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28:28 gegen den Oranienburger HC: Der erste Punkt für die TVC-Handballer

Der Cloppenburger Drittligist verpasst den Sieg im zweiten Heimspiel des Ligapokals um Haaresbreite. Nach drei Niederlagen steht mit dem einen Punkt nun endlich etwas Zählbares auf der Habenseite.

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Mit vollem Einsatz: Niels-Uwe Hansen (am Ball) riss seine Mannschaft mit und war maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass der TV Cloppenburg im Ligapokal gegen den Oranienburger HC (von links: Julius Franz Porath, Alexander Pietsch und Erik Gerntke) ein 28:28 erzielte und den ersten Punkt im Ligapokal holte. Ganz links: Vincent Saalmann. Foto Langosch

Mit vollem Einsatz: Niels-Uwe Hansen (am Ball) riss seine Mannschaft mit und war maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass der TV Cloppenburg im Ligapokal gegen den Oranienburger HC (von links: Julius Franz Porath, Alexander Pietsch und Erik Gerntke) ein 28:28 erzielte und den ersten Punkt im Ligapokal holte. Ganz links: Vincent Saalmann. Foto Langosch

Den Sieg zum Greifen nahe, haben sich die Drittligahandballer des TV Cloppenburg in ihrem vierten Spiel des Ligapokals doch mit einem 28:28-Unentschieden (14:17) gegen den Oranienburger HC begnügen müssen. Immerhin, es war das ersehnte Erfolgserlebnis. Nach drei Niederlagen zuvor steht mit dem einen Punkt für den TVC nun endlich etwas Zählbares auf der Habenseite.

Aber es hätte mehr sein können. 60:00 Minuten bei einem Spielstand von 28:27 stand auf der Anzeigetafel, die Zeit war abgelaufen. Aber die Schiedsrichter Marvin Völkening/Jonas Zollitsch ahndeten den Einsatz von Max Borchert gegen Dennis Leroy Schmöker mit einem Siebenmeter, den der Gefoulte mit der letzten Aktion des Spiels zum 28:28-Endstand verwandelte.

So hielt sich der Jubel bei den Gastgebern über den ersten Zähler in dieser Serie in engen Grenzen, vielmehr überwog im ersten Moment der Ärger über den so knapp verpassten Sieg. Trainer Barna-Zsolt Akacsos relativierte aber umgehend: "Wenn uns vor drei Wochen jemand gesagt hätte, dass wir in diesem Ligapokal überhaupt etwas holen, dann hätten wir ihn für verrückt erklärt. Das war eine tolle Leistung von uns, vor allem in der zweiten Halbzeit. Aber den Sieg haben wir selbst verschenkt. Wir haben zu oft überhastet abgeschlossen. Uns fehlt noch die Cleverness, um ein solches Spiel auch nach Hause zu bringen."

Umstellung auf 5:1-Deckung macht Gästen zu schaffen

Dabei hatte die Partie für den TVC denkbar schlecht begonnen. Nach gut 10 Minuten lag er bereits mit 2:8 hinten. Aber die Hausherren bewiesen einmal mehr Moral. Keine 9 Minuten später waren sie wieder auf 8:9 herangekommen. Nach dem Zwischenspurt enteilte Oranienburg zwar wieder auf 15:10 (26.), 16:11 (28.) und 17:12 (29.), doch mit zwei schnellen Toren in den letzten zehn Sekunden vor der Pause verschafften sich die Cloppenburger eine passable Ausgangslage für den zweiten Durchgang.

Der sollte dann weitgehend den Mannen um Trainer Akacsos gehören. Die Umstellung auf eine 5:1-Deckung machte den Gästen arg zu schaffen. Vincent Saalmann als vorgezogener "Abfangjäger" störte das OHC-Aufbauspiel empfindlich, zudem brachte Niels-Uwe Hansen offensiv wie defensiv viel Energie rein. So dauerte es nicht lange, bis die Cloppenburger den Rückstand nicht nur wettgemacht hatten, sondern nach dem 1:0 wieder in Führung gingen (19:18, 40.). Der Vorsprung wuchs rasch auf drei Treffer an (22:19, 45.), aber mehr als auf drei Tore setzten sich die Gastgeber nicht ab, obwohl sie mehrmals die Chance dazu besaßen.

So blieben die Oranienburger im Geschäft. In den ersten drei Partien des Ligapokals hatten sie jeweils remis gespielt. Als sie knapp 80 Sekunden vor dem Ende den Treffer zum 26:28 kassierten, schien die Chance auf die vierte Punkteteilung dahin. Aber die kompakten Gäste behielten die Nerven und setzten mit dem 7-Meter-Tor auf den allerletzten Drücker den Schlusspunkt unter eine packende Partie. "Wir wussten, dass es hier schwer werden würde. So, wie das Unentschieden zustande gekommen ist, ist das Unentschieden glücklich für uns. Aber über die gesamten 60 Minuten gesehen waren wir die bessere Mannschaft. Wir waren zu Beginn sehr zielstrebig, haben uns aber durch Zweiminutenstrafen und einige Pfiffe aus dem Konzept bringen lassen", meinte Gästecoach Silvio Krause, der darüber hinaus mit dem Unparteiischengespann haderte: "Das Auftreten der beiden war eine Frechheit. Der eine sagt das ganze Spiel über gar nichts, der andere kommentiert jede Aktion. Und das mit einer derartigen Arroganz. Da geht es mir nicht um die Entscheidung selbst, sondern um die Art der Kommunikation."

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