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3:0 – Gills Elfmeter als Lohner Dosenöffner

Der Fußball-Oberligist ist weiter auf dem besten Weg in Richtung Aufstiegsrunde: Gegen den Rotenburger SV gab es einen souveränen Erfolg mit späten Toren.

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Hier kein Durchgang: Der Lohner Felix Oevermann (Mitte) gestern gegen zwei Rotenburger. Foto: Schikora

Hier kein Durchgang: Der Lohner Felix Oevermann (Mitte) gestern gegen zwei Rotenburger. Foto: Schikora

Oft kommt es im Fußball anders, als man denkt. Manchmal kommt es aber auch genauso, wie man es erwartet hat. BW Lohnes Trainer Henning Rießelmann hatte vor dem Heimspiel gegen den Rotenburger SV vor einem „unangenehmen Gegner“ gewarnt, vor einem „Bollwerk“. Und an diesem biss sich der Oberligist am Sonntag vor 450 Zuschauern im Heinz-Dettmer-Stadion dann phasenweise auch die Zähne aus. Aber: Am Ende stand dennoch ein völlig verdienter 3:0 (0:0)-Erfolg, mit dem BWL den zweiten Platz untermauerte.

Als Dosenöffner musste ein Elfmeter her: Nico Gill drosch den Ball nach einem Foulspiel von Karol Karpus an Christopher Schepp zum 1:0 in die Maschen (69.). Gill war kurz zuvor eingewechselt worden und wollte unbedingt schießen. „Chapeau!“, sagte Henning Rießelmann im Nachgang dazu. Andrej Homer legte nach einem feinen Solo das 2:0 nach (75., nach Goldmann-Pass), bevor Aaron Goldmann einen Konter nach Zuspiel von Gino Lago-Bentron zum Endstand abschloss (90.+4).

Darüber, dass die bessere Mannschaft gewonnen hatte, gab es bei der anschließenden Analyse keine zwei Meinungen. „Ich denke, der Sieg von BW Lohne geht vollkommen in Ordnung, wenn man das ganze Spiel betrachtet“, sagte Rotenburgs Trainer Tim Ebersbach. Rießelmann sah es genauso. Er merkte aber auch an: „Ich finde, in der ersten Halbzeit haben wir das Spielfeld nicht breit genug gezogen.“ In der Tat hatten die Blau-Weißen, die mit der identischen Elf wie beim Niedersachsenpokal-Aus gegen den TuS Bersenbrück (0:1) am Mittwoch begannen, zunächst merkliche Schwierigkeiten mit den sehr defensiv agierenden Gästen.

Zunächst viel Ballbesitz, aber weniger Spielfreude

Den Ballbesitz hatte BWL zwar gepachtet, aber es kam nicht die riesige Spielfreude auf, die man in den vorangegangenen Heimspielen gegen Hagen/ Uthlede (7:0) und Eintracht Celle (6:3) gesehen hatte. Ein paar Chancen besaß Lohne trotzdem: Drei Schepp-Versuche wurden entschärft (4./18./36.), zudem knallte Homer den Ball aus 18 Metern an die Latte (33.).

Rotenburg konzentrierte sich vorwiegend auf die Defensivarbeit, setzte aber auch ein paar Nadelstiche. Einer davon wäre für Lohne fast sehr schmerzhaft geworden, wenn Keeper Christoph Bollmann nicht stark gegen den Gäste-Kapitän Stefan Denker pariert hätte (21.).

In Hälfte zwei betrieben die Hausherren vor dem Führungstreffer noch Chancen-Wucher: Rilind Neziri (51./63.), Lennard Prüne (54.) und Homer (62.) vergaben dickste Gelegenheiten, hinzu kam ein Rotenburger Querschläger (60.). „Da dachte ich auch: 'Hoffentlich rächt sich das nicht'“, sagte Rießelmann danach. Er hatte ohnehin einen „Hauch von Gefahr“ im eigenen Strafraum registriert.

BWL hatte einmal auch mächtig Dusel: Kai Westerhoff klärte in höchster Not, nachdem Bollmann ausgerutscht war und Rotenburgs Björn Mickelat freie Bahn hatte (65.). Für Lohne war es das Glück des Tüchtigen, denn im Anschluss belohnte sich BWL doch für den soliden Auftritt und die Dominanz. Schepp (76., stark pariert) und Goldmann (77.) hatten indes neben den Toren noch weitere gute Chancen.

Während die Lohner mit 13 Punkten aus fünf Spielen nun weiter voll Richtung Aufstiegsrunde steuern, bleibt Mitaufsteiger Rotenburg sieglos im Keller. Coach Tim Ebersbach stellte fest, dass sein Team „nach vorne nicht die Durchschlagskraft“ habe. Und dann machte er sich auf der Pressekonferenz noch Freunde in Lohne: BWL lande am Ende in den Top 3, prognostizierte er. Genau wie nach dem Schlusspfiff gab es spontanen Applaus. Info: Das Lohner Nachholspiel beim Heeslinger SC wurde auf den 4. November (Mittwoch, 19.30 Uhr) verlegt.


BW Lohne - Rotenburger SV 3:0 (0:0)

  • Lohne: Bollmann - Westerhoff, Beermann, Oevermann - Heskamp, Menkhaus - Homer (85. Selke), Goldmann, Neziri (72. Leiber) - Prüne (60. Gill), Schepp (85. Lago-Bentron).
  • Rotenburg: Knaak - M. Friesen, van den Berg, Karpus, Y. Chwolka - Andresen (88. Niepel) - J. Friesen (77. Menezes Muniz), L. Chwolka, Denker, Lohmann (88. Iscan) - Mickelat (82. Müller).
  • Tore: 1:0 Gill (69., Foulelfmeter), 2:0 Homer (75.), 3:0 Goldmann (90.+4).
  • Zuschauer: 450.
  • Nächstes Spiel: Freitag (20.00 Uhr) beim SC Spelle-Venhaus.

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