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82:100 - Rasta Vechta verliert auch das Kellerduell in Gießen

Damit steht fest: Das Team von Trainer Derrick Allen, das bereits als Absteiger feststand, wird die Saison in der Basketball-Bundesliga als Tabellenletzter beenden.

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Frust in Gießen: Rastas Will Vorhees. Foto: Jan Hübner

Frust in Gießen: Rastas Will Vorhees. Foto: Jan Hübner

Rasta Vechta wird die Saison 2020/21 in der 1. Basketball-Bundesliga auf dem letzten Tabellenplatz abschließen. Zwei Tage nach der 81:82-Niederlage gegen Meister Alba Berlin, die den dritten BBL-Abstieg nach 2014 und 2017 besiegelte, verlor Rasta am Sonntagabend auch das Kellerduell beim Tabellenvorletzten Gießen 46ers nach einer abermals erschreckend schwachen Defense-Leistung mit 82:100 (44:51). Rasta kann damit den 17. Platz nicht mehr erreichen - vor den beiden letzten Spielen gegen den Mitteldeutschen BC (Mittwoch) und in Würzburg (9. Mai) beträgt der Rückstand auf die Hessen nun sechs Punkte. Rastas Topscorer in Gießen waren Edgar Sosa (18) und Jordan Barnett (16), gefolgt von Will Vorhees (11). Das drittletzte Saisonspiel und seine Etappen:

Das Personal: Nichts Neues bei Rasta im Vergleich zum Spiel am Freitag gegen Alba Berlin: Der Tabellenletzte trat ohne Jean Salumu, Dennis Clifford, Tim Hasbargen und Jesse Hunt an. Die Gießener, die am Freitag mit dem 95:71 in Chemnitz ihren höchsten Saisonsieg gefeiert und die kleine Chance auf den Klassenerhalt gewahrt hatten, mussten unterdessen auf Brandon Bowman verzichten - auf jenen US-Routinier also, der 2014 mit Rasta Vechta aus der 1. Liga abgestiegen war.

Das 1. Viertel: Die ersten Minuten gehörten Gießens Center-Koloss John Bryant, der alle sieben Punkte zur 7:4-Führung der Hessen machte. Beim Stand von 6:11 nahm Rasta-Coach Derrick Allen seine erste Auszeit. Es wurde nicht viel besser, beim 11:21 lag Rasta bereits zweistellig zurück. Sieben der elf Punkte hatte Robin Christen gemacht. Der 30-Jährige, in Lich in der Nähe von Gießen aufgewachsen, in der NBBL für die 46ers aktiv und später in Lich (ProB) Teamkollege von Gießens heutigem Coach Rolf Scholz, machte dort weiter, wo er gegen Alba (23 Punkte) aufgehört hatte. Nach dem ersten Viertel lag Rasta mit 20:28 zurück. Es gab zu viele Turnovers (5) und eine schwache Defense.

Weg da! Rastas Robin Christen (links) gegen Gießens Alen Pjanic. Foto: Jan HübnerWeg da! Rastas Robin Christen (links) gegen Gießens Alen Pjanic. Foto: Jan Hübner

Das 2. Viertel: Rasta bekam die Probleme in der Defense einfach nicht in den Griff, vor allem "Big John" Bryant war mit seiner Masse nicht zu stoppen. Beim 26:36 und 30:43 lag Vechta deutlich zurück, denn auch in der Offense lief wenig zusammen. Stefan Peno und Co. sammelten Fahrkarten aus der Distanz, lediglich Edgar Sosa (4/7) traf halbwegs verlässlich von jenseits der 6,75-m-Linie. Zur Pause lag Vechta mit 44:51 zurück - es war bereits Rastas zehnte Halbzeit in dieser Saison mit 50 oder mehr Gegenpunkten.

Das 3. Viertel: Nach dem fünften Dreier von Sosa war Rasta auf sechs Punkte dran (49:55), aber der Rückschlag folgte prompt (49:60). Immerhin: Rasta ließ sich nicht abschütteln. Jordan Barnett, in der letzten Saison noch für Gießen aktiv, brachte Vechta mit sechs Punkten in Serie auf 59:64 heran, kurz danach hieß es sogar 61:64. Näher kam Rasta im dritten Viertel aber nicht ran, mit einem 63:72-Rückstand ging es ins letzte Viertel.

Das 4. Viertel: Beim 63:75 lag Rasta wieder zweistellig zurück, die Dreier-Quote rutschte in den Keller. Das Spiel plätscherte vor sich hin, neue Spannung kam nicht mehr auf. Gießen, das unbedingt gewinnen musste, kam angesichts der Lücken in Rastas Defense immer wieder zu leichten Punkten und verbuchte beim 85:71 die größte Führung, kurz danach hieß es sogar 92:74. Der nächste Beweis für Rastas fehlende BBL-Tauglichkeit war perfekt. Die Schlusssirene in der Sporthalle Gießen-Ost kam für die Gäste einer Erlösung gleich.

Einweisungen in der Auszeit: Rastas Coach Derrick Allen in Gießen. Foto: Jan HübnerEinweisungen in der Auszeit: Rastas Coach Derrick Allen in Gießen. Foto: Jan Hübner

Gießen 46ers - Rasta Vechta 100:82 (51:44)

  • Viertel: 28:20, 23:24, 21:19, 28:19
  • Punkte Gießen: John Bryant (23; dazu 12 Rebounds), Scottie James (17), Bjarne Kraushaar (13), Jonathan Stark, Alen Pjanic (je 12),  Diante Garrett (10), Isaac Hamilton (9), Chad Brown, Ferdinand Zylka (je 2).
  • Punkte Vechta: Edgar Sosa (18), Jordan Barnett (16), Will Vorhees (11), Sha'Markus Kennedy (8), Robin Christen (7), Stefan Peno, Philipp Herkenhoff (je 6), Josh Young, Jannes Hundt (je 5).

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