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0:3 – Oythes Damen bleiben vieles schuldig

Der Volleyball-Zweitligist hat in Dingden eine klare Niederlage kassiert. Zoran Nikolic kritisierte danach: „Wir haben ohne Druck und Emotionen gespielt.“

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Warten auf den Aufschlag: Oythes Franka Poniewaz, Marian Mischo und Sandra Hövels (von links). Am Samstag ging der VfL leer aus, am 26./27. März geht's weiter. Foto: Schikora

Warten auf den Aufschlag: Oythes Franka Poniewaz, Marian Mischo und Sandra Hövels (von links). Am Samstag ging der VfL leer aus, am 26./27. März geht's weiter. Foto: Schikora

Drei Spiele wähnte sich der VfL Oythe auf einem richtig guten Weg. Mit der Ausbeute von zuletzt sechs Punkten fuhr der Volleyball-Zweitligist dann zu BW Dingden – und unterlag glatt mit 0:3 (17:25, 23:25, 21:25). VfL-Trainer Zoran Nikolic resümierte nach den gerade mal 83 Spielminuten in der Sporthalle in Hamminkeln im Kreis Wesel: „Wir haben ohne Druck und Emotionen gespielt. Es war kein Wille da. Und wir haben zu viele Eigenfehler gemacht.“

Dagegen war sein Dingdener Kollege Michael Kindermann natürlich umso zufriedener. „Wir haben stabil und konstant gespielt. Keiner ist leistungsmäßig abgefallen. Die Mannschaft hat auch im Rückstand an sich geglaubt.“ Kindermann hatte das Cheftraineramt als bisheriger „Co“ bei den Blau-Weißen vor rund einem Monat von Marinus Wouterse übernommen – und hat dann nach langem spiellosen Vorlauf gleich im ersten Auftritt gegen Oythe drei Punkte eingesammelt. Angesichts der gleichzeitigen Niederlage von Fortuna Bonn bei RC Sorpesee muss Dingden jetzt auch nicht mehr um den Klassenerhalt bangen.

Der VfL Oythe war am Samstag mit einigem Unbehagen nach Nordrhein-Westfalen aufgebrochen. Kapitänin Franka Poniewaz hatte sich erst am Freitag aus der Corona-Quarantäne freigetestet und blieb zunächst draußen, kam aber ab Ende des ersten Satzes für Jule Nuxoll auf der angestammten Diagonalen zum Einsatz. Dafür war Libera Emma Moorkamp am Donnerstag positiv getestet worden, ihre Position übernahm Jule Lehmann. Zudem hatte Sina Albers am Mittwoch ihre Booster-Impfung erhalten, was ihre Verwendungsmöglichkeiten am Spieltag stark einschränkte; sie erlebte nur den einzigen Dingdener Matchball auf dem Spielfeld.

Oyther Spielverlegungs-Gesuch erfolglos

Gespräche mit BW Dingden über eine Spielverlegung brachten kein Ergebnis. Dingden wollte spielen, und beim Ligabüro der Volleyball Bundesliga (VBL) bestand dann angesichts der geltenden Corona-Vorgaben kein Anlass zum Eingreifen. Zoran Nikolic: „Natürlich akzeptieren wie die Dingdener Entscheidung. Aber im Spielplan gibt es doch genügend Luft.“

Oythe macht beispielsweise bis zum Saisonende am 23. April im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Spielrhythmus weiter. Im Training bis zu den nächsten Auftritten am 26./27. März beim VCO Münster und gegen RC Sorpesee sollen jetzt schnell die Defizite aufgearbeitet werden. Den zahlreichen Eigenfehlern in der zweiten Hälfte des ersten Satzes (von 14:14 auf 17:25) folgten viele verpasste Angriffschancen im zweiten und dritten Durchgang – auch wenn gar kein Dingdener Block da war. Zunächst ging es von 20:17 und 21:19 auf 23:25, im dritten Satz von 16:13 über 21:21 zum 21:25.

Fazit von Zoran Nikolic: „Wir haben unter Mittelmaß gespielt.“ Angesichts der Teamleistung und des Ergebnisses könne er auch keine einzelne Akteurin hervorheben: „Es ist schwer, da eine Spielerin zu finden.“ Bei der MVP-Wahl müssen die Trainer allerdings bekanntlich Farbe bekennen. Michael Kindermann entschied sich auf Oyther Seite für Marian Mischo. Und: BW Dingden hat einen neuen Lieblingsgegner. Oythe hat in dieser Saison alle sechs Punkte bei den Westfälinnen abgeliefert.

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