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4:4 – Bevern und Werlte spielen eine Partie „Ping-Pong“

Die beiden Fußball-Landesligisten boten sich einen offenen Schlagabtausch. Der SVB holte gleich dreimal einen Rückstand auf. Friesoythe feierte unterdessen den fünften Saisonsieg.

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Augen zu und durch: Beverns Jannis Wichmann (links) und Werltes Alexander Kenning im Kopfballduell. Foto: Bettenstaedt

Augen zu und durch: Beverns Jannis Wichmann (links) und Werltes Alexander Kenning im Kopfballduell. Foto: Bettenstaedt

Beste Unterhaltung wurde am Sonntagnachmittag den Zuschauern der Landesliga-Partie SV Bevern gegen Sparta Werlte geboten. Beim 4:4-Unentschieden sahen die Fans nicht nur acht Tore, sondern zudem viele Chancen und etliche Offensivaktionen. SVB-Coach Olaf Blancke war direkt nach dem Schlusspfiff sichtlich aufgewühlt. „Ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll. Es war wie ein ,Ping-Pong'-Spiel, bei dem es hin und her ging. Fakt ist, dass wir hinten zu oft viel zu offen standen.“

In den ersten 20 Minuten hatten die Gastgeber die Begegnung im Griff. Sie überzeugten mit einem variablen Angriffsspiel, woraus gute Tormöglichkeiten resultierten. Diese wurden aber allesamt vergeben. Vor allem der zuletzt so treffsichere Nico Thoben agierte gleich dreimal glücklos (2./10./20.).

Nachdem die von Steffen Bury trainierten Werlter diese Phase überstanden hatten, war die Partie ausgeglichen. In der 31. Minute gelang Bevern nach einem kapitalen Fehler von Stephan Beckmann durch Albi Dosti die 1:0-Führung, dem der Sparta-Keeper den Ball in die Füße gespielt hatte (31.).

Nico Thoben traf für Bevern doppelt

Kurz nach dem Seitenwechsel revanchierte sich der SVB: Torwart Tim Kröger und Verteidiger Jannis Wichmann waren sich nicht einig und überließen Johannes Heitgerken das Leder, der zum 1:1 verwandelte (48.). Danach waren die Gastgeber von der Rolle. Zehn Minuten später ließen sie sich nach einem eigenen Eckball auskontern: Dominik Brinker traf zum 1:2.

In der 67. Minute fand Nico Thoben seinen Torriecher wieder, als er eine sehenswerte Flanke des eingewechselten Leon Neldner zum 2:2 einköpfte.

Doch nur drei Minuten danach präsentierte sich der SVB in Person von Matthis Hennig erneut in Spendierlaune. Er servierte Simon Brinkmann den Ball auf dem Servierteller, der Kröger keine Chance ließ (70.). Dann schlug erneut das Duo Neldner-Thoben zu – 3:3 (74.). Doch damit nicht genug. In der 81. Minute brachte Brinkmann die Emsländern zum dritten Mal auf die Siegerstraße, aber Bevern antwortete erneut. Der enorm fleißige Kapitän Sascha Thale sicherte seinem Team immerhin noch einen Zähler.

Tore: 1:0 Dosti (31.), 1:1 Heitgerken (48.), 1:2 Brinker (58.), 2:2 Thoben (67.), 2:3 Brinkmann (70.), 3:3 Thoben (74.), 3:4 Brinkmann (81.), 4:4 Thale (84.).

Bevern: Kröger – Gerdes, Hennig, Wichmann, Tepe, Bramscher, König (67. Stoimenou), Dosti (43. Neldner), Kanjo, Thoben, Thale.

BW Papenburg - Hansa Friesoythe 0:1 (0:0). 

Dank eines Treffers von Robert Plichta – es war sein fünftes Saisontor – hat Hansa Friesoythe am Freitagabend einen 1:0-Erfolg bei BW Papenburg gefeiert. Es war der fünfte Sieg in der fünften Partie und der 20. Pflichtspiel-Dreier in Folge. Rund 400 Zuschauer sahen ein äußerst ansehnliches Spiel, das die Gäste etwas glücklich, aber nicht unverdient gewannen.

In der ersten Halbzeit waren die Emsländer leicht überlegen und versprühten etwas mehr Torgefahr. Doch wenn BW in die Nähe des SVH-Gehäuses kam, störte stets ein Abwehrbein eines Hansa-Kickers die Gastgeber. Die besten Friesoyther Möglichkeiten hatten Maximilian Werner, der am neuen Papenburg-Keeper Benjamin Gommert scheiterte, und Robert Plichta, der nach einem Querpass einen Tick zu spät kam.

Die Anfangsviertelstunde des zweiten Durchgangs verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Nach knapp einer Stunde Spielzeit übernahm der Tabellenführer aus Friesoythe mehr und mehr das Kommando. In der 66. Minute dann der beste Gästeangriff der Begegnung: Auf der linken Abwehrseite eroberte Magnus Schlangen den Ball, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und passte zu Keven Oltmer. Dieser bediente nach einem Solo Robert Pichta, der eiskalt zum 1:0 einnetzte.

In der verbleibenden Zeit versuchten die Gastgeber zwar noch einmal alles, doch Hansa hatte die Partie zumeist gut im Griff. „Wir hatten in der Schlussphase körperlich mehr zu bieten“, sagte Friesoythes Trainer Hammad El-Arab. So kehrte sein Team, das von rund 150 mitgereisten Fans unterstützt wurde, mit drei Punkten zurück.

Tor: 0:1 Plichta (66.).

Friesoythe: Wilhelm – Gudiel, Garcia (62. Maletzko), Thoben, Plog, Schlangen, Werner (73. Butau), Thomes, Siderkiewicz, Kaufmann (86. Plaggenborg), Oltmer, Plichta (90.+2 Ruhe).

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