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29:31 - Cloppenburgs Aufholjagd kommt zu spät

Die Handballer des TVC verlieren beim Team HandbALL Lippe II in Augustdorf und bleiben im Keller der Drittligatabelle.

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Erst Tor, dann "Rot": Cloppenburgs Maximilian Bähnke überwindet hier Lippes Torhüter Timon Mühlelnstädt, Kurz vor der Pause aber flog der TVC-Linksaußen vom Platz. Foto: Langosch 

Erst Tor, dann "Rot": Cloppenburgs Maximilian Bähnke überwindet hier Lippes Torhüter Timon Mühlelnstädt, Kurz vor der Pause aber flog der TVC-Linksaußen vom Platz. Foto: Langosch 

Wieder nichts: Die Handballer des TV Cloppenburg warten weiter auf das erste Erfolgserlebnis in der 3. Liga. Am dritten Spieltag der Saison 2021/2022 zogen sie beim Team HandbALL Lippe II in Augustdorf am Ende knapp mit 29:31 (9:15) den Kürzeren.

In der Runde 2020/2021, die wegen Corona frühzeitig abgebrochen worden war, hatten die Cloppenburger alle drei Begegnungen verloren. Nun steht die identische Ausbeute zu Buche. Somit warten die TVC-Männer nach dem Aufstieg aus der Oberliga saisonübergreifend seit sechs Spielen auf einen Pflichtspielpunkt.

In der ehrwürdigen Augustdorfer Witex-Halle begannen die Gäste sehr nervös und fahrig. Unerklärlich viele Fehler, unüberlegte Abschlüsse und ein – im ersten Durchgang – blendend aufgelegter Lipper Torwart Timon Mühlenstädt sorgten dafür, dass der TVC rasch ins Hintertreffen geriet. Nach elf Minuten lag er bereits mit 1:6 zurück. Erst langsam fand die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki in die Partie hinein. Aber das, was sich die Cloppenburger mühsam mit den Händen aufbauten, warfen sie mit dem Hintern wieder um. Beispiel gefällig: Nach einem 4:10 kämpften sie sich auf 7:10 heran (23.), um dann die Hausherren mit leichten Fehlern wieder einzuladen. Das Team HandbALL sagte artig „Danke“ und setzte sich mit drei Treffern zum 13:7 binnen zwei Minuten wieder ab (26.). Zur Pause stand ein 9:15-Rückstand für den TVC zu Buche.

Kurz vor dem Gang in die Kabine sah Linksaußen Maximilan Bähnke zudem noch die glatte Rote Karte. Er hatte Lippes Rechtsaußen Rouven Hübner beim Torwurf allzu wüst attackiert. Faire Geste von Bähnke. Nach der Halbzeitsirene ging er nochmals zu Hübner und entschuldigte sich für das Foul.

  • HandbALL Lippe II - TV Cloppenburg 31:29
  • Cloppenburg: Hendrik Legler, Nils Buschmann – Ole Harms (8), Michal Skwierawski (5), Maciej Marszalek (4), Krzysztof Pawlaczyk (4), Vincent Saalmann (4/3), Bence Lugosi (3), Maximilian Bähnke (1), Nils Goepel, Thomas Houtepen, Tom Zwarthoed, Adam Pal (ohne Einsatz), Mohamed Sibahi (o. E.).
  • Rote Karte: Bähnke (30., grobes Foul), Pawlaczyk (60., 3x2 Minuten).
  • Zuschauer: 220.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Samstag (25. September, 19.30 Uhr) gegen die TSG A-H Bielefeld.

Nach Wiederbeginn dehnten die Gastgeber den Vorsprung zwar kurzfristig auf sieben Treffer aus (17:10, 19:12, 20:13, 21:14, 22:15), aber dann kam der TVC besser auf und arbeitete sich Stück für Stück heran. Aber in entscheidenden Momenten leisteten sich die Cloppenburger wieder zu viele Unzulänglichkeiten, um das Blatt vollends zu wenden. So verpasste das Krowicki-Team beim Stand von 18:23 (43.) mehrfach die Chance, den Anschluss herzustellen.

Aber: der TVC gab nicht auf. Und dem Team HandbALL ging zusehends die Souveränität des ersten Durchgangs verloren. So bedeutete das Tor zum 29:23 fünfeinhalb Minuten vor Schluss noch nicht die Entscheidung, auch wenn sie von einer Zeitstrafe gegen Bence Lugosi begleitet war. Aber in Unterzahl blies Cloppenburg zur Aufholjagd. Lippes Vorsprung schmolz dahin. 130 Sekunden vor dem Ende hieß es nur noch 29:27.

Am Punkt vorbeigesegelt: Thomas Houtepen (weißes Trikot) verlor mit dem TVC beim Team HandbALL Lippe II (rechts: Rouven Hübner) nach klarem Rückstand nur knapp mit 29:31. Foto: LangoschAm Punkt vorbeigesegelt: Thomas Houtepen (weißes Trikot) verlor mit dem TVC beim Team HandbALL Lippe II (rechts: Rouven Hübner) nach klarem Rückstand nur knapp mit 29:31. Foto: Langosch

Aber zur kompletten Wende reichte es nicht mehr. Letztlich ging dem TVC die Zeit aus, die Aufholjagd kam zu spät. „Lippe hat verdient gewonnen“, meinte Krowicki. „Ich bin enttäuscht über die Menge der technischen Fehler gerade in der ersten Halbzeit. Das darf so nicht passieren. Es hat zu lange gedauert, bis wir Lösungen für die Aufgaben, die uns der Gegner gestellt hat, gefunden haben.“

Sein Gegenüber auf Lipper Seite, Matthias Struck, war nachvollziehbar deutlich besserer Stimmung: „Wir freuen uns, dass wir die Punkte geholt haben. Dass wir die erste Halbzeit so dominiert haben, ist ein Verdienst unsere Abwehr und unseres Torhüters Mühlstädt. Zur Pause hätten wir sogar noch höher führen können. Nach der Halbzeit waren unsers Abschlüsse nicht mehr so gut. Daher sind wir sehr, sehr froh, dass wir gewonnen haben.“

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