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81:98 - Rastas Leidenszeit hält an

Vechtas Basketballer verlieren auch gegen die Merlins Crailsheim und fallen mit 0:18 Punkten auf den letzten Platz der 1. Bundesliga zurück.

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Einen Tick zu spät: Rastas Neuzugang Ikenna Iroegbu (rechts). Foto: Schikora

Einen Tick zu spät: Rastas Neuzugang Ikenna Iroegbu (rechts). Foto: Schikora

Die Leidenszeit hält an: Rasta Vechta hat auch sein neuntes Saisonspiel in der 1. Basketball-Bundesliga verloren. Das Team von Trainer Thomas Päch unterlag am Sonntagabend den Hakro Merlins Crailsheim mit 81:98 (52:48) und fiel mit nunmehr 0:18 Punkten auf den letzten Tabellenplatz zurück. Rasta wurde ein 0:22-Lauf im dritten Viertel zum Verhängnis. Vechtas Topscorer war Jean Salumu mit 22 Punkten, gefolgt von Dennis Clifford, Neuzugang Ikenna Iroegbu (je 13) und Philipp Herkenhoff (11). Die Etappen des Spiels: 

Die Ausgangslage: Die Rollen waren klar verteilt. Hier Rasta Vechta, Tabellenletzter mit 0:16 Punkten; dort die Merlins aus Crailsheim, mit sieben Siegen aus acht Partien wieder ganz vorne dabei. Und der Erfolgsdruck für Rasta hatte sich vor dem Sprungball gleich doppelt erhöht. Die Gießen 46ers, bislang Schlusslicht der BBL, landeten am Samstagabend mit dem 110:99 in Bayreuth ihren ersten Saisonsieg. Und am Sonntag legte Aufsteiger Niners Chemnitz einen 95:75-Paukenschlag bei den Hamburg Towers nach; die Sachsen haben nun 4:14 Punkte auf dem Konto. 

Das Personal: Rastas Neuzugang Ikenna Iroegbu stand erstmals im Kader. Der am Sonntag vor Weihnachten aus den USA eingereiste nigerianische Nationalspieler durfte am Donnerstagabend nach dem zweiten negativen Corona-Test die häusliche Quarantäne beenden und absolvierte am 1. und 2. Weihnachtstag jeweils eine Trainingseinheit mit seinem neuen Team. Da Rasta nun sieben ausländische Spieler im Kader hat, musste Coach Thomas Päch einen Spieler streichen - diesmal erwischte es Jordan Barnett, der nach zuletzt schwachen Leistungen eine kleine Denkpause erhielt. Die Merlins Crailsheim mussten unterdessen neben dem bereits seit Saisonbeginn verletzten Nimrod Hilliard (Muskelfaserriss) auch auf ihren 2,13-m-Center Bogdan Radosavljevic (Rücken) verzichten. 

Vechtas Topscorer in Aktion: Jean Salumu (links). Foto: SchikoraVechtas Topscorer in Aktion: Jean Salumu (links). Foto: Schikora

Das 1. Viertel: Der nächste Fehlstart? Das war die große Frage im Rasta-Lager. Die ernüchternde Antwort? Ja, der nächste Fehlstart. 4:10, 10:21, 14:28 – Rasta lief erneut früh der Musik hinterher. Crailsheims Liga-Topscorer Trae Bell-Haynes, in der letzten Saison Teamkollege von Ex-Rasta-Held Richie Williams bei den Helsinki Seagulls, durfte sich früh austoben. Der kanadische Wirbelwind verbuchte in den ersten vier Minuten neun Punkte. Rasta leistete sich vorne fünf Ballverluste und war in der Defense fast immer einen Schritt zu langsam. Folge: 22:31 nach zehn Minuten; im elften Pflichtspiel in Serie ging das erste Viertel an Rastas Gegner.

Das 2. Viertel: Bis zum 26:37 war Rastas Rückstand zweistellig, danach fingen die Gastgeber an, die Hypothek abzuarbeiten. Und die Aufholjagd konnte sich sehen lassen. Angeführt von Philipp Herkenhoff, der im zweiten Viertel elf Punkte machte, drehte Rasta die Partie. Aus dem 26:37 wurde ein 46:42. Und nach weiteren Punkten von Jean Salumu, zur Pause mit zwölf Zählern der Topscorer bei Vechta, ging Rasta mit einem 52:48 in die Kabine. Es war die dritte Pausenführung in dieser BBL-Saison und zugleich die höchste (zuvor 46:44 in Braunschweig und 43:40 gegen Bonn).

Das 3. Viertel: Die zweite Halbzeit begann mit zwei Punkten von Salumu zum 54:48. Es waren die letzten Rasta-Zähler für eine lange Zeit, für eine gefühlte Ewigkeit. Offensiv klappte gar nichts mehr. Freie Würfe fielen nicht rein, Korbleger wurden geblockt, Pässe landeten beim Gegner (insgesamt neun Turnover im dritten Viertel). Rasta verlor völlig die Kontrolle über die Partie und kassierte eine bittere 0:22-Serie (!) zum 54:70. Die Durststrecke endete nach sieben Minuten und 20 Sekunden mit einem Freiwurf-Treffer von Dennis Clifford. Beim 55:75 lag Rasta mit 20 Punkten zurück, mit einem 59:75 ging es ins Schlussviertel.

Das 4. Viertel: Offensiv kam Rasta zwar wieder in die Gänge, aber eine Aufholjagd funktioniert nur mit einer konstant bissigen Defense – und die gab's bei Rasta abermals nicht. Fast jeden erfolgreichen Wurf von Vechta beantwortete Crailsheim, viermal per Dreier. 63:81, 68:85, 70:88, 77:93 – Rastas Rückstand blieb durchweg hoch. Und Vechta verstand es nicht, die Foulprobleme der Gäste zu nutzen. Gleich drei Spieler (Highsmith, Coleman und McNeace) waren vorzeitig raus.

Der Ausblick: Bereits am Mittwoch (30. Dezember) geht's für Rasta Vechta weiter. Die EWE Baskets Oldenburg, am Samstag 89:86-Sieger in Ulm und inzwischen bei 14:4 Punkten angekommen, gastieren um 19.00 Uhr im Rasta-Dome. 


Rasta Vechta - Merlins Crailsheim 81:98 (52:48)

  • Viertel: 22:31, 30:17, 7:27, 22:23.
  • Punkte Vechta: Jean Salumu (22), Ikenna Iroegbu, Dennis Clifford (je 13), Philipp Herkenhoff (11), Josh Young (9), Tim Hasbargen (7), Stefan Peno und Robin Christen (je 3). 
  • Punkte Crailsheim: Trae Bell-Haynes (23), Elias Lasisi (19), Jeremy Jones (17), Haywood Highsmith (12), Fabian Bleck, Maurice Stuckey (je 8), Jamuni McNeace (6), Tim Coleman (3) und Dejan Kovacevic (2).

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