Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

4:2 – SV Bevern ärgert Regionalligisten

Die Landesliga-Fußballer gewinnen das Testspiel gegen Regionalligist SSV Jeddeloh. Der BV Essen unterliegt dem VfB Oldenburg mit 1:3.

Artikel teilen:
Augen zu und durch: Der Stürmer Julius Liegmann (links) vom SV Bevern verliert hier ein Kopfballduell gegen seinen Gegenspieler vom  SSV Jeddeloh.   Foto: Bettenstaedt

Augen zu und durch: Der Stürmer Julius Liegmann (links) vom SV Bevern verliert hier ein Kopfballduell gegen seinen Gegenspieler vom SSV Jeddeloh.   Foto: Bettenstaedt

Dank eines über weite Strecken starken Auftritts haben die Landesliga-Fußballer des SV Bevern den zweiten Sieg im zweiten Testspiel eingefahren. Gut eine Woche nach dem 6:1-Sieg beim Kreisligisten SV Peheim gewannen sie am Samstag gegen den zwei Klassen höher notierten Regionalligisten SSV Jeddeloh mit 4:2 (2:1). Unterdessen hat sich auch Landelsigarivale BV Essen mit einem Team aus der Regionalliga gemessen: der BVE unterlag dem VfB Oldenburg mit 1:3 (0:1).

„Ich muss der Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Sie hat das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die Jungs haben eine sehr gute Leistung gezeigt“, sagte der neue SVB-Coach Olaf Blancke nach dem Erfolg gegen seinen alten Klub. Sein Trainerkollege vom SSV – der frühere Bundesliga-Keeper Oliver Reck – wollte die Niederlage nicht überbewerten. „Ich verliere lieber in der Vorbereitung ein Spiel, als wenn es um Punkte geht. Heute muss man sagen, dass der Gegner einfach besser war“, so der langjährige Torhüter des SV Werder Bremen.

In der Partie verteidigten die Gastgeber von Beginn an äußerst geschickt. Sie überließen den Jeddelohern zwar die Ballkon-
trolle, ließen aber kaum Chancen zu. Und nach Ballgewinnen im Mittelfeld schaltete der SVB oft blitzschnell um. Schon in der neunten Minute wurden die knapp 150 Zuschauer Zeugen eines Traumtors. Beverns Neuzugang Louis Koopmann flankte auf der linken Seite mit seinem rechten Fuß in die Mitte. Dort lag Sebastian Sander quer in der Luft und netzte per Fallrückzieher sensationell ein. „Das war schon ein Leckerli“, lobte Olaf Blancke.

Nur 120 Sekunden später ging Bevern gar mit 2:0 in Führung, als Leon Neldner, der seit Januar dieses Jahres Teil des Teams aus der Gemeinde Essen ist, einen Freistoß aus etwas mehr als 20 Metern verwandelte. SSV-Schlussmann Marco Maaß machte dabei allerdings keine sonderlich gute Figur.

Albi Dosti. Foto: WulfersAlbi Dosti. Foto: Wulfers

In der Folge änderte sich wenig. Der SVB präsentierte sich in der Defensive weiter läuferisch stark und nahm den Gästen damit die Lust am Fußballspielen. So musste in der 35. Minute eine Standardsituation zum 1:2-Anschlusstreffer herhalten, für den Max Falldorf sorgte. Das war auch der Halbzeitstand.

Neun Minuten nach dem Wiederanpfiff glückte Kifuta Makangu der Ausgleich für den Favoriten, den der Stürmer per Kopf nach einer Ecke erzielte. Das brachte Bevern aber nicht aus dem Konzept. Obwohl der Landesligist nun munter durchwechselte, war die Partie weiter ausgeglichen.

14 Minuten vor Schluss durfte die Blancke-Elf erneut jubeln. Albi Dosti schickte den gerade ins Spiel gebrachten Neuzugang Paul Tepe, der von den A-Junioren des  BV Cloppenburg kam, auf die Reise. Dem versprang der Ball bei der Annahme zwar etwas, er brachte ihn dann aber doch unter Kontrolle und traf mit dem linken Fuß zum 3:2.

Für das i-Tüpfelchen sorgte in der Nachspielzeit Leon Neldner. Er tunnelte am linken Strafraumeck der Jeddeloher einen Gegenspieler und schlenzte den Ball mit viel Gefühl ins lange Eck. Der verdiente 4:2-Sieg war perfekt.

Wenig überraschend übernahmen die zwei Klassen höher beheimateten Oldenburger von Beginn an das Kommando. Der VfB kombinierte zwar gefällig und überzeugte mit ansehnlichen Ballstafetten, aber die Überlegenheit drückte sich zu wenig in Zählbarem aus.

Dabei hatte die Elf von Trainer Dario Fossi auch etwa Pech, etwa bei einem Pfostenschuss nach gerade einmal drei Minuten. Nichtsdestoweniger machte sich auf Gästeseite das Fehlen eines echten Torjägers bemerkbar. Neuzugang Omar Kujabi beispielsweise war zwar ein ständiger Unruheherd, mit seinen Möglichkeiten hingegen ging er recht sorglos um. So dauerte es bis zur 35. Minute, bevor die Gäste die Führung bejubeln durften: Diyar Saka war mit seinem Abschluss noch an Essens Torhüter Janne-Ole Kay, der in der ersten Halbzeit spielte (nach der Pause kam Vinzenz Busse), gescheitert, den Abpraller aber nutzte Marten-Heiko Schmidt zum verdienten 1:0.

Die Entscheidung in Essen: Diyar Saka hat BVE-Torhüter Vincenz Busse ausgespielt und schiebt zum 3:1-Endstand füt den VfL Oldenburg ein. Verteidiger Mustafa Sawah (links) kann, Omar Kujabi (rechts) muss nicht mehr eingreifen. Foto: LangoschDie Entscheidung in Essen: Diyar Saka hat BVE-Torhüter Vincenz Busse ausgespielt und schiebt zum 3:1-Endstand füt den VfL Oldenburg ein. Verteidiger Mustafa Sawah (links) kann, Omar Kujabi (rechts) muss nicht mehr eingreifen. Foto: Langosch

Die Essener erwehrten sich in einer von beiden Seiten engagiert geführten Partie zwar leidenschaftlich dem Oldenburger Druck, hatten aber reichlich Abwehraufgaben zu verrichten. Für die Offensive blieb nur wenig Gelegenheit. Die beste Chance bot sich in der 12. Minute Abdoulie Sillah, der einen zu kurz geratenen Rückpass erlief, aber an Torhüter Dario Reuter scheiterte.

Der Ausgleich für den BVE nach einer Stunde fiel beinahe aus dem Nichts: Emmanuel Ogunsuyi, war mit einem Distanzschuss erfolgreich. Die Freude über das 1:1 sollte aber nicht lange während. Vielmehr schien er den VfB wachzurütteln. Per Doppelschlag führte Oldenburg die Entscheidung herbei. Zunächst köpfte Schmidt sträflich ungedeckt eine Flanke zum 1:2 ein (64.), Keine 60 Sekunden später fing Saka einen Ball ab und schloss sein Solo mit dem dritten Treffer zum 3:1-Endstand ab.

Verpassen Sie nichts von der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag. Wer regiert in den nächsten 5 Jahren? Wer zieht in den Landtag in Hannover ein?  Alle Ergebnisse aus allen Wahlkreisen und den Städten und Gemeinden im OM finden Sie auf unserer Themenseite, inklusive Liveticker. 

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

4:2 – SV Bevern ärgert Regionalligisten - OM online