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"Vom Korn zum Brot" in der Schweger Mühle

"Mit 200 Sachen durch den Landkreis Vechta" heißt ein neues Buch mit Ausflugstipps für Familien. OM online hat sich einige Beispiele angesehen - wie die Schweger Mühle in Dinklage.

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Normalerweise herrscht viel Betrieb bei der Schweger Mühle: Hier der deutsche Mühlentag an Pfingsten 2019. Jetzt sollen vor allem Kinder die Mühle näher kennenlernen. Foto: Dödtmann

Normalerweise herrscht viel Betrieb bei der Schweger Mühle: Hier der deutsche Mühlentag an Pfingsten 2019. Jetzt sollen vor allem Kinder die Mühle näher kennenlernen. Foto: Dödtmann

Endlich herrschte wieder Betrieb auf dem Gelände der Schweger Mühle: Am vergangenen Wochenende hatte der Freundeskreis des Heimatvereins Dinklage erstmals seit der Corona-Pandemie wieder zu einer Aktion eingeladen – dieses Mal zum Backtag. Zwiebelbrote, Baguettebrote, Rosinenbrote, Dinkelbrote und Frankenlaibe wurden verkauft.

Bei dieser Aktion wird es in der nächsten Zeit möglichst nicht bleibt, meint Kurt Dödtmann vom Freundeskreis: "Während der Sommerferien bieten wir Führungen für kleinere Gruppen an." Vor allem für Kinder ab der dritten Klasse sei das Angebot interessant, da viele das Thema "vom Korn zum Brot" im Sachunterricht schon kennengelernt hätten.

Während der rund einstündigen Aktion gibt es für die Kinder viel zu entdecken. Highlight ist natürlich die Mühle selbst. Die erfahrenen Experten erklären die vielen Funktionen einer Mühle und führen das auch vor: So können die kleinen Besucher sich anschauen, wie ein großer Mahlstein das Korn mahlt. Sehr beliebt sei auch die kleinere Ausgabe davon, wo die Kinder per Hand das Korn selber mahlen können, berichtet Dödtmann.

Das Buchcover. Foto: Landkreis VechtaDas Buchcover. Foto: Landkreis Vechta

Die Schweger Mühle sei die einzige ihrer Art, die noch mit Wind Korn mahlen kann, erläutert Kurt Dödtmann. Dafür werden bei einer Führung die Flügel bespannt, die sich dann bei guten Windverhältnissen auch drehen.

Kinder können Getreidesorten erkunden und anfassen

In der Mühle steht auch eine „Begreif-Bar“: Dort können die verschiedenen Getreidesorten erkundet und angefasst werden. Zudem werde eine kleine Ausstellung gezeigt, mit welchen Fallen traditionell die Mäuse bekämpft wurden, erklärt Kurt Dödtmann. Übrigens: Wenn man vom dritten Stock der Mühle nach draußen auf die Galerie geht, erwartet die Gäste ein wunderschöner Ausblick über die Stadt Dinklage.

Maximal zehn Personen könnten an einer Führung teilnehmen, um die Abstandsregeln einzuhalten, sagt Dödtmann. Die Besucher würden dann in zwei Gruppen aufgeteilt: Während fünf Kinder die Mühle erkunden, geht die andere Gruppe zum Getreidegarten unweit der Mühle. Dort können die Kinder das Getreide, bevor es in die Mühle kommt, kennenlernen. Dabei hilft ihnen wieder ein Ehrenamtlicher vom Freundeskreis Schweger Mühle. Nach circa einer halben Stunde wechseln die Gruppen die Plätze.

Zum Abschluss geht es dann ins Backhaus. Es werde zwar kein Brot gebacken – dafür sind die Backtage da –, Kinder können aber in die alten Öfen schauen und es wird erklärt, wie aus dem gemahlenen Korn der Mühle ein Brot wird.

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