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52.500 Euro für SgH: Langförden sprengt alle Dimensionen

Der Wahnsinn in der Hochburg von „Sportler gegen Hunger“ geht in die nächste Runde. Die Organisatoren waren überwältigt von der riesigen Unterstützung im Ort.

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Daumen hoch für SgH: Viele Aktionen - hier ein Foto vom Kettcar-Rennen - brachten ein grandioses Ergebnis. Fotos: SgH-Team Langförden

Daumen hoch für SgH: Viele Aktionen - hier ein Foto vom Kettcar-Rennen - brachten ein grandioses Ergebnis. Fotos: SgH-Team Langförden

Es war kurz nach 21.00 Uhr, als die „Finanzministerin“ im Vereinsheim von BW Langförden zur Tat schritt. Am Bomhof war die Spannung förmlich greifbar. Sarah Dettmer, im SgH-Orga-Team der Langfördener die Fachkraft für akribische Buchhaltung, ergriff das Wort. In der Hand hielt sie einen riesigen Scheck, aber nur die Rückseite war zu sehen. Keine Chance für die anderen Mitstreiter aus ihrem Team, einen Blick auf den Erlös des Langfördener Power-Wochenendes für „Sportler gegen Hunger“ zu erhaschen. Alle hatten sie sich im Halbkreis aufgestellt. Mit einer Ausnahme: Oliver Wördemann, Sarah Dettmers kongenialer Partner in der Abteilung Einnahmen/Ausgaben, war aus beruflichen Gründen bereits wieder in Hohenfelde an der Ostsee und per WhatsApp-Videoanruf zugeschaltet.

Sie alle – egal, ob am Bomhof oder im Kreis Plön in Schleswig-Holstein – wussten, dass es „super gelaufen“ ist, dass der Erlös für die OV/KSB-Aktion wieder imposant sein würde. Aber die genauen Ausmaße des Wahnsinns, die exakte Summe kannte noch keiner – mit Ausnahme von Sarah Dettmer natürlich. Und nach einer kleinen Reise durch das Wochenende mit Bier- und Schampus-Boxen, „Mimos Mittagsmenü“, „Kaffeetafel tau huus“, „Neunmeterschießen to go“ und unzähligen weiteren Aktionen in der SgH-Hochburg lüftete sie das Geheimnis. „Wir können wirklich stolz auf uns sein“, sagte sie.

Es waren die letzten Worte, die man halbwegs verstehen konnte. Denn als Sarah Dettmer die absurde Summe von 52.500 Euro präsentierte, gab es eine Explosion der Emotionen. Riesiger Jubel, großes Geschrei, Ausnahmezustand. Wunderkerzen hier, Umarmungen da. Kurzum: Kollektive Ekstase nach dem Kassensturz. Und aus den Boxen im BWL-Klubheim dröhnte wieder der Song „Du schreibst Geschichte“ von Madsen, seit ein paar Jahren die Hymne des unermüdlichen Orga-Teams.

Eine starke Truppe, ein unglaublicher Scheck: Von links Christian Bothe, Timo Wördemann, Stefan Sieverding, David Kleier, Sarah Dettmer, Susanne Möhlmann, Kathrin Wegener, Michael Barth, Corinna Kleier und Christina Scheele.Eine starke Truppe, ein unglaublicher Scheck: Von links Christian Bothe, Timo Wördemann, Stefan Sieverding, David Kleier, Sarah Dettmer, Susanne Möhlmann, Kathrin Wegener, Michael Barth, Corinna Kleier und Christina Scheele.

Zweiundfünfzigtausendfünfhundert Euro, auch ausgeschrieben einfach unglaublich. Eine Summe, die schwer zu begreifen ist, die mal wieder alle Dimensionen sprengt. Ein SgH-Erlös, der die weiteren via WhatsApp-Videoanruf zugeschalteten Gäste geradezu sprachlos machte. BWL-Klubchef Hermann Moormann schüttelte ebenso ungläubig den Kopf wie der langjährige Ortsbürgermeister Josef Kläne.

Wer gedacht hatte, dass der Vorjahreserlös von 50.700 Euro ein Rekord für die Ewigkeit sein würde, der wurde an diesem Abend eines Besseren belehrt. „Man wundert sich jedes Jahr neu, wer da alles so mitmacht“, staunte Hermann Moormann. Auch Sarah Dettmer bedankte sich für die „unfassbar große Unterstützung im ganzen Ort“. Man habe überall offene Türen vorgefunden und viel Zuspruch erhalten.

Die drei kulinarischen Angebote für eine kleine SgH-Party daheim, das Mittagessen sowie die Kaffee- und Kuchentafel am Sonntagnachmittag trafen den Nerv der Kundschaft. „Unglaublich, wie man uns leer gekauft hat“, so Sarah Dettmer. Auch auf die Tombola-Lose gab's einen großen Run – 446 Preise warten auf ihre Gewinner, so viele wie noch nie. „Vielen Dank an alle Losverkäufer und Käufer“, sagte Sarah Dettmer in ihrem Abschlussfazit.

Bei aller Freude über den sensationellen Erlös ließ die Finanzchefin nicht unerwähnt, dass es in der Adventszeit „alles andere als einfach“ gewesen sei, sich für Plan B 2.0 zu motivieren. Die erneute Absage des SgH-Klassikers mit Firmencup, Ortsmeisterschaft im Fußball, Party und Showprogramm sei ein Dämpfer gewesen, so Sarah Dettmer: „Die Alternative der Alternative zu planen, war anfangs nicht der Brüller.“ Aber dann irgendwann platzte der Knoten. „Ich glaube, wir haben es ganz gut hinbekommen“, sagte Sarah Dettmer. Noch mal Jubel am Bomhof.

Die Liste der Unterstützer, die das Orga-Team am Tag nach dem Kassensturz präsentierte, war erneut sehr lang. Ein Dank geht an die Langfördener Hummels, die Altherren, die 1., 2., und 3. Herren, die A-Jugend, die 1. Damen, die alte 4. Herren, Ortsgemeinschaft Calveslage, HC Bergstrup, SV Leere Gläser, Tennistruppe, Stammtisch Pfingstturnier-Truppe, Wackere Brüder, Knallerfrauen, Kneipe Holtrup, Landjugend, Jagdgemeinschaft Langförden, Cranachstraße und die Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup. Der HGV Langförden und die Mittelstandsvereinigung waren als langjährige SgH-Partner auch wieder am Start.

Ein weiterer Dank geht an alle Helfer; an die Kuchenbäckerinnen und Essenauslieferer, an Rolf Farwick und seine Fala-Crew, an Herbert Sieverding, Ralph Wegener, Malte Schlömer, Pauline Averbeck, Roberto Matzk und Felix Eckhoff. Fazit: viele Hände, überragende Spende.

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