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66:84 - Rasta verliert gegen Spitzenreiter  Ludwigsburg

Keine Überraschung im Rasta-Dome: Vechtas Basketballer unterliegen dem Liga-Primus. Nur im dritten Viertel konnte der Außenseiter halbwegs mithalten.

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Wachsame Defense: Rasta bei der Abwehrarbeit im Spiel gegen Ludwigsburg. Foto: Schikora

Wachsame Defense: Rasta bei der Abwehrarbeit im Spiel gegen Ludwigsburg. Foto: Schikora

Keine Chance im ungleichen Duell: Die Basketballer von Rasta Vechta haben am ersten Rückrundenspieltag der 1. Bundesliga das Kräftemessen mit Tabellenführer MHP Riesen Ludwigsburg verloren. Der personell erneut arg dezimierte Tabellenvorletzte zog am Freitagabend mit 66:84 (26:41) den Kürzeren. Topscorer bei Rasta waren Will Vorhees (19 Punkte) und Jordan Barnett (17). Das Spiel und seine Etappen: 

Die Ausgangslage: Der Tabellenvorletzte gegen den überragenden Spitzenreiter - mehr David gegen Goliath geht fast nicht. Ludwigsburg hat mit 32:2 Punkten die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte gespielt. Der Vizemeister hat nur in München verloren, die letzten 14 Spiele wurden allesamt gewonnen. Wenige Stunden vor dem Sprungball im Rasta-Dome wurde das Ludwigsburger Sonntagsspiel in Würzburg abgesagt. Grund: ein Corona-Fall bei den Franken. Mit anderen Worten: Riesen-Coach John Patrick musste in Vechta keine Rücksicht auf ein drittes Spiel binnen fünf Tagen nehmen.

Das Personal: Während die Ludwigsburger aus dem Vollen schöpfen konnten und ihren Point Guard Barry Brown als siebten Ausländer pausieren ließen, gab's bei Rasta Vechta die bekannten Ausfälle. Philipp Herkenhoff, Jean Salumu und Dennis Clifford - alle drei waren erneut nicht dabei. Der ebenfalls angeschlagene Kapitän Josh Young konnte derweil spielen. Aufgefüllt wurde der Kader mit Malte Stenzel, Martin Kalu und Marlin Mason aus dem Regionalliga-Team.

Unter Bedrängnis: Rastas Stefan Peno (links) gegen Jonas Wohlfarth-Bottermann. Foto: SchikoraUnter Bedrängnis: Rastas Stefan Peno (links) gegen Jonas Wohlfarth-Bottermann. Foto: Schikora

Das 1. Viertel: Rasta kam schwer in die Gänge. Die ersten fünf Angriffe? Ein Dreier-Fehlwurf und vier Turnover in knapp drei Minuten. Aber: Es wurde kurzzeitig besser, Rasta führte mit 6:2 und hielt bis zum 12:12 mit. Dann jedoch stotterte der Motor erneut, Rasta sammelte Ballverluste (fünf bis neun) statt Punkte und fiel per 0:9-Serie auf 12:21 zurück. Ein Auftaktviertel, das Böses erahnen ließ.

Das 2. Viertel: Nach insgesamt 4:46 Minuten ohne Punkt stoppte Will Vorhees die Durststrecke per Freiwurf (13:23). Die Kräfteverhältnisse blieben aber gleich: Rasta war nur ein Spielball für den Liga-Primus und war mit der Aggressivität und Physis des Vizemeisters überfordert. 13:27, 17:31, 20:38, 22:41 – der Rückstand wurde immer größer, ehe Jordan Barnett noch vier Punkte in Serie machte. Ärgerlich zur Pause: Es waren bereits 14 Turnovers (sechs von Stefan Peno in zehn Minuten Spielzeit).

Das 3. Viertel: Nach nur 43 Sekunden nahm Gäste-Coach John Patrick eine Auszeit, Rasta hatte die Riesen mit deutlich erhöhter Intensität auf dem falschen Fuß erwischt. 30:41, 35:44, 39:49 – der Underdog kämpfte sich zurück, verpasste allerdings viermal die Chance, noch näher ranzukommen. Schuld daran waren zum Teil haarsträubende Ballverluste. Mit einem 45:58 ging es ins Schlussviertel.

Das 4. Viertel: Beim 52:61 hatte Rasta die magische Zehn-Punkte-Marke geknackt. Ludwigsburg wurde jedoch nicht nervös und reagierte wie ein Spitzenteam – angeführt von Allrounder Jaleen Smith, der neben 18 Punkten auch fünf Rebounds, acht Assists und vier Steals verbuchte. Rasta fiel auf 52:66, 56:73 und 62:82 zurück. Es war ein ungleicher Kampf, zumal Rasta sein Turnover-Problem nicht in den Griff bekam und die Dreier-Quote erneut schwach war.

Der Vechtaer zieht den Kürzeren: Will Vorhees (Mitte) gegen zwei Ludwigsburger. Foto: SchikoraDer Vechtaer zieht den Kürzeren: Will Vorhees (Mitte) gegen zwei Ludwigsburger. Foto: Schikora

Der Ausblick: Für Rasta geht's bereits am Sonntag (18.00 Uhr) mit dem nächsten Heimspiel weiter. Zu Gast im Rasta-Dome sind die Löwen Braunschweig mit dem Ex-Rastaner Luc van Slooten. Danach legt die BBL eine Pause wegen der EM-Qualifikation ein. 


Rasta Vechta - MHP Riesen Ludwigsburg 66:84 (26:41)

  • Viertel: 12:21, 14:20, 19:17, 21:26.
  • Punkte Vechta: Will Vorhees (19), Jordan Barnett (17), Robin Christen (9), Jesse Hunt (8), Björn Rohwer (6), Jannes Hundt (4) und Stefan Peno (3).
  • Punkte Ludwigsburg: Desi Rodriguez (20), Jaleen Smith (18), Jonah Radebaugh (12), Lukas Herzog (11), Jonas Wohlfarth-Bottermann (9), Jordan Hulls (6), Yorman Polas Bartolo (5) und Andrew Warren (3).

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