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1:10 – Auf den starken Start folgt der Zerfall

Fußball-Oberligist BW Lohne hat am Mittwochabend in Herzlake deutlich gegen den Zweitligisten VfL Osnabrück verloren. Zunächst hatte es noch gut ausgesehen.

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Augen zu und durch: Lohnes Gino Lago-Bentron (Mitte) beim Kopfball im Spiel gegen den VfL Osnabrück. Foto: Kemme

Augen zu und durch: Lohnes Gino Lago-Bentron (Mitte) beim Kopfball im Spiel gegen den VfL Osnabrück. Foto: Kemme

Sie wollten ein Déjà-vu vermeiden – doch am Ende kam es für die ersatzgeschwächten Oberliga-Fußballer von BW Lohne beim ungleichen Kräftemessen mit dem Zweitligisten VfL Osnabrück sogar noch dicker als beim letzten Aufeinandertreffen: Vier Tage nach dem Achtungserfolg beim 1. FC Köln (1:2) kassierte BWL am Mittwoch im Testspiel in Herzlake eine 1:10 (1:6)-Niederlage – und fing sich damit noch drei Tore mehr als im vergangenen September.

„Am Ende waren die Kräfte einfach nicht mehr da. Dann haben wir auch verdient in der Höhe verloren“, sagte BWL-Trainer Henning Rießelmann. Es habe auch die nötige Frische gefehlt – „und dann zerfällt man auch mal“. Auch wenn ein solches Ergebnis nicht der Anspruch sei, wollte Rießelmann seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.

Lohne musste auf sieben Spieler verzichten. Bei Frank Placke bestätigte sich der Verdacht: Er muss am Syndesmoseband operiert werden und fällt wie Jakub Bürkle (Mittelfuß-OP) für die gesamte Hinrunde aus. Für Malte Beermann kam der Einsatz gegen den VfL und seinen Bruder Timo nach einer Grippe noch zu früh. Zudem fehlten Philipp Selke (Außenbandabriss), Philip Kreimer (Fingerverletzung), Gerrit Menkhaus und Sandro Heskamp (beide muskuläre Probleme). Rießelmann dazu: „Die Ausfälle, die wir aktuell haben, konnten wir nicht kompensieren.“

Sehenswerter Homer-Heber zum Ausgleich

In der Anfangsphase hatte BWL die Partie sogar noch sehr offen gestaltet und selbst Chancen kreiert. „Wir haben 20, 25 Minuten echt gut gespielt“, so Rießelmann. Das Lohner Highlight: Andrej Homer konterte den 0:1-Rückstand (13., Ken Reichel) mit einem sehenswerten Heber zum 1:1-Ausgleich (14.). Danach verpasste Nico Gill gar eine dicke Führungschance (25.). Doch im Anschluss stellte die Mannschaft von Neu-Coach Marco Grote die Blau-Weißen vor immer größere Probleme. Rießelmann: „Dann hat's eigentlich im Minutentakt geklingelt.“

Zur Halbzeit machte der VfL bereits das halbe Dutzend voll: Marc Heider (18./28.), Sebastian Kerk (21.) Niklas Schmidt (25.) und Lukas Gugganig (36.) trafen für die Osnabrücker, die am 20. September gegen Greuther Fürth in die neue Saison starten.

Zur Pause wechselte der Zweitligist satte neunmal. Unter anderem kam Angreifer Luc Ihorst (20) aus Dümmerlohausen, der für zwei Jahre von Werder Bremen an den VfL verliehen ist. Und Ihorst trug sich gleich doppelt in die Torschützenliste ein (53./75.). Die weiteren Treffer für die Lila-Weißen erzielten Maurice Multhaup (51.) und David Blacha (67.).

Viel Zeit zur Regeneration bleibt den Lohnern jetzt nicht: Mit Drittligist SV Meppen kommt am Samstag (14.00 Uhr) der nächste Brocken. Rießelmann sagt deshalb: „Wir müssen jetzt sehen, dass wir die Wunden lecken und uns wieder neu aufstellen für Samstag.“


VfL Osnabrück - BW Lohne 10:1 (6:1)

  • Lohne: Bollmann (75. Schumacher) - Westerhoff, Oevermann, Suffner (83. Behrendt) - Videgla, Lago-Bentron (59. Leiber) - Homer (73. Kamke), Goldmann, Schepp - Prüne, Gill (46. Kaufmann, 70. Sieve).
  • Tore: 1:0 Reichel (13.), 1:1 Homer (14.), 2:1 Heider (18.), 3:1 Kerk (21.), 4:1 Schmidt (25.), 5:1 Heider (28.), 6:1 Gugganig (36.), 7:1 Multhaup (51.), 8:1 Ihorst (53.), 9:1 Blacha (67.), 10:1 Ihorst (75.).

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