Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

8:0 – BW Lohne dominiert an der Hasenweide

Der Regionalliga-Aufsteiger lässt beim Jubiläumsspiel des Landesligisten VfL Oythe die Muskeln spielen. Beide Teams setzten einen Gastspieler ein. Hier gibt's den Nachbericht mit Reaktionen.

Artikel teilen:
Tor für BW Lohne: Goalgetter Marek Janssen (rechts) und Malte Wengerowski klatschen sich nach dem 2:0 von Janssen ab – zum Leidwesen von Oythes Sebastian von Merveldt. Foto: Sieverding

Tor für BW Lohne: Goalgetter Marek Janssen (rechts) und Malte Wengerowski klatschen sich nach dem 2:0 von Janssen ab – zum Leidwesen von Oythes Sebastian von Merveldt. Foto: Sieverding

Das Timing von Petrus war nicht schlecht. Knapp zehn Minuten nach dem Jubiläumsspiel des VfL Oythe setzte leichter Regen ein – die 430 Zuschauer, die zuvor im Stadion an der Hasenweide ein ungleiches Duell gegen den Regionalliga-Aufsteiger BW Lohne gesehen hatten, dürften aber trockenen Fußes nach Hause bzw. zu ihren Autos gekommen sein. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Der VfL Oythe, der in diesen Tagen sein 75-jähriges Bestehen feiert, war am Mittwochabend nur ein Spielball für engagierte Lohner. Der Fußball-Landesligist, der erst am Dienstag mit der Vorbereitung auf die neue Saison startet, unterlag dem Oberliga-Meister und DFB-Pokal-Teilnehmer mit 0:8 (0:4).

„Es lief wie erwartet“, erklärte Oythes Trainer Daniel Roth ganz gelassen: „Alles okay, wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten ganz gut verkauft.“ Zwei, drei Offensivakzente, die sich Roth im Vorfeld des Kaltstarts gewünscht hatte, gab es nicht. Lohnes Keeper Jakob Sieve erlebte einen ruhigen Abend, seine Ballkontakte ließen sich an einer Hand abzählen. Oythes Torhütern – erst Neuzugang Tim Kröger, dann Florian Gellhaus – flogen die Bälle derweil nur so um die Ohren. Sie zeigten diverse Paraden und verhinderten so die Zweistelligkeit.

Lohnes Trainer Henning Rießelmann war mit dem Auftritt seiner Mannschaft „sehr zufrieden“. Er freute sich über „ein gutes Spiel von uns“, über „schöne Passstafetten“ und einen „rundum gelungenen Abend“. Dass sein Team ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen ungenutzt ließ, hakte er wohlwollend ab. Er hielt vielmehr fest: „Wir waren sehr ballsicher und lauffreudig. Wir haben den Ball schnell und technisch sauber laufen lassen.“

Lohnes Spiel am Freitag in Heerenveen fällt aus

Unmittelbar nach der Partie teilte Rießelmann zudem mit, dass das für Freitag geplante Testspiel beim SC Heerenveen abgesagt wird. „Es wird zu viel“, sagte er mit Blick auf einige Ausfälle in seinem Kader. Weiter geht's für BWL am Sonntag beim SC Spelle-Venhaus.

Dann dürfte auch Gianluca Przondziono wieder mit von der Partie sein. Der 22-Jährige stand in Oythe als Gastspieler in der BWL-Startelf. „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen“, sagte Rießelmann über Przondziono, der mit einem tollen 20-m-Schuss das 1:0 erzielte (17.). Der Mittelfeldspieler aus Osnabrück, der in Cloppenburg lebt und in den vergangenen drei Jahren 51 Regionalliga-Spiele für SF Lotte (19/20), Preußen Münster (20/21) und Teutonia Ottensen (21/22) absolvierte, sei ein Kandidat für einen weiteren Transfer. „Es sieht ganz gut aus“, sagte Rießelmann. Przondziono, der seit ein paar Tagen beim Aufsteiger mittrainiert, sei „super talentiert“, so Rießelmann. Er wäre Lohnes achter Neuzugang und der 27. Spieler im Kader.

Auch der VfL Oythe nutzte das Jubiläumsspiel, um einen potenziellen Neuzugang genauer unter die Lupe zu nehmen. Jakob Kühn, ein 22 Jahre alter Verteidiger vom Landesliga-Absteiger VfL Bückeburg, spielte bis zur 60. Minute in der Innenverteidigung. Ihn hat's beruflich nach Vechta verschlagen.

Zusammen mit seinen Nebenleuten musste Kühn einen Angriff nach dem anderen abwehren – Einbahnstraßenfußball an der Hasenweide. Die weiteren Lohner Tore erzielten der vom künftigen Liga- und NFV-Pokal-Gegner Atlas Delmenhorst gekommene Marek Janssen (28./ 37./46.), Drilon Demaj per Foulelfmeter (44.), Aaron Goldmann (63./79.) und Rilind Neziri (75.). Janssens enorme körperliche Präsenz stand stellvertretend für die Kräfteverhältnisse. Roth, der 21 Spieler einsetzte, hielt am Ende treffend fest: „Das war mehr als nur ein Klassenunterschied.“

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

8:0 – BW Lohne dominiert an der Hasenweide - OM online