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Vechtaer Möbelhaus steigt in die Luft auf

Ein neuer Heißluftballon trägt den Namen Nemann und soll künftig im weiten Umkreis zu sehen sein. Mitfahren kann jeder, der möglichst keine Höhenangst an.

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Schwebt über das Vechtaer Stadtgebiet: Der neue Nemann-Heißluftballon.   Foto: M. Niehues

Schwebt über das Vechtaer Stadtgebiet: Der neue Nemann-Heißluftballon.   Foto: M. Niehues

Eigentlich sollte das Gefährt über die Diepholzer Moorniederung schweben und dort später landen. Dann dreht ausgerechnet während des Anheizens der Wind und es geht in die andere Richtung. Alles muss ganz schnell gehen. Innerhalb von Sekunden geht es in die Luft.

In Vechta und Umgebung kann ein neuer Heißluftballon bestaunt werden. Er trägt künftig regelmäßig bei gutem Wetter den Namen Nemann weit sichtbar durch die Luft. Denn der Inhaber des bekannten Vechtaer Möbelhauses hat die Hülle gesponsert. Jetzt war die offizielle Taufe des Ballons. Gestartet wurde auf dem Rasen des Geschäfts neben dem Parklatz. Clemens Nemann war selbst an Bord und genoss die Fahrt, die über das Möbelhaus und dann über Bakum und den Raum Dinklage zum Bockhorster Moor führte.

Speckmann begeistert sich schon seit über 20 Jahren fürs Ballonfahren

Nemann hatte sich von Ballonfahrer Reiner Speckmann aus Wagenfeld für das Sponsoring begeistern lassen. "Das ist eine sehr sympathische Werbung", ist der Vechtaer Kaufmann überzeugt und übernahm die Anschaffungskosten. Ein Ballon, der in 150 bis 300 Metern Höhe über die Region schwebe, sei schließlich ein "echter Hingucker", sagt er.

Die Ballonhülle richtet sich durch die hereinströmende warme Luft langsam auf. Foto: M. NiehuesDie Ballonhülle richtet sich durch die hereinströmende warme Luft langsam auf. Foto: M. Niehues

Der 58-jährige Speckmann begeistert sich schon seit über 20 Jahren fürs Ballonfahren, hat bisher 640 Fahrten durchgeführt. "Ballonfahren ist, schwerelos dahinzugleiten, in sich zu gehen und seine Seele baumeln zu lassen", lautet das Motto des Mannes, der über 30 Mal im Jahr mit dem Ballon aufsteigt und das Mitfahren auf seiner Webseite für Jedermann anbietet. Das Schöne sei, erklärt er, dass man in der Luft alles für einen Moment vergessen könne. Es sei einfach wunderbar, die Welt aus der Vogelperspektive von oben zu genießen.

Vor jedem Flug holt sich Speckmann ein Briefing über die Flugsicherung und die Daten des Wetterdienstes. Schließlich ist es vor allem der Luftstrom, der seine Flugrichtung bestimmt. Manchmal lässt er vorher einen kleinen, mit Helium gefüllten Ballon aufsteigen, um sicher zu gehen, dass der eigentliche Heißluftballon dann tatsächlich die Fahrt in die richtige Richtung aufnimmt. 

Bei der offiziellen ersten Fahrt des neuen Nemann-Ballons ging Reiner Speckmann genauso vor, um dann doch eine plötzliche Überraschung zu erleben. Innerhalb weniger Minuten drehte der Wind. Der Pilot und seine 4 Mitarbeiter reagierten sofort und stellten sich darauf ein. "Wir müssen vor Sonnenuntergang runter. Mal gucken, wo wir landen", rief Speckmann noch - Sekunden später war er kaum noch zu sehen. Dafür war der große rote Nemann-Schriftzug für alle Zuschauer am Boden in der Abendsonne um so deutlicher zu erkennen. Künftig dürfte dieser häufiger im Oldenburger Münsterland, im Landkreis Diepholz und der weiteren Umgebung am Horizont auftauchen.

Nur noch wenige Sekunden bis zum Start: Helfer halten den Korb fest. Die Spannung steigt. Foto: M. NiehuesNur noch wenige Sekunden bis zum Start: Helfer halten den Korb fest. Die Spannung steigt. Foto: M. Niehues

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