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75:84-Pleite in Frankfurt: Rasta taumelt dem Abstieg entgegen

Für den Tabellenletzten der 1. Basketball-Bundesliga rückt das rettende Ufer in weite Ferne. Und die Leistung bei den Skyliners gibt wenig Anlass zur Hoffnung.

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Duell der Center: Rastas Dennis Clifford (Mitte) gegen Frankfurts Michael Kessens, der von 2018 bis 2020 für Vechta spielte. Foto: Jan Hübner

Duell der Center: Rastas Dennis Clifford (Mitte) gegen Frankfurts Michael Kessens, der von 2018 bis 2020 für Vechta spielte. Foto: Jan Hübner

Die Basketballer von Rasta Vechta taumeln dem Abstieg in die 2. Bundesliga ProA entgegen. Der Tabellenletzte der 1. Bundesliga verlor am Donnerstagabend auch das Auswärtsspiel bei den Skyliners Frankfurt mit 75:84 (42:38). Für Rasta war's die siebte Niederlage in Serie und die 18. Pleite im 21. Spiel. Vechtas Topscorer war Robin Christen mit 16 Punkten, gefolgt von Will Vorhees (15). Rasta wurde ein schwaches drittes Viertel (8:21) zum Verhängnis - und 19 Ballverluste. Das Spiel und seine Etappen: 

Die Ausgangslage: Bereits vor dem Sprungball in der Fraport-Arena hatte sich Rastas Lage durch die Siege von vier Rivalen dramatisch verschärft. Was am Dienstag mit dem Ende von Bayreuths Durststrecke begann (91:76 in Bonn), setzte sich am Mittwochabend fort. Würzburg überraschte im 600. BBL-Spiel von Alex King mit einem 94:84-Erfolg in Crailsheim, die BG Göttingen vergrößerte ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze per 101:92 in Braunschweig. Und der Mitteldeutsche BC, der aktuell den letzten Nichtabstiegsplatz inne hat, stoppte seinen freien Fall (sieben Niederlagen in Serie) mit einem 102:81 im Kellerduell gegen Gießen.

Das Personal: Nichts Neues bei Rasta im Vergleich zum letzten Spiel in Bonn. Neben den langzeitverletzten Jean Salumu und Philipp Herkenhoff fiel auch Kapitän Josh Young erneut aus. Die Skyliners Frankfurt, die zuletzt mit vier Niederlagen in Folge den Kontakt zu den Playoff-Plätzen verloren hatten, haben in Richard Freudenberg auch einen Langzeitverletzen. Stark angeschlagen war Konstantin Konga.

Den Gegner im Nacken: Rastas Robin Christen (links) gegen Bruno Vrcic. Foto: Jan Hübner Den Gegner im Nacken: Rastas Robin Christen (links) gegen Bruno Vrcic. Foto: Jan Hübner 

Das 1. Viertel: Die zwei offensivschwächsten Teams der BBL standen sich gegenüber (Skyliners nur 76,6 Punkte im Schnitt, Rasta 79,0) – und das sah man. Es gab viel Stückwerk und elf Turnover im ersten Viertel (6:5). Immerhin: Rasta traf drei Dreier (Hasbargen, Christen, Vorhees) und verbuchte vom Start weg kleine Führungen (5:0, 10:8, 18:15). Schön war's nicht, aber eine Steigerung im Vergleich zum 1. Viertel im Hinspiel (19:29).

Das 2. Viertel: Rasta legte zwei weitere Dreier nach (2x Barnett) und verbuchte beim 26:18 die größte Führung. Frankfurt hatte Probleme im Angriff, die Gäste konnten das aber nicht richtig nutzen. Die Führung blieb relativ konstant (30:23, 33:26, 35:28, 40:34), hätte aber definitiv größer sein können – wenn nicht sogar müssen. Und zur Pause hieß es nur 42:38. Stark bei Rasta: Center Björn Rohwer (9 Punkte in der 1. Halbzeit) und die Dreier-Quote (7/11).

Das 3. Viertel: Rasta erwischte einen miesen Start in die zweite Halbzeit. 4:22 Minuten gab's keine Punkte für die Gäste, stattdessen die Ballverluste zehn, elf und zwölf. Folge: ein 0:10-Lauf zum 42:48. Robin Christen stoppte die Krise mit fünf Punkten in Serie. Aber es war nur ein Strohfeuer. Keine Kreativität, keine Treffer aus der Distanz, große Lücken in der Defense, Turnover 13 bis 18 – es war ein Viertel zum Vergessen, mit einem 50:59 ging es in den Schlussabschnitt.

Das 4. Viertel: Das letzte Viertel begann mit einer Auszeit der Referees; das Netz am Rasta-Korb war defekt. Die Reparatur mit Kabelbinder und Tape zog sich in die Länge, führte irgendwann aber zum Erfolg. Rastas Defizite blieben vorerst. 50:64, 52:67, 56:72 – das Unheil nahm seinen Lauf. Oder doch nicht? Eine 10:0-Serie zum 66:72 brachte neue Hoffnung. Rasta war wieder da, und das ohne Sosa, Peno und Clifford. 73:79 – noch knapp zwei Minuten. Frankfurt brachte das kleine Polster ins Ziel; angeführt von Jon Axel Gudmundsson sowie Matt Mobley (13 Punkte, 11 Assists, 8 Rebounds).

Der Ausblick: Bereits am Sonntag (7. März) geht's für Rasta Vechta weiter - und die Hürde ist verdammt hoch. Das Starensemble des FC Bayern München, in der EuroLeague ein heißer Playoff-Kandidat, gastiert um 15.00 Uhr im Rasta-Dome.


Skyliners Frankfurt - Rasta Vechta  84:75 (38:42)

  • Viertel: 15:18, 23:24, 21:8, 25:25
  • Punkte Frankfurt: Jon Gudmundsson (17), Quantez Robertson (15), Bruno Vrcic (13), Matt Mobley (13), Kamari Murphy (9), Rasheed Moore (7), Michael Kessens (6), Joe Rahon (3),  Marco Völler (1).
  • Punkte Vechta: Robin Christen (16), Will Vorhees (15), Björn Rohwer (9), Jordan Barnett (9), Tim Hasbargen (7), Dennis Clifford (6), Edgar Sosa (4),  Stefan Peno (4),  Jesse Hunt (3), Jannes Hundt (2). 

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