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71:101 - Rasta Vechta wird im Derby von Oldenburg überrollt

Im Weser-Ems-Duell der Basketball-Bundesliga gab's klare Verhältnisse. Der Playoff-Anwärter aus Oldenburg spielte Katz und Maus mit dem Abstiegskandidaten.

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Konzentriert, aber erfolglos: Rastas Dennis Clifford (rechts) gegen Rasid Mahalbasic. Foto: nordphoto/Rojahn

Konzentriert, aber erfolglos: Rastas Dennis Clifford (rechts) gegen Rasid Mahalbasic. Foto: nordphoto/Rojahn

Herbe Abreibung im Derby: Die Basketballer von Rasta Vechta haben am Freitagabend in der 1. Bundesliga das Weser-Ems-Duell bei den EWE Baskets Oldenburg mit 71 :101 (36:63) verloren und dabei eine erschreckend schwache erste Halbzeit gezeigt. Rasta, das aus dem jüngsten Sieg gegen Ulm viel Selbstvertrauen gezogen hatte, davon in Oldenburg aber nichts zeigte, fiel mit 8:40 Punkten auf den letzten Platz zurück. Vechtas Topscorer war Jesse Hunt mit 15 Punkten, gefolgt von Will Vorhees (13) und Stefan Peno (10). Das zehnte Derby und seine Etappen: 

Das Personal: Gute Nachricht für Rasta: Der Kapitän war wieder an Bord. Josh Young, der vier Spiele mit einer Schulterverletzung gefehlt hatte, feierte in Oldenburg sein Comeback. "Es hilft uns ungemein, dass Josh wieder dabei ist", sagte Rastas Coach Thomas Päch vor der Partie. Als siebter Ausländer setzte Jordan Barnett aus. Die EWE Baskets Oldenburg mussten unterdessen wie schon beim jüngsten 102:108-Spektakel bei Bayern München auf Power Forward Nathan Boothe (Entzündung im Fuß) verzichten. Boothe war beim 82:80-Hinspielsieg der Oldenburger mit 23 Punkten der Topscorer. 

Das 1. Viertel: Der Start gehörte Oldenburgs Center Rasid Mahalbasic: Er hängte Dennis Clifford zwei schnelle Fouls an und machte neun der ersten 14 Punkte der EWE Baskets. Beim 7:16 nahm Rasta-Coach Thomas Päch die erste Auszeit, die Mängelliste war lang – vor allem in der Defense war sein Team oft zu spät. Es wurde nicht besser, beim 11:27 war der Rückstand schon riesig. Kurzum: Die beste Offense der Liga rollte gnadenlos über fahrige Gäste hinweg.

Luftduell: Rastas Will Vorhees (links) gegen Oldenburgs Martin Breunig. Foto: nordphotoRojahnLuftduell: Rastas Will Vorhees (links) gegen Oldenburgs Martin Breunig. Foto: nordphoto/Rojahn

Das 2. Viertel: Vechta fand defensiv weiter keinen Zugriff und lag nach zwölf Minuten bereits mit 22 Punkten zurück (22:44) – es bahnte sich ein Debakel an. Oldenburg feuerte aus allen Rohren (neun Dreier nach 15 Minuten bei einer Quote von 60 Prozent) und spielte Katz und Maus mit dem völlig überforderten Gast, der zur Pause bereits zehn Turnover hatte. Ein Lichtblick bei Rasta: Jesse Hunt mit neun Punkten in Folge. Zur Pause lag Vechta mit 36:63 zurück, die Luft war früh raus.

Das 3. Viertel: Mit der deutlichen Führung im Rücken ließ Oldenburg offensiv etwas nach. Rasta kam mit einer 7:0-Serie auf 43:65 heran. Von Spannung war das Derby allerdings meilenweit entfernt. Oldenburgs Crew um Jubilar Braydon Hobbs (200. Spiel in der BBL) schaltete irgendwann aber wieder einen Gang hoch und baute die Führung weiter aus (72:46, 77:48, 84:50) – auch weil Rasta im Angriff einfache Möglichkeiten ungenutzt ließ.

Das 4. Viertel: Minus 30 vor dem letzten Abschnitt (54:84) – für Rasta ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Und um die Frage, ob es die höchste Niederlage in Rastas BBL-Historie gibt. Der bisherige Negativwert datiert aus der Saison 16/17 – ein 57:101 gegen Bayern München. Die Partie trudelte unspektakulär aus. Oldenburg ließ die Youngster vom hinteren Ende der Bank ran (Hollatz, Agbakoko) – und Altmeister Rickey Paulding, mit 24 Punkten der Topscorer der einseitigen Partie, machte die 100 voll. Und Rasta? Wurde um 20.40 Uhr von der Schlusssirene erlöst.

Der Ausblick: Nach dem Match in Oldenburg ist Rasta Vechta nun gespannt, was die Kellerkonkurrenz an diesem Wochenende macht. Der Mitteldeutsche BC, aktuell Drittletzter mit 14:32 Punkten, erwartet am Samstag um 20.30 Uhr den Ex-Meister Brose Bamberg. Die Gießen 46ers (8:38 Punkte) treffen bereits um 18.00 Uhr auf s.Oliver Würzburg (14./14:28). Und die BG Göttingen (15./14:30) ist am Sonntag um 15.00 Uhr Gastgeber für die Telekom Baskets Bonn (12./16:28). Für Rasta geht's am nächsten Samstag (27. März) mit einem Big-Point-Spiel gegen Göttingen weiter. Spielbeginn im Rasta-Dome ist um 18.00 Uhr. Das Hinspiel hatte Vechta mit 102:90 nach Verlängerung gewonnen. 


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EWE Baskets Oldenburg - Rasta Vechta 101:71 (63:36)

  • Viertel: 32:19, 31:17, 21:18, 17:17. 
  • Punkte Oldenburg: Rickey Paulding (24), Braydon Hobbs (18), Rasid Mahalbasic (17), Keith Hornsby (15), Martin Breunig (10), Phil Pressey (7), Philipp Schwethelm (6), Jacob Hollatz und Sebastian Herrera (je 2).
  • Punkte Vechta: Jesse Hunt (15), Will Vorhees (13), Stefan Peno (10), Dennis Clifford (8), Josh Young, Robin Christen (je 7), Edgar Sosa, Jannes Hundt (je 4) und Tim Hasbargen (3).

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