Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

77:89 - Rasta verliert auch das Kellerduell in Chemnitz

Zum Abschluss der Hinrunde in der Basketball-Bundesliga verbuchte der arg dezimierte Tabellenvorletzte die nächste Enttäuschung. Hier der Spielbericht.

Artikel teilen:
Im Offensivmodus: Vechtas Jannes Hundt (links) gegen den Chemnitzer Marcus Thornton. Foto: Stimpel

Im Offensivmodus: Vechtas Jannes Hundt (links) gegen den Chemnitzer Marcus Thornton. Foto: Stimpel

Rasta Vechta hat die Hinrunde in der Basketball-Bundesliga mit einer weiteren Enttäuschung abgeschlossen. Der Tabellenvorletzte der BBL verlor am Mittwochabend das Kellerduell beim Aufsteiger Niners Chemnitz mit 77:89 (35:42) und konnte erneut die Ausfälle von Jean Salumu, Dennis Clifford und Philipp Herkenhoff nicht kompensieren. Rasta hat nun 6:28 Punkte auf dem Konto, die Lage im Tabellenkeller wird immer prekärer. Vechtas Topscorer in Chemnitz war Will Vorhees mit 21 Punkten, gefolgt von Jordan Barnett (17) und Stefan Peno (15). Vorhees holte zudem neun Rebounds, Peno kam auf acht Steals. Das Kellerduell und seine Etappen: 

Das Personal, Teil eins: Rasta ohne drei - das galt auch in Chemnitz. Wie schon am vergangenen Samstag gegen Frankfurt (72:96) fielen neben dem langzeitverletzten Philipp Herkenhoff auch die beiden Topscorer Jean Salumu und Dennis Clifford aus. Das Trio reiste gar nicht erst mit nach Sachsen. Martin Kalu, der am Samstag im Alter von 16 Jahren und neun Tagen sein Debüt in der BBL gefeiert hatte und damit der jüngste Spieler in Rastas Erstliga-Historie ist, war ebenfalls in Vechta geblieben. Der Grund: Unterricht an der Schule. Aufgefüllt wurde der Kader mit Malte Stenzel und Marlin Mason aus dem Regionalliga-Team. 

Das Personal, Teil zwei: Die Niners Chemnitz mussten erneut auf Center Filip Stanic (doppelter Bänderriss) verzichten. Power Forward Joe Lawson, der zuletzt Achillessehnenprobleme hatte und zweimal fehlte, stand derweil im Kader. „Er ist noch nicht bei 100 Prozent, aber ich hoffe, dass er uns zehn bis 15 gute Minuten geben kann“, sagte Niners-Coach Rodrigo Pastore vor dem ersten BBL-Duell der beiden Teams. In der 2. Liga ProA hatte es zwischen 2012 und 2018 insgesamt acht Duelle gegeben (7:1 für Rasta). 

Wohin mit dem Ball? Rasta-Center Björn Rohwer (links). Foto: StimpelWohin mit dem Ball? Rasta-Center Björn Rohwer (links). Foto: Stimpel

Das 1. Viertel: Viertletzter gegen Vorletzter – es war viel Druck auf dem Kessel, und das war nicht zu übersehen. Die Startphase verlief eher unrund, der Einsatz stimmte, aber es haperte am Spielfluss. Beim Stand von 5:10 nahm Rasta-Trainer Thomas Päch die erste Auszeit. Die Pause wirkte: Rasta, das mit 0/5 Dreiern startete, kam offensiv besser ins Spiel. Aus einem 9:13 wurde ein 17:13, in diesem 8:0-Lauf traf Jordan Barnett zwei Dreier. Ausgerechnet Barnett, der zuletzt gegen Frankfurt die komplette zweite Halbzeit auf der Bank geschmort hatte.

Das 2. Viertel: Bis zum 19:17 lag Rasta knapp vorne, dann gab's einen 0:9-Lauf zum 19:26. Rasta leistete sich in dieser Phase leichte Ballverluste und kam in der Defense oft zu spät. Die Niners, vor der Partie mit einer 38,7-Prozent-Quote das viertbeste Dreier-Team der BBL, kamen offensiv ins Rollen, trafen drei Dreier und lagen beim 36:26 erstmals zweistellig in Führung. Vechta hatte daran zu knabbern und lief bis zur Pausensirene nur hinterher (30:38, 33:42). Rastas Probleme: die Unterlegenheit bei den Rebounds (13:21) sowie die Dreier-Quote (4/15).

Das 3. Viertel: Rasta startete bissig in die zweite Halbzeit und kam zu sechs leichten Punkten. Aber: Es war nur ein Strohfeuer. Aus einem 41:45 wurde ein 41:50, gefolgt von einem 43:55 – der bis dato größte Rückstand für Rasta. Der Gast schaffte es nicht, die vielen Turnover der Niners zu nutzen. Die Dreier-Quote rauschte weiter in den Keller (4/19) – und der Rückstand pendelte sich bei 14 Punkten ein (47:61, 51:65). Ein Mini-Schlussspurt mit fünf Punkten schürte dann die Hoffnungen auf eine Wende.

Das 4. Viertel: Barnett, der die letzten drei Zähler im 3. Viertel gemacht hatte, legte sechs Punkte nach. 62:68 – Rasta, arg dezimiert und irgendwie auch limitiert, aber unermüdlich, war wieder dran. Fortan gab es einen echten Abnutzungskampf, nicht schön, aber spannend. 69:72, 70:75, 74:78 – Rasta hechelte tapfer hinterher, verpasste aber den letzten Schritt der Aufholjagd. Beim 74:85 waren es wieder elf Punkte Rückstand, das war zermürbend. Rasta hing erschöpft in den Seilen, auf den letzten Metern fehlte die Kraft. Am Ende ging's nur noch um die Differenz – mit Blick auf einen möglichen direkten Vergleich am Saisonende.

Der Ausblick: Für Rasta geht's Schlag auf Schlag weiter - und zwar mit zwei Heimspielen binnen drei Tagen. Bereits am Freitag steigt das Kräftemessen mit Tabellenführer MHP Riesen Ludwigsburg (19.00 Uhr), ehe am Sonntag (18.00 Uhr) die Löwen Braunschweig im Rasta-Dome gastieren.


Niners Chemnitz - Rasta Vechta 89:77 (42:35)

  • Viertel: 15:17, 27:18, 23:21, 24:21.
  • Punkte Chemnitz: Terrell Harris (20), Marcus Thornton (15), George King (14), Isiaha Mike (11), Jonas Richter (10), Jan Niklas Wimberg (8), Dominique Johnson (4), Malte Ziegenhagen (3), Joseph Lawson III und Virgil Matthews (je 2).
  • Punkte Vechta: Will Vorhees (21), Jordan Barnett (17), Stefan Peno (15), Josh Young (7), Björn Rohwer (6), Jesse Hunt (4), Robin Christen (3), Jannes Hundt und Tim Hasbargen (je 2).

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

77:89 - Rasta verliert auch das Kellerduell in Chemnitz - OM online