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Zoos mit Inventur: Elefantenjunges entwickelt sich prächtig

Die Corona-Pandemie hat die Zoos in eine starke Krise geführt. Elefantenbabys wie Yaro würden ohne das Virus bestimmt zu den Publikumslieblingen gehören. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels.

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Ist auch von der Pandemie erschöpft: Das Elefantenbaby Yaro im Osnabrücker Zoo. Foto: dpa

Ist auch von der Pandemie erschöpft: Das Elefantenbaby Yaro im Osnabrücker Zoo. Foto: dpa

Wegen des Corona-Lockdowns sind die Zoos im Moment recht menschenleer. An einer Tradition halten die Tierparks aber fest: Zu Jahresbeginn machen sie unter ihrem Tierbestand eine genaue Inventur. In Hannover zählten die Mitarbeiter 1880 Tiere und 186 Arten, in Osnabrück waren es 2213 Tiere und sogar 291 Arten, wie beide Zoos am Donnerstag mitteilten.

Wenn es im Moment Publikum gäbe, gehörte in Osnabrück sicherlich Elefantenbaby Yaro zu seinen Lieblingen. Kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember, kam es zur Welt und entwickelt sich seitdem prächtig. Täglich trinke Yaro etwa 15 Liter Milch von seiner Mutter Douanita, teilte der Zoo mit. Zu den Sorgentieren gehört im Osnabrücker Zoo im Moment ein ebenfalls im Dezember zur Welt gekommener Humboldt-Pinguin, der von seinen Eltern nicht gefüttert wurde. Die Pfleger ziehen es nun per Hand auf. Das Geschlecht ist noch unbekannt, das muss noch per DNA-Test einer Feder untersucht werden.

Die Corona-Pandemie hat die Zoos in eine schwere Situation geführt, sie leiden unter den fehlenden Besuchern. So fehlen dem Zoo Hannover rund 9 Millionen Euro Einnahmen. Er war auf Unterstützung der Region, ein Hilfsfonds des Landes und Kredite angewiesen. Auch der Osnabrücker Zoo lebt nach seinen Angaben derzeit von Reserven, Spenden oder dem Online-Verkauf von Jahres-Tageskarten. Denn die Kosten für Tiere und Personal laufen auch ohne Gäste weiter - allein in Osnabrück sind das etwa 13.000 Euro am Tag.

Der kleine Pinguin wird von den Tierpflegern von Hand auf gezogen und wiegt bereits 266 Gramm und ist der 21. Pinguin im Zoo.
Foto: Zoo Osnabrück
Die Wasserschweine machten sich bei der Inventur zum 31. Dezember 2020 mit 10 Jungtieren besonders bemerkbar.
Foto: Zoo Osnabrück
Neu auf der Inventurliste 2020 ist das Jemenchamäleon.
Foto: Zoo Osnabrück
Bei den Baumstachlern machte 2020 Jungtier Ben von sich reden, der sein Zuhause ungeplant verließ, um seine Umgebung zu erkunden. Inzwischen ist Ben planmäßig in einen anderen Zoo gezogen
Foto: Zoo Osnabrück
Bei der Inventur im Tierreich wurde auch erstmals der kleine Elefant Yaro erfasst. Er kam am 21.12.2020 zur Welt und misst bereits 90 Zentimeter.
Foto: Osnabrücker Zoo

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