Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

71:80 - Rasta taumelt in die nächste Niederlage

Der Tabellenletzte der Basketball-Bundesliga verlor am Sonntagabend auch gegen die Löwen Braunschweig. Wie schon im Hinspiel gab es einen fatalen Einbruch nach der Pause.

Artikel teilen:
So sieht Abstiegskampf aus: Eine Szene vom Sonntagabend im Rasta-Dome. Foto: Schikora

So sieht Abstiegskampf aus: Eine Szene vom Sonntagabend im Rasta-Dome. Foto: Schikora

Die Luft für Rasta Vechta im Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga wird immer dünner: Der Tabellenletzte verlor am Sonntagabend das Heimspiel gegen die Löwen Braunschweig mit 71:80 (45:40) und läuft Gefahr, das rettende Ufer aus den Augen zu verlieren. Eine gruselige zweite Halbzeit war die Ursache für die 16. Niederlage im 19. Spiel. Rastas Topscorer war Josh Young mit 16 Punkten (14 in der ersten Halbzeit), gefolgt von Jesse Hunt und Björn Rohwer (je 11). Beste Braunschweiger waren einmal mehr Karim Jallow (18) und Lukas Meissner (16). Das Spiel und seine Etappen: 

Das Personal: Nichts Neues bei Rasta Vechta - und das waren keine guten Nachrichten. Der Tabellenletzte spielte abermals ohne Philipp Herkenhoff, Jean Salumu und Dennis Clifford. Der angeschlagene Kapitän Josh Young, der am Freitagabend gegen Ludwigsburg aufgrund seiner Probleme im rechten Oberarm nur zweimal auf den Korb geworfen hatte, konnte aber spielen. Die Braunschweiger mussten derweil bei ihrem dritten Auswärtsspiel binnen fünf Tagen erneut auf Bazoumana Kone (Rückenprobleme) und den seit dem Hinspiel schwerer erkrankten Kostja Mushidi verzichten. Der litauische Neuzugang Arnas Velicka, seit Montag bei den Löwen unter Vertrag und damit der dritte ausländische Profi im Aufgebot des Dennis-Schröder-Klubs, absolvierte in Vechta sein zweites Spiel für seinen neuen Arbeitgeber. 

Die Ausgangslage: Rastas Situation hatte sich am Freitagabend durch die Siege von Gießen (in Oldenburg), Bonn (in Hamburg) und Chemnitz (gegen Bamberg) drastisch verschlechtert. Vechta fiel auf den letzten Platz zurück - und der Rückstand auf die Konkurrenz wurde größer. Die neue Gemengelage erhöhte den Erfolgsdruck für die Partie gegen die Braunschweiger, die nach zwei Corona-Zwangspausen mit vier Spielen in Rückstand sind und mit 10:18 Punkten der breiten Gefahrenzone angehören.

Schwerer Wurf: Rastas Robin Christen gegen Braunschweig. Foto: SchikoraSchwerer Wurf: Rastas Robin Christen gegen Braunschweig. Foto: Schikora

Das 1. Viertel: Die ersten acht Minuten waren nach dem Geschmack von Rasta-Coach Thomas Päch. Auf dem Weg zur 21:14-Führung traf Vechta fünf Dreier – genauso viele wie am Mittwoch in Chemnitz (5/27) sowie einer mehr als am Freitag gegen Ludwigsburg (4/20). Danach lief allerdings nichts mehr zusammen. Rasta sammelte Fouls (neun im 1. Viertel) statt Punkte und fiel auf 22:26 zurück – das schöne Polster war ruck, zuck wieder weg.

Das 2. Viertel: Rastas Vier-Punkte-Rückstand hielt bis zum 28:32 an. Danach schafften es die Gastgeber, das Kommando wieder zu übernehmen – angeführt von Björn Rohwer, der fünf Punkte in Serie machte, sowie Kapitän Josh Young (14 Punkte zur Pause), der mit seinem dritten Dreier des Abends zum 38:36 und drei getroffenen Freiwürfen die Basis für die 45:40-Pausenführung legte. Zwischenfazit: Es war ein zähes Ringen, ein technisches und drei unsportliche Fouls inklusive.

Das 3. Viertel: 47:40, 49:44, 51:48, 56:53 – Rasta konnte seine Führung relativ lange halten. Es war nicht schön, aber extrem spannend – ein klassischer Abstiegskampf, in dem die Nerven blank lagen. Auch Päch kassierte ein technisches Foul, er haderte mit der in seinen Augen zu einseitigen Foulauslegung der Schiris. Rasta zitterte immer mehr und kassierte in der Endphase des dritten Viertels eine fatale 0:10-Serie zum 56:63. Selbst einfachste Sachen gingen schief – und die Dreier-Quote rauschte in den Keller (1/8 im dritten Viertel).

Das 4. Viertel: Beim 59:70 und 61:71 war Rastas Rückstand zweistellig, die Gastgeber trafen in der Offense zum Teil fürchterliche Entscheidungen – eine Phase, die zum Tabellenstand passte. Gut zwei Minuten vor Schluss lag Rasta mit 65:74 zurück – „nur“ neun Punkte, da die Löwen zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Freiwürfe verworfen hatten. Daraus konnten die Gastgeber aber kein Kapital schlagen. Das letzte Aufbäumen war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt, die Köpfe gingen immer weiter nach unten, die Löwen nahmen die Punkte verdient mit.

Der Ausblick: Am kommenden Wochenende pausiert die BBL aufgrund der EM-Qualifikation. Weiter geht's für Rasta Vechta am 27. Februar (Samstag, 20.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei den Telekom Baskets Bonn, dem Ex-Klub von Päch.


Rasta Vechta - Löwen Braunschweig

  • Viertel: 22:26, 23:14, 11:23 
  • Punkte Vechta: Josh Young (16), Björn Rohwer, Jesse Hunt (je 11),  Jordan Barnett (9), Jannes Hundt, Will Vorhees (je 8), Stefan Peno (4), Robin Christen und Tim Hasbargen (je 2).
  • Punkte Braunschweig: Karim Jallow (18),  Lukas Meisner (16), Lukas Wank (12),  Gavin Schilling (11), Arnas Velicka (9), Luc van Slooten, Martin Peterka (je 5), Garai Zeeb (2), James Robinson und Jannik Göttsche (je 1). 

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

71:80 - Rasta taumelt in die nächste Niederlage - OM online