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Team Fienhage startet beim StaplerCup in Aschaffenburg

Am Samstag (30. Oktober) kämpft die vierköpfige Mannschaft aus Lutten um die Deutsche Meisterschaft. Fans können im Livestream mitfiebern.

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Team Fienhage (von links): Kapitän Dirk-Michael Karbaum, Seitenstapler-Spezialistin Tanja Franke, Allrounder Paul Amedeo-Arva und "Rookie of the Year" Danny Stein. Fotos: Heinzel

Team Fienhage (von links): Kapitän Dirk-Michael Karbaum, Seitenstapler-Spezialistin Tanja Franke, Allrounder Paul Amedeo-Arva und "Rookie of the Year" Danny Stein. Fotos: Heinzel

Konzentration, Geschicklichkeit, Fingerspitzengefühl sowie die Fähigkeit, unter Zeitdruck ruhig zu bleiben und sich mit seinen Teamkollegen abzustimmen: Das sollten die Teilnehmer des StaplerCups mitbringen. Und, na klar – die Aufgaben sind mit einem Gabelstapler zu erledigen. Am Samstag findet das Bundes-Finale statt. Mit dabei ist das Team der Firma Fienhage aus Lutten.

Was zu tun ist? Ein Beispiel: Mittels eines auf der Gabel platzierten, nur wenige Zentimeter großen Gabelstaplermodells werden Miniaturfässer angehoben, von einem Podest auf ein anderes Podest gestellt und dort als Pyramide wiederaufgebaut. Das Ganze wird aus einer Fahrerkabine gesteuert, die über anderthalb Meter von dem Modell entfernt ist. Die Sicht ist eingeschränkt. "Es ist schwierig, aber es geht", sagt Danny Stein vom Team Fienhage aus Lutten. Ach, und natürlich geht es um die Zeit. Drei Minuten stehen maximal für diese Aufgabe zur Verfügung. "Es muss beim ersten Mal sitzen", sagt Danny Stein, "sonst bringt dich die Zeit um."

Die gerade geschilderte Aufgabe galt es in diesem Jahr bei den Regionalmeisterschaften in Bremen zu meistern. Dort qualifizierte sich das Team der Firma "Fienhage Poultry Solutions"  über ihren dritten Platz in der Teamwertung für das Finale in der f.a.n. frankenstolz arena, welches am Samstag (30. Oktober) in Aschaffenburg ausgetragen wird. Neben Teamkapitän Dirk-Michael Karbaum – auch "Speedy Gonzales" genannt – sind Seitenstapler-Spezialistin Tanja Franke, Allrounder Paul Amedeo-Arva und der "Rookie of the Year" Danny Stein dabei. Sie werden gegen 13 andere Firmenteams antreten. Alle haben sie glänzende Augen, wenn sie voller Begeisterung von den Meisterschaften erzählen.

Kapitän Dirk-Michael Karbaum erfüllt sich mit der Teilnahme am Finale des StaplerCups in Aschaffenburg eine lange gehegten Traum.
Foto: Heinzel
Fingerspitzengefühl ist gefragt bei dieser Aufgabe.
Foto: Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co. KG
Fingergefühl ist gefragt um die beiden Joysticks gleichzeitig zu bedienen.
Foto: Heinzel
14 Teams treten am Samstag (30. Oktober) in Aschaffenburg an.
Foto: Heinzel
Volle Konzentration: Mensch und Maschine müssen zu einer Einheit werden.
Foto: Heinzel
Der Blick aus dem Führerhaus eines Front-Gabelstaplers.
Foto: Heinzel
Der Rookie of the Year: Danny Stein.
Foto: Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co. KG

Für Dirk Karbaum, der seit 2009 elf Mal an den Regionalmeisterschaften des StaplerCups teilgenommen hat, geht mit der Finalteilnahme in Aschaffenburg ein lange gehegter Traum in Erfüllung. Einmal sei er bereits dicht dran am Finaleinzug gewesen – nur zwei Punkte mehr hätten für ihn den dritten Rang und die Teilnahme am Finale bedeutet. Doch es blieb beim vierten Platz. "Das war übel", sagt der 51-Jährige rückblickend.

Dieses Jahr klappte es dann. "Ich war stolz wie Oskar auf mein Team", sagt er strahlend und meint: "In der Mannschaft finde ich es noch herausfordernder." Tanja Franke hat die Regionalmeisterschaften zuerst als Besucherin kennengelernt und sagt: "Es ist faszinierend zu sehen, wie schwer das Ganze ist und wie feinfühlig man gleichzeitig mit so einem schweren Gerät umgehen kann." Das zeigte Danny Stein bei seiner ersten Wettbewerbsteilnahme. Er erreichte den 6. Platz in der Gesamtwertung und errang dadurch den Titel "Rookie of the Year."

In Bremen reisten sie mit neun Staplerfahrern an. Neben den bereits genannten Teammitgliedern waren dies Mathias Neiß, Marek Jankowski, Piotr Sadowski, Martin Möller und Christian Neugebauer, der eigentliche vierte Mann. Doch er könne an diesem Samstag nicht, sagt der Kapitän. Für ihn rückte Tanja Franke als Seitenstapler-Spezialistin ins Team, das prinzipiell aus den vier bestplatzierten Mitgliedern besteht, auf. Alle seien motiviert bis unter die Haarspitzen und wollen das Beste aus sich herausholen, heißt es aus Lutten. Der Chef sei schon jetzt stolz auf das Erreichte.

Der Cup fand das erste Mal 2005 statt. In diesem Jahr wird er zum 16. Mal veranstaltet. 2019 musste das Event pandemiebedingt ausfallen. Organisiert und veranstaltet wird das Event durch die Linde Material Handling GmbH. In Aschaffenburg werden die Kontrahenten in diesem Jahr im Duell gegeneinander antreten, und zwar auf einem komplett neu konzipierten Parcours. Dabei haben die Entwickler darauf geachtet, dass die Aufgaben für Nervenkitzel und Spannung sorgen und die realen Herausforderungen aus dem Logistikalltag wie schmale Gänge, unebene Böden und enge Kurven widerspiegeln.

"Der Stapler und ich sind eins!"Dirk-Michael Karbaum, Mannschaftskapitän Team Fienhage

Vor jeder Aufgabe oder jedem Parcours mache man sich Gedanken und entwickele eine Strategie. Diese gelte es anschließend möglichst schnell und fehlerfrei umzusetzen, erläutert der Lutter Teamkapitän. "Der Stapler und ich sind eins", stellt Dirk Karbaum klar. "Ich habe keine Zeit nachzudenken, was ich wie tue – das muss nahezu automatisch geschehen." Und Stein ergänzt: "Es braucht Feingefühl, in den Händen und in den Füßen." Tanja Franke berichtet von einer Aufgabe, bei der Teilnehmer mit einem auf der Gabel angebrachten Stift auf einem nicht befestigten Flipchart ein H schreiben mussten.

Blick aus dem Führerhaus: Die Zinken des kleinen Staplers müssen in Miniaturfässer eingefädelt werden. Maßarbeit, die beim ersten Versuch klappen sollte.Blick aus dem Führerhaus: Die Zinken des kleinen Staplers müssen in Miniaturfässer eingefädelt werden. Maßarbeit, die beim ersten Versuch klappen sollte.

Für Spannung ist also gesorgt. Für alle, die am Samstag mitfiebern wollen, gibt es die Möglichkeit den Wettbewerb über einen Livestream zu verfolgen. Los geht es um 11 Uhr mit der Firmen-Team-Meisterschaft, deren Finale gegen 13.45 Uhr vorgesehen ist.

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