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72:96 - Rasta mit erschreckend schwacher Leistung

Vechtas Basketballer kassieren gegen die Skyliners Frankfurt eine herbe Niederlage und bleiben Tabellenvorletzter.

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Zähes Ringen: Rastas Jesse Hunt (links) gegen Rasheed Moore. Foto: Schikora

Zähes Ringen: Rastas Jesse Hunt (links) gegen Rasheed Moore. Foto: Schikora

Die Basketballer von Rasta Vechta sind mit einer herben Niederlage in ihre Wochen der Wahrheit gestartet. Der Tabellenvorletzte der 1. Bundesliga unterlag am Samstagabend den Skyliners Frankfurt nach einer erschreckend schwachen Leistung mit 72:96 (32:48). Rasta, das ohne seine Leistungsträger Jean Salumu und Dennis Clifford spielen musste, hat nun 6:26 Punkte auf dem Konto. Topscorer bei Rasta war Kapitän Josh Young mit 17 Punkten, gefolgt von Will Vorhees (13) und Jannes Hundt (12). Überragender Akteur des Abends war Frankfurts Matt Mobley mit 30 Punkten, auch Ex-Rasta-Center Kamari Murphy (16) machte ein starkes Spiel. Das Match und seine Etappen: 

Das Personal: Rasta ging das letzte Heimspiel der Hinrunde mit großen Personalsorgen an. Neben dem langzeitverletzten Philipp Herkenhoff fehlten auch Jean Salumu und Dennis Clifford - und damit die beiden Topscorer des Teams (14,5 bzw. 12,3 Punkte pro Partie). Während  Salumu nach wie vor Probleme an der Sehne in der Fußsohle hat, hütete Clifford mit einer leichten Gehirnerschütterung das Bett. Aufgefüllt wurde der Kader mit zwei Spielern aus Rastas Regionalliga-Kader: Der Ende Januar 16 Jahre alt gewordene Martin Kalu sowie US-Forward Marlin Mason standen erstmals in dieser Saison im BBL-Aufgebot. Die Frankfurter,  die am Dienstag in Ulm unglücklich mit 76:80 verloren hatten, mussten auf Aufbauspieler Konstantin Konga (Prellung an der Hüfte) verzichten. Rasheed Moore, der in Ulm eine Platzwunde am Kopf erlitten hatte, stand derweil im Kader. Die Wunde war mit drei Stichen genäht worden.

Das 1. Viertel: Nach einem guten Start (5:0, 7:2, 13:11) kam Rasta vom Kurs ab, minutenlang klappte wenig bis gar nichts. Folge: eine 0:13-Serie zum 13:24. Frankfurts Topscorer Matt Mobley konnte in dieser Phase machen, was er wollte - nach acht Minuten hatte der drittbeste BBL-Werfer bereits elf Punkte auf seinem Konto. Dank einer starken Dreier-Quote (5/8) hatten die Hessen im ersten Viertel alles im Griff. Rasta lief also früh deutlich hinterher (15:26, 19:29) - vor allem in der Defense passte die Abstimmung überhaupt nicht.

Duell der Point Guards: Rastas Stefan Peno (links) gegen Frankfurts Joe Rahon. Foto: SchikoraDuell der Point Guards: Rastas Stefan Peno (links) gegen Frankfurts Joe Rahon. Foto: Schikora

Das 2. Viertel: Neues Viertel, altes Leid - im Angriff lief bei Rasta wenig zusammen, die Offense wirkte planlos und konfus. Clifford als Fixpunkt unter dem Korb und Salumus Attackemodus wurden schmerzlich vermisst. Und nach einer weiteren 0:8-Serie lag Rasta mit 15 Punkten zurück (22:37), kurz danach waren es beim 29:45 sogar 16 Punkte Differenz. Frankfurt genoss seine Freiheiten im Angriff und traf seine offenen Würfe gnadenlos. Zur Pause lag Rasta mit 32:48 zurück - eine schwere Hypothek für die zweite Halbzeit.

Die Statistik zur Pause: Frankfurts Mobley war mit 16 Punkten, fünf Rebounds und drei Assists der Mann der ersten Halbzeit. Ebenfalls stark bei den Gästen: der Ex-Rasta-Center Kamari Murphy mit elf Punkten und einer 100-Prozent-Quote aus dem Feld (4/4) sowie an der Freiwurflinie (3/3). Die Skyliners trafen acht Dreier bei 16 Versuchen. Und Rasta? Josh Young versuchte alles, brauchte für seine zwölf Punkte aber 15 Würfe. Vechta schaffte es auch nicht, die Gäste zu attackieren. Frankfurt hatte zur Pause erst sechs Fouls.

Das 3. Viertel: Beim 32:51 lag Rasta mit 19 Punkten zurück - der Weg zum Sieg wurde immer weiter. Und die Gastgeber leisteten sich zum Teil haarsträubende Fehler. Zwei Dreier von Robin Christen und Josh Young brachten Vechta dann auf 42:54 ran - neue Hoffnung beim Tabellenvorletzten. Aber: Die Lücken in der Defense waren riesig, Frankfurt hatte immer wieder leichtes Spiel. Das Kuriose: Vechta blieb irgendwie im Spiel, vor dem Schlussviertel lag Rasta mit 55:66 zurück. Noch war alles drin. 

Das 4. Viertel: Nach einem schnellen Dreier von Jannes Hundt zum 58:66 und einer guten Defense-Aktion hatte Rasta im nächsten Angriff die Chance, auf sechs oder gar fünf Punkte ranzukommen. Ohne Erfolg. Und kurz danach hieß es wieder 58:71 und sogar 60:81. Es war eine trostlose Phase. Rasta zerbrach in seine Einzelteile, die Leistung war schlecht, der Frust groß. Und am Ende stand eine hohe Niederlage. Notiz am Rande: Im Laufe der letzten anderthalb Minuten kamen Mason und Kalu zu ihrer BBL-Premiere.

Der Ausblick: Für Rasta steht am kommenden Mittwoch (10. Februar, 19.00 Uhr) der Hinrundenabschluss beim Aufsteiger Niners Chemnitz an. Am Freitag (12. Februar, 19.00 Uhr) und Sonntag (14. Februar, 18.00 Uhr) folgen dann die Heimspiele gegen den Spitzenreiter MHP Riesen Ludwigsburg bzw. die Löwen Braunschweig um den Ex-Rastaner Luc van Slooten.

Duell der Shooting Guards: Rastas Josh Young (links) gegen Frankfurts Topscorer Matt Mobley. Foto: SchikoraDuell der Shooting Guards: Rastas Josh Young (links) gegen Frankfurts Topscorer Matt Mobley. Foto: Schikora

Rasta Vechta - Skyliners Frankfurt 72:96 (32:48)

  • Viertel: 19:29, 13:19, 23:18, 17:30.
  • Punkte Vechta: Josh Young (17), Will Vorhees (13), Jannes Hundt (12), Stefan Peno (8), Robin Christen (7), Tim Hasbargen, Björn Rohwer und Jesse Hunt (je 5).
  • Punkte Frankfurt: Matt Mobley (30), Kamari Murphy (16), Quantez Robertson (14), Jon Axel Gudmundsson (12), Michael Kessens (9), Rasheed Moore (5), Bruno Vrcic (4), Joe Rahon und Len Schoormann (je 3).

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