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78:96 - Rasta geht in Braunschweig unter

Vechtas Basketballer zeigten bei ihrer dritten Saisonniederlage in der 1. Bundesliga eine gruselige zweite Halbzeit. Es haperte vor allem an der Defense.

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Starker Auftritt: Luc van Slooten (links) machte 15 Punkte gegen seinen Ex-Klub. Rechts Rastas Dennis Clifford, der ein Double-Double verbuchte. Foto: S. Hübner

Starker Auftritt: Luc van Slooten (links) machte 15 Punkte gegen seinen Ex-Klub. Rechts Rastas Dennis Clifford, der ein Double-Double verbuchte. Foto: S. Hübner

Rasta Vechta wartet weiter auf den ersten Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga: Die Mannschaft von Trainer Thomas Päch kassierte am Samstagabend eine herbe 78:96 (46:44)-Niederlage bei den Löwen Braunschweig und zeigte dabei eine fürchterliche zweite Halbzeit sowie abermals eine schwache Defense-Leistung.

Für Rasta war's die dritte Niederlage im dritten BBL-Spiel und inklusive Pokal sogar die fünfte Niederlage in Serie. Vechtas Topscorer war Jordan Barnett mit 15 Punkten, gefolgt von Will Vorhees (13). Dennis Clifford verbuchte ein Double-Double mit 12 Punkten und 10 Rebounds. Überragende Braunschweiger waren Lukas Meisner (19), Kostja Mushidi, Karim Jallow (je 18) und der Ex-Rastaner Luc van Slooten (15). Das Spiel in Braunschweig und seine Etappen: 

Die Ausgangslage: Beide Teams hatten die ersten zwei Saisonspiele verloren und hofften demnach auf das erste Erfolgserlebnis der neuen BBL-Spielzeit. Tabellarisch war's das Duell des Vorletzten gegen den Drittletzten. In der Pre-Season standen sich Braunschweig und Rasta in einem Testspiel gegenüber - Vechta siegte in letzter Sekunde durch einen Dreier von Robin Christen mit 79:78. Es war das achte BBL-Duell zwischen den beiden Klubs, Braunschweig führte vor der Partie mit 4:3, die letzten drei Spiele gingen allerdings an Vechta. Kurios: Für Braunschweig war's nach den Partien gegen Oldenburg und in Göttingen das dritte Niedersachsen-Derby in Serie.

Das Personal: Rasta musste auch im dritten BBL-Spiel auf Philipp Herkenhoff verzichten. Der an der Fußsohle verletzte Power Forward befindet sich zwar im Aufbautraining, für eine Saisonpremiere kam die Braunschweig-Partie aber zu früh. Der angeschlagene Dennis Clifford (Sprunggelenk) war unterdessen dabei. Den 12er-Kader komplettierten Malte Stenzel und Youngster Noah Jänen. Braunschweigs Kader war derweil komplett. Besonders motiviert bei den Löwen: Luc van Slooten (18), der im Sommer nach vier Jahren bei Rasta Vechta nach Braunschweig gewechselt ist. 

Das 1. Viertel: Rasta erwischte einen guten Start, fiel dann aber von 6:3 auf 6:11 zurück. Offensiv klappte in dieser Phase wenig, vor allem die Dreier wollten noch nicht fallen. Rasta steigerte sich aber und verbuchte kleinere Führungen (14:13, 16:14, 19:16). Nach zehn Minuten lag allerdings Braunschweig knapp vorne - weil van Slooten einen Dreier aus der Ecke zum 21:19 für die Gastgeber traf. 

Das 2. Viertel: Punkte von Jannes Hundt, Robin Christen und Josh Young bescherten Rasta eine 26:23-Führung. Dann jedoch fingen die Löwen an, ihre Dreier zu treffen. Die Braunschweiger waren viermal von jenseits der 6,75-m-Linie erfolgreich und führten mit 32:28, 34:30, 37:34 und 39:36 - zwei der vier Dreier gingen auf das Konto von Luc van Slooten. Rasta kam allerdings zurück und erspielte sich mit einer starken 10:2-Serie seine bislang größte Führung (46:41). Die erste Halbzeit endete mit einem Dreier von Braunschweigs Rückkehrer Kostja Mushidi mit der Schlusssirene.

Die Statistik zur Pause: Mushidi war mit zehn Punkten der Topscorer der ersten Halbzeit, gefolgt von van Slooten (9), der früh seine BBL-Bestmarke aus Rasta-Tagen (11 Punkte gegen Crailsheim/beim Finalturnier in München) in Angriff nahm. Rastas beste Werfer waren Will Vorhees (8), Dennis Clifford und Robin Christen (je 7). Vechtas Dreier-Quote war wie schon gegen Würzburg schwach (4/16), die Freiwurf-Bilanz war dagegen stark (12/14).

Das 3. Viertel: Es ging gut los für Rasta, beim 50:44 führten die Gäste erstmals mit sechs Punkten. Dann allerdings riss der Faden, Rasta kassierte eine 0:12-Serie zum 50:56 - in dieser Phase traf van Slooten seinen vierten Dreier. Apropos Dreier: Braunschweig legte weitere Treffer aus der Distanz nach und führte beim 67:56 erstmals zweistellig. Rasta hatte erneut große Probleme in der Defense, hinzu kamen Turnover im Angriff. Mit der Folge, dass der Rückstand immer größer wurde. Mit einem 60:73 ging's in den letzten Abschnitt, der Weg zum ersten Sieg war verdammt weit.   

Das 4. Viertel: Van Slooten eröffnete das letzte Viertel mit seinem fünften Dreier, Rasta lag jetzt mit 60:76 zurück. Das Aufbäumen der Gäste blieb aus, Vechta taumelte der nächsten Niederlage entgegen. Der Rückstand wurde immer größer, da die Defense überhaupt keinen Zugriff mehr bekam. 64:80, 69:91, 75:96 - Stationen einer herben Packung. 

Der Ausblick: Am kommenden Wochenende pausiert die BBL, da in der EM-Qualifikation die Spieltage drei und vier anstehen. Für Rasta geht's am ersten Dezember-Wochenende mit einem doppelten Einsatz weiter. Am 4. Dezember (Freitag) gastiert Medi Bayreuth im Rasta-Dome, zwei Tage später tritt das Päch-Team in Ulm an.


Löwen Braunschweig - Rasta Vechta 96:78 (44:46)

  • Viertel: 21:19, 23:27, 29:14, 23:18
  • Punkte Braunschweig: Lukas Meisner (19); Kostja Mushidi, Karim Jallow (je 18), Luc van Slooten (15), Gavin Schilling (10), James Robinson, Bryon Allen (je 7), Bazoumana Kone (2).
  • Punkte Vechta: Jordan Barnett (15), Will Vorhees (13), Dennis Clifford (12), Josh Young, Jannis Hundt (je 10), Robin Christen (8), Stefan Peno, Jean Salumu (je 5).

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