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78:93 - Rasta unterliegt dem FC Bayern

Der Tabellenletzte der Basketball-Bundesliga hielt gut 25 Minuten lang mit, danach hatte das EuroLeague-Schwergewicht aus München alles im Griff.

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Den Korb im Blick: Rastas Topscorer Edgar Sosa (Mitte). Foto: Schikora

Den Korb im Blick: Rastas Topscorer Edgar Sosa (Mitte). Foto: Schikora

Großer Kampf, aber am Ende keine Chance: Die Basketballer von Rasta Vechta haben in der 1. Bundesliga das ungleiche Duell mit dem FC Bayern München mit 78:93 (44:47) verloren. Für den Tabellenletzten, der am Sonntagnachmittag vier Leistungsträger ersetzen musste, war es die achte Niederlage in Folge. Topscorer für Rasta war Edgar Sosa mit 24 Punkten, gefolgt von Will Vorhees (12) und Jordan Barnett (11). Das Spiel und seine Etappen:

Die Ausgangslage: Das Schlusslicht der BBL gegen den Tabellenvierten der EuroLeague - mehr David gegen Goliath geht eigentlich nicht. Am Vorabend des ungleichen Duells hatten Rastas Kellerrivalen Mitteldeutscher BC (91:93 gegen Braunschweig) und Gießen (75:92 gegen Bonn) verloren - zumindest zwei gute Nachrichten in schwierigen Zeiten.  

Das Personal, Teil eins: Neben Jean Salumu, Philipp Herkenhoff und Kapitän Josh Young fiel bei Rasta auch noch Center Dennis Clifford aus - ein enormer Substanzverlust. "Dass uns erneut das Verletzungspech verfolgt hat, dass je Spiel gleich drei Leistungsträger und sogar mehr ausfallen, ist einfach unfassbar - und zugleich von uns als kleinem Klub nicht aufzufangen“, brachte es Rastas Klubchef Stefan Niemeyer vor der Partie auf den Punkt.

Das Personal, Teil zwei: Die Bayern, die am Samstag per Flugzeug  (München - Hamburg) anreisten, einen neunköpfigen Trainer- und Betreuerstab dabei hatten und direkt nach dem Spiel in Vechta per Teambus nach Braunschweig (Spiel am Dienstag) fuhren, warfen im bereits 51. Pflichtspiel der Saison die Rotationsmaschine an. In Center Jalen Reynolds (13,1 Punkte pro Spiel), Dennis Seeley (11,7) und Spielmacher Wade Balwin (11,4), der zuletzt in der EuroLeague überragend war, blieben die drei BBL-Topscorer der Bayern daheim. Auch Kapitän Nihad Djedovic stand in Vechta nicht im Kader.

Und dann die Hände zum Himmel: Nicht nur Münchens Vladimir Lucic (rechts) streckt sich. Foto: SchikoraUnd dann die Hände zum Himmel: Nicht nur Münchens Vladimir Lucic (rechts) streckt sich. Foto: Schikora

Das 1. Viertel: Der FC Bayern ließ gleich die Muskeln spielen, Rasta lag früh zurück (0:5, 1:7, 3:9). Dann aber übernahm Edgar Sosa bei seinem Heimdebüt die Regie und hielt Rasta mit sieben Punkten in Serie im Spiel (10:14). Und auf den 13:19-Rückstand reagierte der arg dezimierte Tabellenletzte, der in der Defense häufiger eine 3-2-Zonenverteidigung einsetzte, mit einer starken 10:0-Serie. 23:19 – Rasta lag tatsächlich vorne, Bayerns Trainer-Vulkan Andrea Trinchieri brodelte. Das Highlight zum Abschluss: Robin Christen traf mit der Sirene aus gut neun Metern zum 26:22.

Das 2. Viertel: Nach Punkten von Christen zum 28:22 sowie Will Vorhees zum 30:24 lag der krasse Außenseiter mit sechs Punkten vorne. Trinchieri reagierte mit einer Auszeit und tobte. In der Folge zog das Schwergewicht von der Isar in der Defense an, was Rasta größere Probleme bereitete. Dank der Punkte 11 bis 16 von Sosa blieb Rasta zwar bis zum 38:37 vorne, doch dann übernahm der FCB. Vechta punktete nur noch an der Freiwurflinie (4x Jesse Hunt, 2x Marlin Mason aus dem Regionalliga-Team) und lag nach 20 Minuten mit 44:47 zurück. Rastas Klubchef Stefan Niemeyer hielt zur Pause fest: „Das ist sehr beachtlich, sehr engagiert.“

Das 3. Viertel: Die zweite Halbzeit begann zäh, erst nach 2:50 Minuten gab's die ersten Punkte per Dreier von Münchens Nick Weiler-Babb. Rasta ließ jedoch nicht locker und blieb dran (51:53). Aber: Nach guten Defense-Sequenzen gab's zwei, drei kopflose Aktionen im Angriff. Mitte des dritten Viertels kassierte der tobende Trinchieri sein zweites technisches Foul und musste von Sportdirektor Daniele Baiesi aus der Halle geführt werden. Das spielende FCB-Personal reagierte im Stile eines Topteams und bestrafte jeden Rasta-Fehler eiskalt. Die Zahlen aus Rasta-Sicht: Aus einem 55:56 wurde ein 59:73.

Das 4. Viertel: Beim 60:75 verbuchte Rasta den größten Rückstand der Partie. Die Entscheidung? Noch nicht. Der Underdog muckte noch mal auf und machte aus einem 69:83 ein 77:83 – der Einsatz stimmte, auch wenn nicht alles klappte. Richtige Spannung kam jedoch nicht mehr auf, der Gast machte noch mal ernst. Weiler-Babb trug sein Team durch die Endphase und zog Rasta den Zahn, am Ende hatte der Ex-Ludwigsburger 30 Punkte auf dem Konto.

Der Ausblick: Für Rasta geht's am kommenden Samstag (13. März, 18.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Ratiopharm Ulm weiter. 


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Rasta Vechta - Bayern München 78:93 (44:47)

  • Viertel: 26:22, 18:25, 15:26, 19:20.
  • Punkte Vechta: Edgar Sosa (24), Will Vorhees (12), Jordan Barnett (11), Robin Christen, Björn Rohwer, Jannes Hundt (je 7), Jesse Hunt (6), Marlin Mason und Stefan Peno (je 2).
  • Punkte München: Nick Weiler-Babb (30), JaJuan Johnson (17), Vladimir Lucic (12), Diego Flaccadori, Leon Radosevic, Paul Zipser (je 8), David Krämer, Robin Amaize (je 3), James Gist und Zan Sisko (je 2).

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