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24:23 – SFN-Damen machen es spannend

Zwölf Minuten vor Schluss führten Vechtas Drittliga-Handballerinnen beim VfL Oldenburg II mit 24:18. Doch dann ging nichts mehr und der zweite Saisonsieg geriet  noch einmal in Gefahr.

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Sie fügt sich gut ein: SFN-Neuzugang Paula Clasen. Foto: Müller

Sie fügt sich gut ein: SFN-Neuzugang Paula Clasen. Foto: Müller

Zwölf Minuten vor Schluss hatte alles auf einen entspannten Feierabend hingedeutet – doch dann machten es die Handballerinnen von SFN Vechta noch einmal richtig spannend. Am Ende kam der Schlusspfiff einer Erlösung gleich. Nach einer 24:18-Führung (48.) retteten die SFN-Damen im Auswärtsspiel beim VfL Oldenburg II in einer dramatischen Schlussphase gerade noch einen 24:23 (15:10)-Sieg ins Ziel und gewannen damit auch ihr zweites Saisonspiel in der 3. Liga Staffel A.

„Die richtige Mannschaft hat gewonnen, die bessere Mannschaft hat gewonnen“, fand Vechtas Trainer Kai Freese: „Auch wenn wir es zum Ende hin unnötigerweise viel zu spannend gemacht haben.“

Die ärgerliche 0:5-Serie zum Endstand hatte für Freese mehrere Gründe. „Wir haben viermal in Folge völlig frei den Torwart angeworfen“, berichtete er: „Machen wir da das 25. Tor, ist der Käse gegessen.“ Zudem erhielt Vechta in der „Crunch Time“ zwei Zeitstrafen gegen Tina Schwarz (52.) und Svenja Ruhöfer (59.). Insgesamt bekam SFN fünf Zeitstrafen und Oldenburg nur eine, womit Freese gar nicht einverstanden war. „Das Verhältnis stimmte überhaupt nicht“, fand er: „Und einmal hat Ria Hacek einen Faustschlag ins Gesicht bekommen, das hätte glatt Rot geben müssen. Dafür gab es Neunmeter.“

Oldenburgs Bundesliga-Nachwuchs nutzte seine Chancen jedenfalls und kam bis auf ein Tor heran – angeführt von Laura Kannegießer, die vier der letzten fünf Tore erzielte. Am Ende aber behielt SFN wie schon beim 27:25-Auftaktsieg gegen Owschlag die Nerven. „Das haben wir taktisch sauber über die Bühne gebracht“, fand Freese.

Bis zum finalen Drama hatte Vechta die Partie vor rund 100 Zuschauern eigentlich im Griff gehabt und ab dem 9:3 immer mit mindestens drei Toren geführt. Basis dafür war eine starke Abwehrleistung. Besonders Klara Germann verdiente sich dabei ein Sonderlob des Trainers. „Sie nimmt da immer mehr das Ruder in die Hand“, sagte Freese und freute sich auch über die Leistung der jungen Clasen-Zwillinge. Vorne sorgten wieder Tina Schwarz (5 von 5 Siebenmetern verwandelt) und Luca Vodde für Druck, und Nele Müller führte gekonnt Regie.


VfL Oldenburg II - SFN Vechta 23:24 (10:15)

  • Zuschauer: 100
  • SFN Vechta: Aleksandra Sach, Carolin Tiedeken, Rike Kühling - Tina Schwarz (9/5), Luca Vodde (6), Svenja Ruhöfer, Paula Clasen, Leonie Schreiber (je 2), Klara Germann, Nele Müller, Ria Hacek, Carla Clasen (je 1), Jane Müller; nicht eingesetzt: Birte Kierat, Maylin Aumann.
  • Beste Werferinnen Oldenburg:  Laura Kannegießer (6/2), Luca Schumacher, Elisa Führ (je 4).
  • Nächstes Spiel: Samstag (18.09., 17.30 Uhr) gegen Altenholz.

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