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ZDF-Intendant Thomas Bellut hört 2022 auf

Thomas Bellut prägt seit Jahrzehnten das Zweite Deutsche Fernsehen. 2022 soll Schluss sein. Aufgewachsen ist der Journalist und Manager in Neuenkirchen, sein Abitur machte er in Vechta.

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ZDF-Intendant Thomas Bellut wird sich nicht um eine dritte Amtszeit bewerben. Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Mainz mit. Damit hört Bellut nach seiner zweiten Amtszeit im März 2022 auf.

Der 65-Jährige steht seit März 2012 an der Spitze des Zweiten Deutschen Fernsehens. Bellut sagte: "Die kommenden 12 Monate bieten noch zahlreiche Herausforderungen: Corona, Digitalisierung, die Finanzausstattung des ZDF, die Wahlberichterstattung, um nur einige zu nennen. Am 15. März 2022 ist es dann nach 40 spannenden Jahren im Mediengeschäft Zeit für einen neuen Lebensabschnitt."

ZDF erreicht mit Bellut höchste Marktanteile

Der Intendant wird vom Fernsehrat auf die Dauer von fünf Jahren gewählt. Das Gremium setzt sich aus 60 Mitgliedern zusammen, die verschiedene Bereiche der Gesellschaft repräsentieren. Ein Termin für die Intendantenwahl steht noch nicht fest. Nach Angaben der Geschäftsstelle des Fernsehrates wird das Präsidium voraussichtlich am 19. März einen Vorschlag unterbreiten, wie das weitere Verfahren bis hin zur Wahl ablaufen könnte.

Als Intendant ist Bellut für die gesamten Geschäfte des ZDF samt der Gestaltung der Programme verantwortlich. Für das ZDF sind rund 3500 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Das ZDF-Programm hat in Deutschland im Vergleich zu anderen TV-Programmen seit Jahren die höchsten Marktanteile.

Bellut, der am kommenden Montag 66 Jahre alt wird, hat das ZDF stark geprägt. Vor Jahrzehnten fing er in der Redaktion an, dann wechselte er ins ZDF-Management. «Ich habe hier drei Berufe gehabt: Journalist, Programmdirektor und jetzt Intendant», sagte er vor einem Jahr der dpa.

Kein gerader Weg zum ZDF

Bellut schob Innovatives an, wie etwa die Nachrichtensatire "heute-show" in seiner Programmdirektorenzeit. Das ZDF-Magagazin mit Jan Böhmermann hob der Sender zuletzt ins Hauptprogramm. Zugleich steht das ZDF seit Jahren unter einem Spardruck. Hunderte Stellen wurden abgebaut. Bellut zeigte sich als Reformer und Sanierer.

Bellut stammt aus Neuenkirchen im Landkreis Vechta. Sein Abitur machte er 1974 im Vechtaer Gymnasium Antonianum (GAV). Nach seinem Studium und seiner Promotion in Münster startete er seine berufliche Laufbahn in der Lokalredaktion der Neuen Westfälischen, ehe er zum ZDF kam. In seiner Festrede zum 300-jährigen Bestehen des GAV  im Jahr 2019 hatte er erzählt, dass er nach seinem Studium auf eine Bewerbung bei dem Fernsehsender eine Absage bekommen hatte.

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