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2:3 – VfL Oythe hat die Hand am Sieg

Tiebreak-Niederlage im Zweitliga-Volleyballduell beim Eimsbütteler TV – aber immerhin gibt's noch einen Punkt.

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Viel Gegenwehr: Christine Aulenbrock (links) und Sandra Hövels im Oyther Block. Foto: Schikora

Viel Gegenwehr: Christine Aulenbrock (links) und Sandra Hövels im Oyther Block. Foto: Schikora

Seit zweieinhalb Wochen ist für die Volleyballdamen des VfL Oythe kein Mannschaftstraining möglich – dennoch hat das Zweitliga-Team von Trainer Ali Hobst am Sonntag den Gastgeber Eimsbütteler TV an den Rand einer Niederlage gebracht. Aufsteiger ETV behielt knapp mit 3:2 (25:17, 22:25, 25:14, 22:25, 16:14) die Oberhand. Die Partie dauerte 123 Minuten. Oythe nahm also noch einen wertvollen Zähler mit.

„Der Wille der Mädchen war größer als der der Politik“, bemerkte Ali Hobst zum Spiel – mit Blick auf die Unmöglichkeit, zurzeit in der angestammten Antonianumhalle zu trainieren (und zu spielen), was der VfL-Coach als „katastrophal“ bezeichnete: „Wir wollten hier mit dem Spiel ein Zeichen setzen, und das ist gelungen.“ Ali Hobst lobte seine Mannschaft für die couragierte Leistung. „Wir hatten die Hand am Sieg“, erklärte er angesichts der hauchdünnen Entscheidung im fünften Satz.

Hier hatte sich Oythe bei einer 5:1-Führung eine gute Position erarbeitet, die aber nicht genutzt werden konnte. „Da haben wir uns den Wind aus den Segeln genommen und dem Gegner Mut gemacht. Denn am Ende willst du natürlich auch gewinnen“, fasste Ali Hobst zusammen. Zugleich räumte er ein, dass man Fehler gemacht habe, die wohl auch mit Teamtraining passiert wären, womöglich aber nicht in dieser Häufigkeit.

Der Oyther Coach betonte aber, dass man sich den einen Zähler mit einem tollen Comeback im vierten Satz erkämpft habe. Die 9:1-Rallye (von 16:21 auf 25:22) sei „das Positivste in diesem Spiel“ gewesen: „Denn dadurch haben wir einen Punkt gewonnen.“

Enges Match mit vielen Drehungen und Wendungen

Ali Hobst hatte die lange Zeit verletzte Marian Mischo am Sonntag erstmals aufgeboten. Dafür nahm Mannschaftskapitänin Sina Albers zunächst auf der Bank Platz. Der VfL-Trainer griff im Spiel schnell ein. Schon beim Stand von 0:3 im Auftaktsatz nahm Hobst seine erste Auszeit, um nachzujustieren. Die Maßnahme verfehlte nicht ihre Wirkung. Oythe war jetzt in der Partie, verbuchte vier Zähler in Serie und hielt den Durchgang offen. Bei 11:10 folgte dann ein 5:0-Run für Eimsbüttel, das seinen Vorsprung peu à peu vergrößerte: Es hieß 21:15, 24:16 und schließlich 25:17.

Eng war es auch im zweiten Spielabschnitt. Eimsbüttel führte bei der ersten technischen Auszeit mit 8:4, dann wendete der VfL das Blatt und ging mit 13:10 in Front. der ETV konterte wiederum mit einer 4:0-Serie. Danach blieben beide Teams nah beieinander, die Punktgewinne wechselten ständig bis zum 21:21. Bei 23:21 für Oythe nahm Gastgeber-Coach Ulrich Kahl seine zweite Auszeit, aber eine Gegenbewegung wehrte Oythe ab und brachte den Set mit dem zweiten Satzball zum 25:22 nach Hause.

Einen anderen Verlauf nahm der dritte Spielabschnitt. Eimsbüttel lag durchgehend vorne. Über 5:2, 11:4, 16:9 und 18:12 marschierten die Hanseatinnen zum klaren 25:14. Damit zog der ETV das Momentum wieder auf seine Seite – und nutzte es weiter. Auch im vierten Durchgang lief Oythe früh einem Rückstand hinterher. Bei 8:4 für Eimsbüttel gab es die erste technische Auszeit, bei der zweiten hieß es 16:10. Der ETV führte auch noch 21:16, ehe das VfL-Team einen furiosen 9:1-Endspurt hinlegte und per 25:22 die Karten völlig neu mischte.
Denn damit erzwang Oythe den Tiebreak – und da wurde es dramatisch. Die Gäste erarbeiteten sich gleich ein schönes 5:1-Polster und verspielten es auch wieder via 5:7. Über 7:7 ging es anschließend zum 8:11. Der VfL glich zum 11:11 aus, lag 11:13 hinten, egalisierte erneut zum 13:13, verpasste einen eigenen Matchball, wehrte bei 13:14 einen ETV-Matchball ab und verlor dann mit 14:16.

Auf dem Spielplan steht nun am kommenden Samstag um 20.00 Uhr das Oyther Heimspiel gegen Bayer Leverkusen – wenn es so einfach wäre. Ali Hobsts Ausblick: „Wir haben aktuell keine Trainings- und Spielhalle.“

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