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1:2 gegen Werder II: BW Lohne geht ans Limit, aber es reicht nicht

Der Regionalligist hat auch im zweiten Saisonspiel vor 1400 Zuschauern einen späten K.o. kassiert. Nach einem Schocker in der ersten Halbzeit hatte sich BWL noch gut erholt. Später ging die Kraft aus.

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Werder hat hier die Lufthoheit: Keeper Louis Lord fängt eine Flanke ab – die Lohner Stürmer Marek Janssen (vorne) und Bennet van den Berg lauern vergeblich. Foto: Schikora

Werder hat hier die Lufthoheit: Keeper Louis Lord fängt eine Flanke ab – die Lohner Stürmer Marek Janssen (vorne) und Bennet van den Berg lauern vergeblich. Foto: Schikora

In diesem einen Punkt lag Sepp Herberger falsch. Ein Fußballspiel dauert im Normalfall eben doch länger als 90 Minuten. So war es auch am Mittwochabend im Heinz-Dettmer-Stadion – und das tat dem Regionalligisten BW Lohne besonders weh. Wie schon im ersten Saisonspiel gegen Phönix Lübeck (2:3) fiel auch im zweiten gegen Werder Bremen II der entscheidende Gegentreffer in der Nachspielzeit. Als das 1:2 (1:1) besiegelt war, sanken die BWLer um 20.59 Uhr frustriert auf den Rasen. Über selbigen waren nur drei Minuten vorher noch jubelnd die jungen Bremer gerutscht, nachdem Marc Schröder einen Freistoß zum Siegtreffer eingeköpft hatte (90.+2).

Lohnes Trainer Henning Rießelmann fasste den Auftritt seiner Mannschaft nach dem Schlusspfiff perfekt zusammen: „Wir sind ans Limit gegangen – aber am Ende haben wir keine Punkte.“ Er ergänzte noch: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben ein super Regionalliga-Spiel gemacht.“ Er zeigte sich erneut beeindruckt vom „unfassbaren Tempo“ in der 4. Liga.

Dieses Tempo konnte Lohne lange mitgehen. Doch am Ende gab es dafür bis auf den Applaus der Fans keinen Lohn. Der kurzweilige Fußballabend vor einer hervorragenden Kulisse von 1400 Zuschauern hielt für BWL kein Happy End parat.

Schnelle Reaktion auf Dedovic-Patzer

Dabei hatten die Hausherren recht gut in die Partie gefunden und sich nach der Anfangsphase auch kleine Drangperioden in einem insgesamt ausgeglichenen ersten Durchgang erarbeitet. Inmitten einer solchen Sequenz gab es dann aber einen richtigen Schocker: BWL-Torwart Marko Dedovic faustete eine stramme Flanke von Jannic Ehlers ins eigene Tor – 0:1 (27.). Es war ein kapitaler Fehler des Neuzugangs aus Münster, der dafür in der Schlussphase der zweiten Halbzeit gleich dreimal überragend parieren sollte.

Lohne kam nach dem 0:1 auch schnell durch ein Tor von Marek Janssen zurück (30.), er wurde von Phil Sarrasch und Jakub Bürkle schön freigespielt. Apropos Janssen: BWL hatte auch Personalpech. Kurz nach seinem Treffer musste der bullige Angreifer mit Oberschenkelproblemen runter – er fehlte danach merklich. Auch Sarrasch, Malte Beermann und Christian Düker schieden später unfreiwillig aus. Lohne war körperlich am Limit.

Werder II drückte hinten raus enorm und besaß dementsprechend auch mehr Chancen als BWL. Dann köpfte Schröder ein. Und BWL sank nach einem späten K.o. zu Boden. Schon wieder.

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