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28:34 – Auf die SFN-Gala folgt ein Dämpfer

Vechtas Drittliga-Handballerinnen haben in Markranstädt verdient verloren. Trainer Christoph Nisius sagte: "Wir haben nicht zu unserer Leistung gefunden." Auch nicht auf der Torhüterposition.

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Unzufrieden: Christoph Nisius in Markranstädt. Foto: Gabi Müller

Unzufrieden: Christoph Nisius in Markranstädt. Foto: Gabi Müller

Eine Woche nach der 40-Tore-Auftaktgala ist ein wenig Ernüchterung eingekehrt: Die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta haben ihr erstes Auswärtsspiel der neuen Saison beim SC Markranstädt am Samstagabend mit 28:34 (14:17) verloren. Als SFN-Trainer Christoph Nisius mit seinem Team wieder im Bus Richtung Heimat saß, versuchte er gar nicht erst, die Niederlage schönzureden. „Markranstädt hat verdient gewonnen. Wir haben nicht zu unserer Leistung gefunden“, sagte der Coach. So begingen die Vechtaerinnen die rund 380 Kilometer weite Rückreise aus dem Vorort von Leipzig mit leeren Händen.

Zunächst hatte SFN, das neben Luca Vodde und Maylin Aumann kurzfristig auch noch Tina Schwarz ersetzen musste, noch richtig gut ins Spiel gefunden. Nach 16 Minuten stand gar eine 9:4-Führung. Doch dann handelte sich Vechta innerhalb von einer Minute zwei Zeitstrafen ein, die Nisius als „selbst verschuldet“ und „dumm“ bezeichnete. Die Folge: Markranstädt drehte die Partie auf ein 10:9 (21.) und führte später zur Halbzeitpause mit drei Toren (17:14).

Die Zeitstrafen allein waren aber nicht der Knackpunkt. „Maßgeblich war auch, dass wir leider wieder keine Torhüterleistung hatten“, hielt Nisius fest. Die Gastgeberinnen vergrößerten ihren Vorsprung nach der Pause. Und obwohl der SFN-Trainer seinem Team im späteren Verlauf eine ordentliche Abwehr attestierte, habe „jeder Ball den Weg ins Tor gefunden“. Im eigenen Angriff seien hingegen viele klare Möglichkeiten nicht genutzt worden.

Gute Moral, aber kein Normalniveau

Nisius sprach insgesamt von „wenig Zug im Angriffsspiel“, fand allerdings noch lobende Worte für Vechtas beste Werferin Maya Janßen (acht Tore). Generell hielt er seinen Spielerinnen zugute, „dass sie sich nicht aufgegeben haben“. Ein Beispiel dafür war Carla Clasen, die sich beim Aufwärmen verletzt hatte und sich dann im Spiel dennoch „ganz gut durchgebissen“ habe. Die intakte Moral änderte laut Nisius aber nichts daran, dass kaum eine Spielerin ihr Normalniveau erreichen konnte.

Markranstädts Trainer Rüdiger Bones resümierte: „Wir hatten in der ersten Halbzeit anfangs zu viel Respekt. Erst als wir unsere Linie gefunden und unsere Stärken ausgespielt haben, lief das Spiel. Ab der 42. Minute kam SFN maximal noch auf fünf Tore heran. So mussten Vechtas „Guardians“ den Markranstädter „Piranhas“ die Punkte überlassen.

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