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2:2 - TVD verhindert Oythes Derby-Dreier

Kein Sieger im dritten VEC-Landesliga-Duell der Saison, aber für Dinklage fühlte sich das Unentschieden besser an.

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Enges Duell: Oythes Nico Emich (links) gegen Dinklages Dirk Averdam. Foto: Wenzel

Enges Duell: Oythes Nico Emich (links) gegen Dinklages Dirk Averdam. Foto: Wenzel

Als die aufregende Schlussphase im Jahnstadion beendet und der finale Pfiff des Schiedsrichters ertönt war, begann das große Rätselraten bei den Fußballern des TV Dinklage und des VfL Oythe.

Das Landesliga-Derby am Sonntagnachmittag, das bereits dritte VEC-Duell in der noch jungen Saison, war 2:2 ausgegangen. Aber wie musste dieses Ergebnis nun eingeordnet werden? Wem ging's gut damit, wem nicht? Es reichte ein Blick in die Gesichter der Spieler, um diese Fragen zu beantworten. Oythes Akteure gingen mit hängenden Köpfen vom Platz, sie hatten eine 2:0-Führung verspielt und in der 80. Minute den Ausgleich kassiert. Der ersehnte erste Saisonsieg war für die Oyther greifbar nahe, wurde ihnen aber doch noch entrissen.

Die TVD-Fußballer hatten unterdessen gute Laune. Aufholjagd gelungen, einen Zähler gerettet, weiter ungeschlagen – es hätte die Dinklager wahrlich schlechter treffen können. Kurzum: Für die Gastgeber war dieses Remis vor rund 450 Zuschauern ein gefühlter Sieg, für Oythe eine gefühlte Niederlage. Oythes Trainer Raphael Dornieden haderte natürlich mit dem Schlussakkord. „Dinklage kommt ja quasi aus dem Nichts zum 2:2. Das müssen wir einfach besser verteidigen“, erklärte der Coach und meinte damit nicht nur das zweite Gegentor durch Steffen Espelage (80., aus 10 m), sondern auch den ersten Gegentreffer durch den völlig frei stehenden Tobias Nordlohne (55., Kopfball nach Wulfing-Freistoß).

Dornieden: "Ich finde, das war überragend" 

Bei allem Frust über das Ergebnis sprach Dornieden aber auch von einem „Schritt nach vorne“ im Vergleich zum 0:3 in Steinfeld und zum 0:0 gegen Schüttorf. „Bis zum ersten Gegentor haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir hatten alles im Griff, Dinklage hatte keine Chance. Ich finde, das war überragend“, sagte Dornieden.

Eine Analyse, die TVD-Trainer Stefan Arlinghaus bestätigte. „Oythe war in der ersten Halbzeit klar besser, sie haben es richtig gut gemacht. Wir hatten keinen Zugriff und große Probleme“, sagte er.

Ein Pfosten-Freistoß von VfL-Mittelfeldspieler Felix Schneppe in der dritten Minute gab früh die Richtung vor. Oythe war griffiger in den Zweikämpfen und sehr präsent, mit Worten und Taten. „Das komplette Gegenteil vom Derby in Steinfeld“, so Dornieden. Die 1:0-Führung durch Nico Emich nach starker Vorarbeit von Janek Jacobs (12.) bestärkte die Gäste in ihrem Auftreten, die beste Chance zum 2:0 hatte Jacobs mit einem Distanzschuss (34., Rohe pariert).

Dinklage erzielte wichtigen Anschlusstreffer

Nach dem Seitenwechsel kam Dinklage etwas entschlossener aus der Kabine, aber Oythe erhöhte prompt auf 2:0. Nach einer Jacobs-Ecke kam Jan Ostendorf frei zum Kopfball (53.). Die Vorentscheidung? Nein, der TVD hatte dank Nordlohne eine schnelle Antwort parat. „Wir müssen einfach länger das 2:0 halten und dann kommt irgendwann die Chance zum dritten Tor“, haderte Dornieden. Auch Arlinghaus wusste, dass das 1:2 „extrem wichtig“ war. Er sagte: „Je länger es dauert, den Anschlusstreffer zu erzielen, desto schwieriger wird es.“

So war der TVD sofort wieder im Spiel und bekam peu à peu auch Oberwasser. Oythe versäumte es, seine drei, vier Kontersituationen sauber auszuspielen. Und nach dem Ausgleich durch Steffen Espelage, der fünf Minuten zuvor bereits eine gute Gelegenheit hatte, ging es in der Schlussphase noch mal hoch her.

Shakehands nach dem Remis: Raphael Dornieden (links) und Stefan Arlinghaus. Foto: WenzelShakehands nach dem Remis: Raphael Dornieden (links) und Stefan Arlinghaus. Foto: Wenzel

Erst scheiterte Oythes dänischer Neuzugang Nicolas van Geenberghe mit einem Volleyschuss an TVD-Keeper Jan Rohe (89.), dann kratzte Oythes Verteidiger Süleyman Odabasi einen Versuch von Johann Kühling von der Linie (90.+1) – das war ein richtig dickes Ding für den TVD. „Am Ende können wir das Spiel ja sogar noch gewinnen“, sagte Arlinghaus, hielt dann aber auch fest: „Ich glaube, wenn man das ganze Spiel betrachtet, ist das Unentschieden in Ordnung.“

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