Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

70:86 - Rasta verpasst die Überraschung

Vechtas Basketballer zogen beim Meister und Pokalsieger Alba Berlin den Kürzeren. Am Anfang des Schlussviertels war's noch richtig eng, aber dann machte der Favorit alles klar.

Artikel teilen:
Eng dran: Rastas Dennis Clifford (rechts) gegen Berlins Maodo Lo. Foto: nordphoto/Engler

Eng dran: Rastas Dennis Clifford (rechts) gegen Berlins Maodo Lo. Foto: nordphoto/Engler

Sie hielten lange gut mit, aber am Ende ging ihnen der Sprit aus: Die Basketballer von Rasta Vechta haben in der 1. Bundesliga ihr Auswärtsspiel beim Titelverteidiger Alba Berlin mit 70:86 (44:43) verloren. Das Team von Coach Thomas Päch, der ebenso wie Co-Trainer Derrick Allen, Stefan Peno, Dennis Clifford und Jannes Hundt an die alte Wirkungsstätte zurückkehrte, bleibt damit Tabellenvorletzter in der BBL. Rastas Topscorer in Berlin war Jordan Barnett mit 15 Punkten, gefolgt von Josh Young und Clifford (je 10). Das ungleiche Duell und seine Etappen:

Die Ausgangslage: Rasta Vechta reiste nach drei Siegen in Serie selbstbewusst und ausgeruht in die Hauptstadt - wohl wissend um die Tatsache, dass man krasser Außenseiter ist. Gut für den Tabellenvorletzten: Mit dem Mitteldeutschen BC, Chemnitz, Würzburg und Gießen hatten am Samstagabend vier Kellerrivalen verloren. Titelverteidiger Alba Berlin (20:2 Punkte) absolvierte gegen Rasta das vierte Heimspiel binnen acht Tagen - und die 13. Partie im Januar. Nach den EuroLeague-Highlights gegen ZSKA Moskau am Mittwoch (68:71) und Real Madrid am Freitag (63:72) war das Spiel gegen Rasta für Alba-Manager Marco Baldi ein "Mentalitätstest" für Berlins gestresste Truppe. 

Das Personal: Rasta musste in Berlin auf Jean Salumu verzichten. Der Belgier, bei den drei Siegen gegen Bamberg, Gießen und Göttingen Topscorer mit jeweils über 20 Punkten, hatte Probleme an der Achillessehne und wurde mit Blick auf die kommenden Big-Point-Spiele geschont. Will Vorhees feierte dadurch sein Comeback im Kader; gegen Gießen und in Göttingen hatte er als siebter Ausländer zugeschaut. Bei Alba Berlin fehlten Niels Giffey und Peyton Siva. Giffey ist schon länger verletzt, Spielmacher Siva war unterdessen am Mittwoch gegen Moskau umgeknickt.  

Wer springt am höchsten? In diesem Fall Rastas Jesse Hunt (rechts). Foto: nphEnglerWer springt am höchsten? In diesem Fall Rastas Jesse Hunt (rechts). Foto: nph/Engler

Das 1. Viertel: Zum Abschluss der harten Heim-Woche kam Alba zunächst gut aus den Startlöchern. 6:3, 12:8, 14:10 – der Titelverteidiger setzte die ersten Akzente. Dann aber konterte der Außenseiter und löste mit einer 9:0-Serie (Dreier Josh Young, Dreier Tim Hasbargen, Korbleger plus Freiwurf Jordan Barnett) zum 19:14 eine Auszeit von Albas Coach Aito Garcia Reneses aus. Berlin traf direkt danach einen Dreier. Rastas Antwort? Sieben Punkte in Serie von Barnett zum 26:17 nach zehn Minuten.

Das 2. Viertel: Nach einem Korbleger von Björn Rohwer verbuchte Rasta erstmals eine zweistellige Führung (28:17). Alba reagierte cool, erhöhte den Druck in der Defense und war beim 28:30 wieder dran. Rasta-Coach Thomas Päch nahm eine Auszeit und sah danach, wie sein Team kleinere Führungen verteidigte (35:30, 39:34, 41:37). Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit geriet der Außenseiter aber doch noch mal in Rückstand (41:43), was Hasbergen mit seinem zweiten Dreier konterte. 44:43 – Rasta lag zur Pause vorne.

Das 3. Viertel: Die ersten Punkte der zweiten Halbzeit gingen auf das Konto von Rastas Guard Stefan Peno, aber nach diesem 46:43 geriet Vechtas Motor ein wenig ins Stottern. Nach einer 0:9-Serie lag der Gast mit 46:52 zurück. Der Underdog wankte kurz, brach jedoch nicht ein. Die Antwort war bärenstark: eine 11:0-Serie zum 57:52. Die Freude über den Zwischensprint hielt aber nicht lange an. Rasta kassierte einen 0:12-Lauf zum 57:64, den Will Vorhees per Korbleger stoppte. Rasta ging mit ���-5“ ins Schlussviertel, der Coup war noch möglich.

Das 4. Viertel: Zwei gute Offensivaktionen von Barnett – Dunking zum 61:64, Dreier zum 64:67 – schürten die Hoffnungen von Rasta. Aber: Alba, gestählt von diversen EuroLeague-Krimis in dieser Saison, nutzte kleine Fehler von Vechta eiskalt aus. Rasta sammelte Ballverluste statt Punkte, vor allem die Dreier wollten nicht fallen. Und so wurde aus einem 68:72 ein 68:81. Der Rest war Formsache für den tief besetzten Double-Gewinner der Vorsaison, der damit auch sein achtes Heimspiel der BBL-Saison gewann. Am Ende war's sogar deutlich.

Der Ausblick: Für Rasta geht's am kommenden Samstag (6. Februar, 18.00 Uhr) gegen die Skyliners Frankfurt weiter.


Alba Berlin - Rasta Vechta 86:70 (43:44)

  • Viertel: 17:26, 26:18, 21:15, 22:11.
  • Punkte Alba Berlin: Luke Sikma (16), Ben Lammers (14), Marcus Eriksson (13), Jonas Mattisseck (12), Jayson Granger, Louis Olinde (je 8), Simone Fontecchio (5), Maodo Lo (4), Tim Schneider und Johannes Thiemann (je 3).
  • Punkte Rasta Vechta: Jordan Barnett (15), Dennis Clifford, Josh Young (je 10), Tim Hasbargen (8), Robin Christen, Jesse Hunt, Stefan Peno (je 7), Will Vorhees (4) und Björn Rohwer (2).

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

70:86 - Rasta verpasst die Überraschung - OM online