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21 statt 17 Teams kämpfen um Landesligapunkte

Kaum eine Liga steht in der wann auch immer beginnenden neuen Saison vor derart großen Herausforderungen wie die Fußball-Landesliga-Weser-Ems.

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Wann steigt das nächste OM-Derby? Beverns Sebastian Sander (gelbes Trikot im Heimspiel gegen Mühlen) sowie alle Amateurfußballer hoffen auf einen baldigen Saisonstart. Foto: Wulfers

Wann steigt das nächste OM-Derby? Beverns Sebastian Sander (gelbes Trikot im Heimspiel gegen Mühlen) sowie alle Amateurfußballer hoffen auf einen baldigen Saisonstart. Foto: Wulfers

Blau-Weiß Lohne verlässt als Tabellenführer die Landesliga, Tura Westrhauderfehn (Bezirksliga I), Frisia Wilhelmshaven (II), Sparta Werlte (III), Hansa Friesoythe (IV) und Bad Rothenfelde (V) kämen als Aufsteiger hinzu.

Spieler und Trainer der Landesliga dürften es zu schätzen wissen, wenn sie für die neue Saison eine satte Punktprämie in ihren Kontrakten vereinbart haben. Grund: Sollte es aus der abgebrochenen Saison 2019/2020 nur Auf-, aber keine Absteiger geben, so würde die Landesliga-Weser-Ems mit 21 statt der bisherigen 17 Teams an den Start gehen. Bedeutet: Statt der bisherigen 32 Spiele sind dann deren 40 angesagt.

Am 27. Juni fällt auf dem Verbandstag die definitive Entscheidung, wie mit der vergangenen Serie zu verfahren ist. Das vom Vorstand des NFV sowie der Mehrheit der befragten Kreise und Vereine favorisierte Modell sieht einen Abbruch der Saison nach Quotientenregelung mit Auf-, aber ohne Absteiger vor. Dieser Vorschlag wird der einzige sein, der von Seiten des Vorstands eingebracht und zur Abstimmung gestellt wird. "Unabhängig davon kann jeder Verein einen Antrag im Rahmen der Antragsfrist stellen“, so NFV-Präsident Günter Distelrath.

Neben dem Votum für das Abbruchszenario ergab auch die Abstimmung zur Frage „Wer steigt auf?“ ein klares Ergebnis. Mit großer Mehrheit sprach sich der NFV-Vorstand für die Variante „Regelaufsteiger plus Relegationsplatz“ aus.

Dass der vom Verband vorgesehene Antrag, der keine Absteiger und nur Aufsteiger vorsieht, spieltechnische Konsequenzen für die kommende Saison hat und eine große Herausforderung für die jeweiligen Spielausschüsse darstellt, ist den Verantwortlichen bewusst. Der NFV behalte sich darüber hinaus vor, Sonderregelungen für die Pokal-Wettbewerbe zu treffen oder die kommende Saison bis zum Beginn der Sommerferien am 22. Juli 2021 zu verlängern.

Stefan Brinker, Vorsitzender des Bezirksspielausschusses und zudem Staffelleiter der Landesliga, wartet die weitere Entwicklung ab, hat aber bereits diverse Modelle in der Schublade. „Entscheidend ist erst einmal der Tag X, an dem es die Politik wieder erlaubt, Amateurfußball im Wettkampf auszutragen. Sollte es erst dann der Fall sein, wenn es einen Impfstoff gibt, kann es ja sogar bis zum nächsten Jahr dauern.“

Könnte die Saison, wie im Rahmenspielplan vorgesehen, im August beginnen, so gibt es für Brinker einige Alternativen. „Der stumpfe Gedanke, dass eine Saison die komplette Hin- und Rückrunde beinhaltet, ist ja nicht in Stein gemeißelt. Eine normale Saison wäre mit 21 Mannschaften sicher schwer durchführbar. Denkbar wäre aber auch eine normale Hinrunde und dann eine Aufteilung der Liga, oder aber die Liga generell in zwei Staffeln zu splitten. Allerdings hätte alles Auswirkungen auf die kommenden Spielzeiten, denn dann müsste die Landesliga sukzessive wieder auf ihre Sollstärke abgebaut werden.“

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