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2:0 – Steinfeld ringt den Nachbarn nieder

Paul Kosenkow und Mazlum Sünün haben die Falken im Gemeindederby der Fußball-Landesliga gegen GW Mühlen zum Sieg geschossen.

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Vorteil Steinfeld: Georges Baya Baya (Mitte) und Halil Ablak (rechts) in einer Überzahlsituation gegen Constantin Westermann von GW Mühlen. Foto: Wenzel

Vorteil Steinfeld: Georges Baya Baya (Mitte) und Halil Ablak (rechts) in einer Überzahlsituation gegen Constantin Westermann von GW Mühlen. Foto: Wenzel

In der 88. Minute brachen bei Falke Steinfeld alle Dämme, im Lager der Schwarz-Weißen gab's kein Halten mehr. Alle Ersatzspieler sprinteten auf das Spielfeld im Falke-Stadion, gefolgt vom Betreuerstab. Und auch Coach Artur Zimmermann sprang in die Luft, ballte die Fäuste und schrie seine Freude raus. Mittendrin in der riesigen Jubeltraube: Mazlum Sünün. Der Joker, eine knappe Viertelstunde zuvor eingewechselt, hatte soeben das Gemeindederby in der Fußball-Landesliga gegen die Nachbarn von GW Mühlen entschieden. Sününs Treffer zum finalen 2:0 (0:0) war das i-Tüpfelchen auf einen Steinfelder Festtag. „Derbysieger, Derbysieger“, hallte es dann knapp zehn Minuten später durch das Stadion. Mühlens Spieler bekamen diese Prozedur gar nicht mehr mit, sie waren bereits in der Kabine.

Artur Zimmermann hielt nach dem umkämpften Fight auf tiefem Geläuf stolz fest: „Wir haben absolut verdient gewonnen. Vor allem in der zweiten Halbzeit war's eine sehr gute Leistung von uns.“ Falke verdoppelte seinen Vorsprung auf den Lokalrivalen auf sechs Punkte und steht nun in der Staffel II als Tabellendritter mit elf Punkten aus sechs Spielen glänzend da. Und: Für Falke, das erstmals seit dem Aufstieg ein Landesliga-Heimderby hatte, war's nach vier Niederlagen in Lohne (1:5), Oythe (2:4), Mühlen (0:1; alle in 19/20) und Dinklage (1:2) der erste Derbysieg im Weser-Ems-Oberhaus.

Des einen Freud', des anderen Leid. Mühlens Trainer Ingo Soremba haderte: „Wir haben verdient verloren. Steinfeld hat's gut gemacht. Sie hatten im Sturm die größere Durchschlagskraft, die größere Überzeugung, auch mal in Eins-gegen-eins-Duelle zu gehen.“ Für Mühlen war es die dritte Niederlage in Serie, und wie schon beim 0:3 gegen Holthausen und beim 0:1 gegen Voxtrup blieben die Grün-Weißen ohne Tor. Die Feststellung, dass Mühlen wohl noch eine Stunde hätte spielen können, ohne ein Tor zu erzielen, kommentierte Soremba so: „Kein Widerspruch.“

Ungemachs Ausscheiden tut Mühlen weh

Mühlen verpasste ein besseres Ergebnis im ersten Durchgang. Jonas Pöhlking (10.), Tom Ungemach (20., Kopfball ans Lattenkreuz) und Constantin Westermann (31.) hätten GWM in Führung bringen können. „Wir haben durch unser Pressing gute Überzahlsituationen bekommen, aber daraus zu wenig gemacht“, erklärte Soremba, der in der ersten Halbzeit bereits zweimal wechseln musste. Taktgeber Ungemach (Oberschenkel) sowie Stürmer Vladi Aumann (Rücken) mussten raus. „Tom ist einer der Platzhirsche. Sein Ausscheiden war echt bitter, da gab's einen kleinen Bruch bei uns“, meinte Soremba. Sein Amtskollege Zimmermann sagte mit Blick auf die erste Halbzeit: „Wir haben uns gegen das Anlaufen von Mühlen nicht so richtig getraut, es spielerisch zu lösen. Das können wir besser.“ Steinfelds beste Chance vor der Pause hatte Claas Langhorst nach einer tollen Kombination über Joshua Heyer und Paul Kosenkow über den rechten Flügel (24.).

Direkt nach dem Seitenwechsel hatte Kosenkow die größte Möglichkeit der Partie, der Torjäger setzte aber wie schon in Dinklage einen Foulelfmeter an den Pfosten (47.). Und noch eine Parallele zum Spiel beim TVD: Kosenkow traf später doch noch. Vor drei Wochen war's das 1:2, am Sonntag das wegweisende 1:0 (81.). Die starke Vorarbeit zu Kosenkows achtem Saisontreffer hatte Sünün geleistet. „Dass wir uns beim 0:1 auskontern lassen, ist sehr ärgerlich“, sagte Soremba. Vor dem ersten Treffer hatte es noch drei Möglichkeiten für die Mühlener Robert Kröger (55.) und Markus Stukenborg (73., Freistoß) sowie Steinfelds Georges Baya Baya (65.) gegeben. Vor der Entscheidung durch Sünün gab's unterdessen noch gute Chancen für Mühlens Kevin Steinfeld (84.) sowie die Falken Maxim Repinetchii (85.) und Andreas Zimmermann (86.).


Falke Steinfeld - Mühlen 2:0

  • Steinfeld: Nieberding - Heyer, Pille, Schockemöhle, Ablak - Themann, Zimmermann - Kosenkow, Philippi (82. Repinetchii), Baya Baya (90. Häberle) - Langhorst (74. Sünün).
  • Mühlen: Planteur - Hinxlage, Kolbeck, Stukenborg, Landwehr - von Lehmden, Kröger, Ungemach (22. Blömer) - Westermann (82. Steinfeld), Aumann (38. Albers), Pöhlking.
  • Tore: 1:0 Kosenkow (81.), 2:0 Sünün (88.).
  • Zuschauer: 400.
  • Nächste Spiele: Falke Steinfeld am Sonntag (18.10, 15.00 Uhr) in Voxtrup; Mühlen am Samstag (17.10, 15.30 Uhr) in Oythe.

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