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So machen Sie Ihr Auto fit für den Herbst

Bremsen, Scheibenwischer und Hilfsmittel – in der kalten Jahreszeit müssen Autofahrer und Fahrerinnen an einiges denken. Die Experten von Tüv-Nord und Dekra erklären, worauf es jetzt ankommt.

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Unübersichtliche Fahrt: Im Herbst kann es immer wieder zu Sichteinschränkungen durch Nebel oder Niederschlag kommen. Foto: dpa/Kaiser

Unübersichtliche Fahrt: Im Herbst kann es immer wieder zu Sichteinschränkungen durch Nebel oder Niederschlag kommen. Foto: dpa/Kaiser

Die Tage werden kürzer, die Straßen rutschiger und alles ist nass – das Autofahren kann im Herbst einige Gefahren mit sich bringen. Vor allem, wenn die Sicht schlecht ist. Aus diesem Grund bietet die Tüv-Nord-Station im gesamten Oktober kostenlose Lichtchecks im Oldenburger Münsterland an. Das Autolicht ist aber nicht das Einzige, was im Herbst auf den Prüfstand gehört. Was in puncto Reifen wichtig ist, lesen Sie in diesem Artikel. Darauf kommt es außerdem an:

Beleuchtung: Eine einwandfreie Beleuchtung am Fahrzeug ist essenziell für die Sicherheit auf den Straßen – gerade jetzt im Herbst, da es schneller dunkler wird und vermehrt Nebelschwaden sowie Regenschauer aufkommen. Richtig eingestellte Scheinwerfer sowie funktionstüchtige Blinker, Bremslichter, Nebelscheinwerfer und Schlussleuchten sind maßgebliche Sicherheitsfaktoren. „Mängel an der Fahrzeugbeleuchtung zählen allerdings zu den häufigsten Beanstandungen bei der Hauptuntersuchung, da Halterinnen und Halter Fehler meist nicht wahrnehmen oder schlicht das Risiko unterschätzen“, weiß Anton Tarasov, Leiter der TÜV Nord-Station Vechta. Im Rahmen der kostenlosen Untersuchung prüfen die Expertinnen und Experten vom TÜV Nord sämtliche Lichtquellen am Wagen eingehend.

Bremsen: Funktionierende Bremsanlagen sind im Herbst noch wichtiger als sonst. Mit der dunkeln Jahreszeit gehen Risiken wie rutschiges Laub, Aquaplaning, Glatteis und Wildwechsel einher. Daher sollten Bremsscheiben, -klötze, -beläge und - flüssigkeit regelmäßig und fachmännisch überprüft werden, empfiehlt der Tüv Nord. Sollte die Bremskontrollleuchte leuchten, sollten sich Fahrer sofort in eine Werkstatt begeben.

Autobatterie: Wer sein Auto mal länger stehen lässt, könnte darüber nachdenken, sich ein kleines Batterieladegerät anzuschaffen. Der Tüv Nord berichtet nämlich: Wenn Autos über längere Zeiträume in der Kälte nicht bewegt wurden, verweigert die Batterie gerne mal ihren Dienst.

Scheiben und Scheibenwischer: Eine weniger teure, aber nicht weniger wichtige Angelegenheit ist die Überprüfung der Scheinwerfer. Abgenutzte und verdreckte Scheibenwischer hinterlassen Schlieren auf der Scheibe, die besonders bei tief stehender Sonne schnell zu Gefahrensituationen führen können, teilt der Tüv Nord mit. Er empfiehlt, die Gummilippen regelmäßig zu reinigen. So verlängere sich die Nutzungsdauer der Scheibenwischer. Zudem sei darauf zu achten, dass stets ausreichend Wischwasser zur Verfügung stehe. Außerdem sollte laut Dekra auch auf die Scheibe selbst geachtet werden. Beläge von innen – typisch für Autos, in den geraucht wird – müssten stets gründlich entfernt werden. Sonst fehle dem Fahrer oder der Fahrerin der Durchblick, die Scheiben könnten schneller beschlagen oder Reflexionen bei Gegenlicht seien möglich.

Frostschutz: Wird es kälter, empfiehlt die Dekra Wischwasserzusätze mit Frostschutz zu nutzen, damit die Anlage nicht einfriert. Empfohlen ist Frostschutz auch für das Kühlsystem – sonst könnte der Motor bei unter null Grad kollabieren. Darüber hinaus rät die Dekra, die Türdichtungen mit einem Gummipflegestift elastisch zu halten – das sei billiger als eine eingerissene Türdichtung.

Eiskratzer, Eisspray und Handbesen: Auch kleine Zukäufe können in den kalten Jahreszeiten sehr hilfreich sein. So lohnt sich zum Beispiel der Kauf von Eiskratzern, wenn die Autoscheiben immer wieder vereisen. Auch ein Enteisungsspray hilft gegen hartnäckige Eisschichten, teilt der Tüv Nord mit. Wer das Kratzen oder Sprühen am Morgen leid ist, kann über die Anschaffung einer Thermo-Frontscheibenabdeckung nachdenken. Aber nicht nur an die eigene Sicht muss gedacht werden: Vor Fahrtantritt muss der Schnee vom Fahrzeug entfernt werden – am besten mit einem Handbesen. So wird die Sicht anderer Fahrerinnen und Fahrer nicht durch herunter wehenden Schnee beeinträchtigt, erklärt der Tüv Nord.

Laub auf der Motorhaube: Was zuerst nicht schlimm erscheint, kann böse Folgen haben. So kann nasses Laub auf und in der Karosserie mögliche Lack- und Metallschäden begünstigen. Grund ist die darin enthaltende Gerbsäure. Risse und Kratzer in der Oberfläche verstärken diesen Effekt laut Tüv Nord. Der Tüv Nord rät, das Auto regelmäßig von den gefärbten Blättern zu befreien und öfter die Waschanlage zu besuchen – Hartwachs versiegele die Lackschicht zusätzlich.

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