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1:3 - Oythes Volleyballerinnen überzeugen nur im ersten Satz

Im vorletzten Zweitliga-Saisonspiel des VfL gab's eine Niederlage bei BW Dingden. Ali Hobst sagte: "Wir haben den Druck nicht dauerhaft gehalten."

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Wertvollste VfL-Akteurin am Sonntag: Die Oyther Zuspielerin Anne Jansen (am Ball); links daneben ihre Teamkollegin Sandra Hövels. Foto: Schikora

Wertvollste VfL-Akteurin am Sonntag: Die Oyther Zuspielerin Anne Jansen (am Ball); links daneben ihre Teamkollegin Sandra Hövels. Foto: Schikora

Der vorzeitige Ausstieg der Zweitliga-Volleyballerinnen vom VfL Oythe aus der Saison 2020/21 steht seit der vergangenen Woche fest. Nach dem 7. März und dem finalen Auftritt beim VC Essen wird bei Oythe die Corona-Härtefallregelung angewendet. Am Sonntag gab's im vorletzten Duell bei BW Dingden eine 1:3 (25:14, 20:25, 20:25, 18:25)-Niederlage. Rein sportlich sind die Ergebnisse nicht mehr von Belang, da Oythe von der Volleyball Bundesliga (VBL) aus der Wertung genommen wird, wobei der Verein in der Liga bleibt.

Das Team von Trainer Ali Hobst begann stark, musste sich aber nach dem überlegen gewonnenen ersten Satz BW Dingden beugen. Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für den am Donnerstag verstorbenen treuen VfL-Fan Günter Falter; Oythe spielte mit Trauerflor.

Ali Hobst war natürlich mit der Leistung im ersten Durchgang sehr einverstanden, bemängelte aber: "Wir haben den Druck des ersten Satzes nicht dauerhaft gehalten." Zwar habe man weiter viele Bälle übers Netz gebracht, aber die Intensität habe nicht ausgereicht, um Dingden damit in größere Verlegenheit zu bringen. So kamen die Nordrhein-Westfälinnen immer mal wieder zu kleinen Punkteserien, während Oythe viel Energie aufwenden musste, um dranzubleiben. Der Coach: "Die Summe der Fehler hat's gemacht. Wir haben uns für den ersten Satz nicht belohnt."

In der Auftaktetappe marschierte Oythe über 14:7 und 21:11 zum souveränen 25:14. Doch Dingden antwortete. In allen 3 Folgesätzen hatten die auf Platz 3 vorgerückten Blau-Weißen, die am Tag vorher den BBSC Berlin ebenfalls nach 0:1 noch 3:1 besiegt hatten, stets die Führungsarbeit geleistet. Dreimal stand es 16:14, in den Endspurts hatte Dingden dann jeweils mehr zuzusetzen.

Saison für die Oyther Reserve ist vorzeitig beendet

Unterdessen hat der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) die Einstellung des Spielbetriebs in den 3. Ligen und Regionalligen beschlossen – ohne Auf- und Absteiger. Betroffen sind davon auch die Damen des VfL Oythe II, die vor dieser Saison in die Regionalliga Nord aufgestiegen waren. Das Team, das ebenfalls von Ali Hobst gecoacht wird und bei der Wahl zur OV-Mannschaft des Jahres 2020 auf dem fünften Platz gelandet war, hatte im September und Oktober vier von 16 geplanten Saisonspielen absolviert (ein Sieg, drei Niederlagen), ehe der Lockdown griff.

DVV-Präsident René Hecht sagte: "Wir haben die Situation und die politischen Entscheidungen lange beobachtet, bevor wir eine Entscheidung fällen konnten, die derart große Auswirkungen für alle Volleyballer und Volleyballerinnen hat. Schlussendlich war eine Einstellung trotzdem unumgänglich."

Hecht ergänzte: „Die Corona-Pandemie hat den Volleyballsport hart getroffen, deshalb möchte ich auch an dieser Stelle noch einmal daran appellieren, dass die Mitglieder ihren Vereinen treu bleiben und sich nicht von ihrem Sport abwenden.“

Schon Mitte Dezember hatte der Nordwestdeutsche Volleyballverband beschlossen, die Saison in den Staffeln von der Oberliga bis zur Kreisebene sowie im Jugendbereich abzubrechen.

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