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28:27 – SFN Vechtas Damen beenden ihre Ergebniskrise

Nach dem Zittersieg gegen den TV Oyten war die Erleichterung beim Handball-Drittligisten groß. Ria Hacek wird unterdessen nicht mehr für SFN spielen.

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Unsanft attackiert: Tina Schwarz bekommt hier die Faust der Oytenerin Laura Sposato an den Hals. Foto: Schikora

Unsanft attackiert: Tina Schwarz bekommt hier die Faust der Oytenerin Laura Sposato an den Hals. Foto: Schikora

In Kai Freeses Stimme lag auch am Morgen danach noch Erleichterung. Auch wenn es beim 28:27 (14:13)-Zittersieg gegen den TV Oyten noch einiges zu kritisieren gab – beim Trainer des Handball-Drittligisten SFN Vechta überwog eindeutig die Zufriedenheit.

„Insgesamt bin ich wirklich stolz auf die Mannschaft, dass sie den Hebel umlegen konnte“, sagte der Coach: „Meiner Meinung nach haben wir völlig verdient gewonnen. Wir haben wirklich bis zum Ende gekämpft. Gerade nach der derben Klatsche in Buxte war es nicht so ganz einfach, die Mannschaft wieder herzurichten. Die zwei Punkte waren sehr wichtig.“

Ria Hacek wird unterdessen nicht mehr für SFN auflaufen. Die Kroatin war zuletzt nach einem Beachturnier in Italien und einem anschließenden Heimaturlaub coronabedingt ausgefallen. „Wir haben uns getrennt“, teilte Freese kurz und knapp mit. Zu den Gründen wollte er sich nicht weiter äußern. Er kündigte jedoch an, sich zeitnah um Ersatz bemühen zu wollen.

Tina Schwarz wirft elf Tore - und behält am Ende die Nerven

Mit dem Sieg gegen den Tabellenvorletzten Oyten beendete Vechta rechtzeitig vor der zweiwöchigen Punktspielpause seine kleine Ergebniskrise von zuletzt 1:5 Punkten. Zudem betrieb SFN nach dem 21:36-Debakel in Buxtehude ein wenig Wiedergutmachung und stärkte in der Tabelle der Staffel A seine Position im Kampf gegen die drohende Abstiegsrunde.

Zur Matchwinnerin wurde vor 150 Zuschauern Rückraumspielerin Tina Schwarz, die gegen ihren Ex-Klub aus Oyten zur Höchstform auflief und elf Tore erzielte. „Tina hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Kai Freese. Auch Nele Müller („gute Spielführung“) und Kreisläuferin Svenja Ruhöfer („gute Abschlussquote“) erhielten ein Sonderlob des Trainers.

Allerdings mussten die Vechtaer Fans auch diesmal bis zum Ende um den Sieg zittern. Nach einem guten Start (4:1, 6:3) leistete sich Vechta wieder zu viele Fehlwürfe und lag plötzlich 6:7 hinten. Vor allem Luca Vodde warf Gästetorfrau Romina Kahler regelrecht warm.

Freese ärgert sich über zu viele Fehlwürfe und Gegentore

Danach ging es hin und her. Beim 12:13 lag SFN zum letzten Mal zurück. Eine 4:0-Serie zum 16:13 sorgte für Beruhigung. Aber dieses Polster wurde ebenso verspielt wie das 22:19 (46.) und das 26:23 (53.). Beim 26:26 (57.) war alles wieder offen. Zum Glück für Vechta blieb Tina Schwarz cool: Erst traf sie zum 27:26, dann verwandelte sie in der Schlussminute nervenstark einen Siebenmeter zum 28:26. Oyten konnte nur noch verkürzen.

Kai Freese ärgerte sich über die zahlreichen Fehlwürfe, über einige aus seiner Sicht falsche Schiedsrichterentscheidungen und fand: „Wir haben insgesamt viel zu viele Gegentore kassiert. Damit bin ich nicht zufrieden.“

Am 3. Dezember geht es für SFN mit dem Freitagabendderby beim BV Garrel weiter. Freese ahnt: „Da hängen die Trauben für uns sehr hoch.“


SFN Vechta - TV Oyten  28:27 (14:13)

  • Zuschauer: 150.
  • Vechta: Carolin Tiedeken, Aleksandra Sach, Rike Kühling – Tina Schwarz (11/3), Svenja Ruhöfer (5), Luca Vodde, Nele Müller (je 4), Jane Müller, Klara Germann, Paula Clasen, Carla Clasen (je 1).
  • Beste Torschützen Oyten: Jasmin Johannesmann (7/3), Nathalie Meinke (6), Lotta Heinrich (4).
  • Nächstes Spiel: 3. Dezember (Freitag, 20.00 Uhr) in Garrel.

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