luc van Slooten fünf Punkte bei. Außerdem landete Brose Bamberg einen 89:68-Sieg gegen s.Oliver Würzburg. 

In der Defense: Rastas Jannes Hundt (rechts) gegen Galen Robinson. Foto: SchikoraIn der Defense: Rastas Jannes Hundt (rechts) gegen Galen Robinson. Foto: Schikora

Die Corona-Lage in der BBL: Nach den positiven Corona-Fällen bei Alba Berlin (7) und Aufsteiger Niners Chemnitz (2) gab's am Samstag weitere positive Befunde. Los ging's bei Medi Bayreuth, wo zwei Mitglieder aus der Mannschaft und dem Teamumfeld im Rahmen der vorgesehenen regelmäßigen Kontrollen gemäß BBL-Protokoll positiv auf den SARS-CoV-2 Erreger getestet wurden. Beide wurden unverzüglich isoliert. Alle anderen Spieler waren negativ, sie befinden sich nach einer Anordnung durch das zuständige Gesundheitsamt aber bis auf weiteres in Quarantäne. Die Pokalspiele gegen den Mitteldeutschen BC (Samstag) und Crailsheim (Sonntag) wurden abgesagt. Gut zwei Stunden vor dem Spielbeginn in Vechta meldeten dann die Telekom Baskets Bonn einen positiv getesteten Spieler. Auch in Bonn galt: Alle anderen Spieler negativ, aber auch in Quarantäne. Die für Sonntag geplante Partie gegen Braunschweig wurde abgesetzt. 

Das Personal: Sowohl für Rasta Vechta als auch für die BG Göttingen galt: alle Spieler fit und einsatzbereit. Göttingens neuer Coach Roel Moors hatte zwölf Spieler dabei, darunter auch die neun Neuzugänge.

Das 1. Viertel: Wie schon gegen Gießen bildeten Stefan Peno, Josh Young, Jordan Barnett, Philipp Herkenhoff und Dennis Clifford die Starting Five bei Rasta. Göttingen erwischte den deutlich besseren Start und traf seine ersten drei Dreier für eine 9:2-Führung. Vechta tat sich im Angriff schwer und kam zunächst nicht ran (5:15). Nach dem vierten BG-Dreier durch den starken Aubrey Dawkins nahm Rasta-Coach Thomas Päch seine erste Auszeit. 8:22 - es gab reichlich Gesprächsbedarf. Beim 10:27 verbuchte Rasta seinen größten Rückstand, um dann mit einer eigenen 8:2-Serie etwas ranzukommen. Nach zehn Minuten lag Rasta mit 18:33 zurück. 

Das 2. Viertel: Die ersten drei Punkte des zweiten Abschnitts gingen auf das Konto von Rastas Will Vorhees, doch Göttingen konterte mit zwei Dreiern. Die BG-Quote von jenseits der 6,75-m-Linie zu diesem Zeitpunkt: 7/9. Rastas Rückstand betrug mittlerweile 18 Punkte (21:39). Damit aber nicht genug: Göttingen legte die Dreier acht, neun und zehn nach. Es fiel einfach alles rein bei den "Veilchen", die offensiv wie defensiv einen starken Eindruck hinterließen. Mit der Folge, dass Rastas Rückstand immer größer wurde (26:47, 28:53, 32:58). Zur Pause hieß es dann 38:62. 

Die Fakten zur Pause: Rastas Topscorer war Stefan Peno mit elf Punkten, gefolgt von Will Vorhees (10). Das Duo stand aber im Schatten eines Göttinger Quartetts. Aubrey Dawkins (15), Luke Nelson (14), Mathis Mönninghoff (12) und der aus Hamburg geholte, mexikanische Spielmacher Jorge Gutierrez (11) punkteten zweistellig. Göttingens Quoten aus dem Feld waren fantastisch: 61 Prozent Zweier, 63 Prozent Dreier, dazu bereits 14 Assists. "Bei Göttingen lief es perfekt", hielt Rastas Klubchef Stefan Niemeyer zur Pause fest.  

Das 3. Viertel: Die Göttinger machten dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Dreier Mönninghoff zum 65:38, Dreier Mönninghoff zum 68:40. Seine Bilanz: 5/5. In der Folgezeit hatte die BG alles im Griff, der Vorsprung der Gäste pendelte zwischen 20 und 25 Punkten, es war ein sehr abgeklärter Auftritt der Göttinger. Und Rasta? Versuchte einiges, aber wenig klappte. Kleine Notiz am Rande: Der vom ProA-Ligisten Schalke 04 gekommene Center Björn Rohwer machte per Korbleger seine ersten Pflichtspiel-Punkte für Rasta. Und: Vechta gewann das dritte Viertel mit 20:19. Spannung kam deshalb aber nicht auf. Oder?

Das 4. Viertel: Der Rückstand war zwar groß (58:81), aber Rasta warf im Schlussviertel noch mal alles rein. Mit bissiger Defense gelangen einige Ballgewinne. Angeführt von Will Vorhees, der binnen weniger Minuten 13 Punkte machte, holte Rasta Punkt für Punkt auf. Nach einem Dunking von Jordan Barnett - nach Assists von Vorhees - lag Rasta gut zwei Minuten vor Schluss nur noch mit 83:91 zurück. Göttingen wankte, fiel aber nicht. Und Rasta hofft nun, dass sich Josh Young, der im Schlussviertel umknickte, nicht schwerer verletzt hat.

Der Ausblick: Am Sonntag geht's für Rasta Vechta mit einem Spiel gegen die Skyliners Frankfurt weiter (15.00 Uhr). Göttingen trifft um 20.30 Uhr zum Abschluss der Gruppe B auf Gießen. 

Anspielstation gesucht: Rastas Jean Salumu (rechts) gegen Luke Nelson. Links lauert Center Dennis Clifford. Foto: SchikoraAnspielstation gesucht: Rastas Jean Salumu (rechts) gegen Luke Nelson. Links lauert Center Dennis Clifford. Foto: Schikora

Rasta Vechta - BG Göttingen 87:99 (38:62)

  • Viertel: 18:33, 20:29, 20:19, 29:18
  • Punkte Vechta: Will Vorhees (27), Stefan Peno (18), Jean Salumu (12), Jordan Barnett (10), Josh Young (6), Tim Hasbargen, Philipp Herkenhoff (je 4), Jannes Hundt, Björn Rohwer, Dennis Clifford (je 2).
  • Punkte Göttingen: Mathis Mönninghoff (22), Luke Nelson, Aubrey Dawkins (je 17), Jorge Gutierrez (11), Galen Robinson (10), Dennis Kramer (7), Tai Odiase (6), Nelson Weidemann (4), Akeem Vargas (3), Benedikt Turudic (2). 

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