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31:26 – TV Dinklage feiert, GW Mühlen schiebt Frust

Im Handball-Oberliga-Derby herrschten vor mehr als 200 Fans am Ende klare Verhältnisse. Ausgerechnet in Unterzahl erzwang der TVD die Vorentscheidung.

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Mal wieder nicht zu stoppen: Dinklages Anne Fangmann erzielte im Derby sieben Tore. Foto: Wenzel

Mal wieder nicht zu stoppen: Dinklages Anne Fangmann erzielte im Derby sieben Tore. Foto: Wenzel

Der TV Dinklage feierte den Sieg bis in den frühen Morgen, beim Gast aus Mühlen dagegen herrschte nach dem Derby Tristesse: Nach dem Duell der beiden VEC-Teams in der Handball-Oberliga waren die Rollen klar verteilt. Vor der rekordverdächtigen Corona-Kulisse von 200 Zuschauern (plus Kinder) setzte der TVD sich verdient mit 31:26 (16:12) durch und nahm damit Revanche für das bittere 30:31 im Hinspiel.

„Das war ein richtig schönes Derby“, fand TVD-Trainerin Maike Bocklage dann auch. Mühlens Coach Thomas Kowalski sprach dagegen von einer „Nicht-Leistung“ seiner Mannschaft und von „kollektivem Versagen“. Er gab zu: „Wir hatten kein Pech und sind auch nicht benachteiligt worden. Dinklage war schlicht und ergreifend besser.“

Mühlen kam gegen Dinklages massive Abwehr kaum in gute Wurfsituationen und scheiterte zudem oft an der starken TVD-Torfrau Andrea Möhlmann, die sich auch von zwei Gesichtstreffern nicht aus dem Rhythmus bringen ließ.

Beim TVD zeigte Melanie Fröhle eine "Mega-Leistung"

Zudem machte bei Dinklage, das kurzfristig auf Leonie Kohorst verzichten musste, Melanie Fröhle in Abwehr und Angriff ein Riesenspiel. „Sie hat hinten und vorne eine Mega-Leistung gezeigt“, sagte Maike Bocklage: „Endlich wurde Melanie auch mal mit sieben eigenen Treffern belohnt. Oft holt sie uns die Siebenmeter raus, aber heute wurden ihr die Treffer gutgeschrieben.“ Auch Anne Fangmann stellte Mühlens Deckung immer wieder vor unlösbare Aufgaben.

Ab dem 3:2 lag Dinklage bis zum Schluss in Führung. Spannend wurde es noch einmal beim 21:19, als Maike Bocklage sich wegen Reklamierens eine Zeitstrafe einhandelte. Doch in dieser Unterzahl erhöhten Lena Kampers und Theresa Thomann auf 23:19 (41.). Beim 27:21 (48.) war dann eine Vorentscheidung gefallen. Näher als auf drei Tore (24:27, 26:29) kam GW Mühlen nicht mehr heran.

"Wir sind mit der Derby-Situation nicht zurechtgekommen“Mühlens Trainer Thomas Kowalski

„Wir sind mit der Derby-Situation nicht zurechtgekommen“, kritisierte Kowalski und sprach von der „mit Abstand schwächsten Leistung“ unter seiner Regie: „Leistungsmäßig waren wir weit von Oberliga-Handball entfernt.“ Er übte auch Selbstkritik: „Wir Trainer haben es nicht geschafft, der Mannschaft Ruhe zu vermitteln.“

Maike Bocklage registrierte zufrieden, dass sich ihr Team nach dem dritten Sieg aus den letzten vier Spielen in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt hat. Das Saisonziel Klassenerhalt ist damit so gut wie erreicht. „Da sollte nichts mehr anbrennen“, sagt die Trainerin: „Wir werden ja auch noch Punkte holen.“

  • Tore, TVD: Anne Fangmann, Melanie Fröhle (je 7), Lena Kampers (7/5), Jaqueline Gottkehaskamp (4), Theresa Thomann (3), Lena Fortmann (2), Lisa Brüning (1).
  • Tore, Mühlen: Paula Zerhusen (5), Luzia Kühling (5/4), Anna-Maria Bünker, Isabelle Bolles (je 3), Alina Schillmöller (3/2), Charlotte Westermann, Madeline Matos Ferreira (je 2), Anna Kruse, Antonia Böckmann, Louisa Schuh (je 1).

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