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82:69 - Rasta Vechta wahrt die Chance auf den Klassenerhalt

Der Tabellenletzte der Basketball-Bundesliga landet gegen Chemnitz seinen fünften Saisonsieg. Die Rettung ist noch möglich.

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Mitspieler gesucht: Rastas Kapitän Josh Young (links) gegen Jonas Richter von den Niners Chemnitz. Foto: Schikora

Mitspieler gesucht: Rastas Kapitän Josh Young (links) gegen Jonas Richter von den Niners Chemnitz. Foto: Schikora

Rasta Vechta hat im Abstiegskampf der 1. Basketball-Bundesliga ein Lebenszeichen gesendet. Der Tabellenletzte feierte am Samstagabend einen 82:69 (37:28)-Sieg gegen die Niners Chemnitz und bleibt damit im Rennen um Platz 16. Dank einer starken Defense und eines überragenden Edgar Sosa (27 Punkte) konnte Rasta seinen fünften Saisonsieg landen. Nach dem Erfolg im Alles-oder-nichts-Duell, im drittletzten Heimspiel der Saison, ist der Klassenerhalt noch drin. Das Spiel und seine Etappen: 

Die Ausgangslage: Rastas ohnehin schon prekäre Lage hatte sich am Freitagabend noch einmal verschlechtert. Der Mitteldeutsche BC, der aktuell den rettenden 16. Platz inne hat, gewann beim Playoff-Teilnehmer Merlins Crailsheim mit 82:77 - es war für Weißenfels der achte Saisonsieg nach zuvor sieben Niederlagen in Serie. Mit anderen Worten: Rasta hatte vor dem Sprungball gegen Chemnitz vier Siege Rückstand auf den MBC (16:42 Punkte). Der Tabellenvorletzte Gießen 46ers verlor unterdessen im 18.00-Uhr-Spiel mit 79:109 in Ulm und hat nun 12:44 Punkte auf dem Konto. Chemnitz, der beste BBL-Debütant seit den Artland Dragons 2004, konnte die Partie in Vechta recht entspannt angehen - der Klassenerhalt war zu 99 Prozent fix.

Das Personal: Während die Chemnitzer auf Big Man Filip Stanic verzichten mussten, gab's bei Rasta den nächsten Ausfall. Power Forward Jesse Hunt hatte am Mittwoch gegen die Hamburg Towers eine leichte Gehirnerschütterung erlitten und hütete daheim das Bett. Für ihn rotierte Stefan Peno, der im Hinspiel mit acht Steals einen Saisonrekord aufgestellt hatte, zurück in den Kader. Ansonsten gab's nichts Neues: Jean Salumu und Dennis Clifford waren abermals nur Zuschauer.

Eng dran: ShaMarkus Kennedy (links) und Edgar Sosa (Nr. 12) in der Defense. Foto: SchikoraEng dran: Sha'Markus Kennedy (links) und Edgar Sosa (Nr. 12) in der Defense. Foto: Schikora

Das 1. Viertel: Nach einem etwas wackeligen Start (2:5) fand Rasta besser in die Partie. Eine 7:0-Serie vom 9:12 zum 16:12 gab Sicherheit. Und nach fünf weiteren Punkten von Edgar Sosa lag Vechta zum Ende des ersten Viertels mit 21:15 vorne. Nur 15 Gegenpunkte im ersten Abschnitt - das gab's in dieser Saison nur zweimal, und zwar im Hinspiel in Chemnitz (17:15) sowie in Frankfurt (18:15).  

Das 2. Viertel: Zwei Punkte von Center Björn Rohwer sowie zwei weitere Dreier von Sosa bescherten Rasta eine 29:15-Führung. Die Defense stand gut und vorne gab's gute Spielzüge. Bis zum 34:20 hatte Rasta die Partie komplett unter Kontrolle - auch weil Chemnitz noch nicht so gut spielte wie zuletzt. Mitte des zweiten Viertels fanden die Sachsen allerdings in die Partie. Mit zwei schnellen Dreiern in Folge sowie einer Steigerung in der Defense kam der Aufsteiger auf 26:34 heran. Rasta tat sich schwer im Angriff, rettete aber eine 37:28-Führung in die Kabine.

Die Statistik zur Pause: Topscorer der ersten Halbzeit war Edgar Sosa mit 14 Punkten (4/5 Dreier), gefolgt vom Niners-Duo Terrell Harris und Marcus Thornton (je 8). Besonders auffällig: Rasta hatte nur einen Ballverlust und bereits drei Blocks in der Defense (2x Sha'Markus Kennedy, 1x Tim Hasbargen). Und: Vechtas Dreier-Quote (5/11; 45 Prozent) war besser als die Zweier-Bilanz (7/22; 32 Prozent). Das wichtigste Detail: Rasta ließ in der ersten Halbzeit nur 28 Punkte des Gegners zu - eine neue Bestmarke für den Tabellenletzten in dieser Saison (bislang zweimal 35 Punkte gegen Ulm). 

Das 3. Viertel: Kann Rasta das Defense-Niveau der ersten Halbzeit halten? Wann legen die Niners los? Die Antworten: Rasta blieb bissig, angetrieben von Derrick Allen, der an der Seitenlinie als Einpeitscher fungierte. Nach einem 7:0-Start zum 44:28 nahm Gäste-Coach Rodrigo Pastore eine schnelle Auszeit. Aber Vechta blieb dominant. 50:31, 53:34, 55:36 - es sah gut aus für das Schlusslicht. Danach allerdings traf Thornton zwei Dreier in Serie (seine Punkte 14 bis 19), Allen nahm sofort eine Auszeit. Es folgten zwei, drei Wackler - aber Sosa hielt den Vorsprung konstant über zehn Punkten. Mit einem 62:48 für Rasta ging es ins letzte Viertel. Der fünfte Saisonsieg war greifbar nahe.

Das 4. Viertel: Der Start ins letzte Viertel verlief nicht nach Wunsch von Derrick Allen. Nach fünf Punkten von Jan-Niklas Wimberg war Rastas Vorsprung nur noch einstellig (62:53). Das Problem in dieser Phase: der Defense-Rebound. Aber: Rasta hatte Sosa. Dessen siebter Dreier (bei neun Versuchen) und vier weitere Punkte von Rohwer bescherten Vechta eine 69:53-Führung. Dass Thornton ebenso wie Sosa heiß lief, brachte Rasta nicht vom Kurs ab. 72:59, 76:61 - Vechta kam dem Sieg immer näher. Und am Ende reichte es.

Der Ausblick: Für Rasta geht's bereits am kommenden Mittwoch (14. April, 19.00 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei Brose Bamberg weiter. Das anschließende Wochenende (17./18. April) ist spielfrei, da in München das "Final 4"-Turnier um den BBL-Pokal stattfindet.


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Rasta Vechta - Niners Chemnitz 82:69 (37:28)

  • Viertel: 21:15, 16:13, 25:20, 20:21
  • Punkte Vechta: Sha'Markus Kennedy (2), Stefan Peno (2), Tim Hasbargen (10), Josh Young (5), Edgar Sosa (27), Philipp Herkenhoff (6), Jannes Hundt (11), Jordan Barnett (3), Björn Rohwer (6), Robin Christen (0), Will Vorhees (10).
  • Punkte Chemnitz: Terrell Harris (11), Malte Ziegenhagen (0), Virgil Matthews (0), Luis Figge (0), Jonas Richter (1), Jan-Niklas WImberg (14), Dominique Johnson (0), Isiaha Mike (8), Marcus Thornton (25), Johnathan Williams (5), Geroge King (6).

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