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Von der Schreibfeder bis zur Motorsäge

"Mit 200 Sachen durch den Landkreis Vechta" heißt ein neues Buch mit Ausflugstipps für Familien. OM online hat sich einige Beispiele angesehen – wie das Industriemuseum Lohne.

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Freut sich über Besucher in den Sommerferien: Ulrike Hagemeier, Leiterin des Lohner Industriemuseums. Foto: Kessen

Freut sich über Besucher in den Sommerferien: Ulrike Hagemeier, Leiterin des Lohner Industriemuseums. Foto: Kessen

Einmal durch die letzten 200 Jahre der Industriegeschichte Lohnes bis hin zur jetzigen Zeit reisen - das geht auch zu Corona-Zeiten im Industriemuseum Lohne (IML). Sowohl für die Kleinsten als auch für Erwachsene und Großeltern ist etwas dabei.

Auf drei Etagen und circa 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche können alte Maschinen oder Arbeitsplätze von damals erkundet werden, erzählt Museumsleitern Ulrike Hagemeier: "Es ist generell eine Ausstellung zum Ausprobieren." So stehen bei Führungen auch die Herstellung von Schreibfedern oder von kleinen Pinseln auf dem Programm.

Modelleisenbahn für die Jüngsten

Ein Highlight für die Jüngsten dürfte die Modelleisenbahn sein, die für den alten Bahnhof in Lohne steht. Zudem gibt es einen Extra-Bereich "Technik für Kinder", wo an verschiedenen Stationen gebohrt oder gehämmert werden darf. 

Das Buchcover. Foto: Landkreis VechtaDas Buchcover. Foto: Landkreis Vechta

In ihre eigene Jugend zurückversetzt fühlen wird sich die ältere Generation: Denn im IML sind eine alte Schulklasse und ein Arbeiterhaus aus dem Jahr 1950 aufgebaut. Auffällig ist vor allem die große Dampfmaschine im Erdgeschoss, die bei einer Führung in Gang gesetzt wird. Dadurch bewegen sich auch die alten Korkenschneider in der ersten Etage.

Um die alte Dampfmaschine herum ist derzeit übrigens die Sonderausstellung "Maschinenbau" zu sehen.  Im Fokus stehen örtliche Maschinenbauunternehmen. Diese Schau läuft noch bis zum 15. August. Nach zwei Wochen Vorbereitung folgt dann ab dem 31. August die Wanderausstellung "Mathematik zum Anfassen". Einen Platz im IML gefunden haben auch die Korken- und die Zigarrenindustrie. Denn: Sie haben Lohne geprägt. Die Besucher können Korken nach ihrer Qualität sortieren oder alte Zigarrenblätter riechen und anfassen.

"Man sieht, was alles so in Lohne hergestellt wird."Ulrike Hagemeier, Leiterin des Industriemuseums Lohne

Federn und Zigarren, Pinsel und Korken: Das war einmal. Aktuell prägt die Kunststoffverarbeitung das Wirtschaftsleben. Klar, dass auch sie im IML einen Platz bekommt. "Man sieht, was alles so in Lohne hergestellt wird", sagt Hagemeier. Das reiche von Verpackungen für Lebensmittel bis hin zu Außenteilen von Motorsägen. 

"Die Besucher können selber etwas tun", fasst Hagemeier das Grundkonzept zusammen. Sie freue sich auch in den Sommerferien über jede Anfrage - besonders nach der Corona-Zwangspause. Natürlich sei für das IML ein Hygienekonzept entwickelt worden. Maske und Abstand seien Pflicht; Führungen von Großgruppen indes verboten. Ausdrücklich erlaubt sind aber Angebote für bis zu zwei Familien mit maximal zehn Teilnehmern. Dafür sollte mindestens eine Stunde eingeplant werden, die Führungen werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt.


  • Info I: Eine einstündige Führung kostet 30 Euro plus zwei Euro pro Teilnehmer. Interessierte können sich bei der Verwaltung des IML unter der Telefonnummer 04442/730830 melden.
  • Info II: Das Buch „Mit 200 Sachen durch den Landkreis Vechta“ gibt es zum kostenfreien Download.

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